BERLIN 06.03.2026 – Harmonische Sounds und geschichtenerzählender Sprechgesang: Die LA DISPUTE Welttournee machte gestern Halt in der Hauptstadt und verwandelte das Astra Kulturhaus in einen Ort voller emotionaler Tiefe. Nachdem die Band 2024 das 10-jährige Jubiläum ihres Erfolgsalbums „Rooms of the House“ feierte, brachten die Meister des melodischen Sprechgesangs nun endlich ihr erstes neues Material seit über fünf Jahren auf die Berliner Bühne. Die „No One Was Driving The Car“-Tour bewies eindrucksvoll, warum das Quartett aus Grand Rapids, Michigan, nach wie vor eine Ausnahmestellung in der Szene einnimmt.
LA DISPUTE und die emotionale Reise im Astra Kulturhaus
Das sehr gut gefüllte Kulturhaus, mitten im Herzen des Berliner Bezirks Friedrichshain, begrüßte zum Auftakt die instrumentale Post-Rock-Band Pijn aus Manchester. Die Band erschuf, begleitet von harmonischen Celloklängen, Keyboard und Gitarren, innerhalb kürzester Zeit eine dichte, fast schon cineastische Atmosphäre im Raum. Trotz der rein instrumentalen Darbietung gelang es der Gruppe mühelos, das Publikum in ihren Bann zu ziehen – ein gelungener Auftakt, der mit verdientem Applaus belohnt wurde.
Nicht weniger energiegeladen nahm kurz darauf die US-amerikanische Gruppe Vs Self die Bühne in Anspruch. Das Trio, das sich selbst als „Emo from southern California“ beschreibt, brachte eine deutlich direktere Klangfarbe mit nach Berlin. Zwischen hektischen Gitarrenriffs, emotionalem Gesang und immer wieder aufbrechenden Screamo-Passagen entwickelte sich ein intensiver Auftritt, der besonders in den ersten Reihen auf große Begeisterung stieß. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt des Abends zeigte sich das Publikum bemerkenswert engagiert.
Als schließlich die Lichter erneut gedimmt wurden und LA DISPUTE die Bühne betraten, lag eine spürbare Erwartung in der Luft. Die Band eröffnete ihr Set mit neuen Songs ihres aktuellen Albums „No One Was Driving The Car“, deren atmosphärische Instrumentierung und erzählerischer Sprechgesang sofort deutlich machten, warum die Gruppe seit Jahren eine so treue Fangemeinde besitzt. Neben neuem Material durften auch ältere Fanlieblinge nicht fehlen.
Spätestens beim vielleicht bekanntesten Song „King Park“ blieb keine Kehle im Publikum stumm. Gerade diese Mischung aus Nostalgie und frischem Material verlieh dem Konzert eine besondere Dynamik und zeigte eindrucksvoll, wie organisch sich die neuen Stücke in das bestehende Repertoire der Band einfügen. Nach über anderthalb Stunden voller Emotion, Intensität und musikalischer Feinfühligkeit verabschiedeten sich LA DISPUTE unter tosendem Applaus aus Berlin.
Die „No One Was Driving The Car“-Tour hält noch dreimal in Deutschland:
07/3/2026 In Hamburg
10/3/2026 In Köln
13/3/2026 In Stuttgart
La Dispute
Pijn
Vs Self
Christoph Siebold
Christoph Siebold ist Gastfotograf und Schreiber aus Berlin. Er begleitet Live-Events für das Paranoyd Magazin mit Kamera und Berichten.




















































