In Extremo live in Esslingen: Auftakt der BURGENTOUR 2026

in Extremo im Scheinwerferlicht beim Konzert in Esslingen © Marc Blessing

Esslingen, 24. Juli 2026: Mit der Burg Esslingen haben sich In Extremo für den Auftakt ihrer CARPE NOCTEM – BURGENTOUR 2026 einen der stimmungsvollsten Schauplätze der gesamten Tour ausgesucht. Hoch über den Dächern der Altstadt fiel der Startschuss für die diesjährige Open-Air-Reihe – dort, wo historische Mauern, Mittelalter-Rock und spektakuläre Pyrotechnik besonders eindrucksvoll miteinander verschmelzen.t.

Schon der Aufstieg zur Burg macht den Konzertbesuch zu einem kleinen Erlebnis. Der Weg nach oben fordert zwar etwas Kondition, doch spätestens auf dem Burggelände angekommen entschädigt die beeindruckende Aussicht über Esslingen für jede Anstrengung. Die historischen Mauern bilden die perfekte Kulisse für Dudelsäcke, Schalmeien, harte Gitarren und eine aufwendig inszenierte Feuershow.

Rauhbein sorgen für den perfekten Auftakt

Den Konzertabend eröffneten Rauhbein, die erst vor wenigen Tagen ihre „Rebellen & Helden Tour 2026“ angekündigt hatten. Mit ihrer Mischung aus Folk, Rock und Deutschrock gelang es der Band schnell, das Publikum auf Betriebstemperatur zu bringen. Frontmann Henry M. Rauhbein suchte immer wieder den Kontakt zu den Zuschauern und animierte zum Mitsingen und Mitklatschen. Auch wenn sich das Publikum zunächst noch etwas zurückhaltend zeigte, war Rauhbein der ideale Anheizer für den späteren Auftritt von In Extremo.

Rauhbein - Esslingen 2026

Eine Burg wie geschaffen für In Extremo

Die Burgkonzerte gehören seit Jahren fest zum Esslinger Kultursommer und locken regelmäßig namhafte Rock- und Metal-Bands an. Für In Extremo könnte dieser Ort jedoch kaum passender sein. Historische Instrumente treffen auf jahrhundertealte Mauern, kraftvolle Rockmusik verschmilzt mit mittelalterlichen Klängen und schafft eine Atmosphäre, die in einer gewöhnlichen Konzerthalle kaum entstehen kann.

Eine ungewöhnliche Fotoregelung

Auch aus fotografischer Sicht war der Abend eine interessante Erfahrung. Während bei den meisten Konzerten die ersten drei Songs im Fotograben fotografiert werden dürfen, fiel die Fotoregelung in Esslingen anders aus: Der Zugang war ausschließlich für Song 7 und 8 freigegeben. Eine zunächst ungewohnte Regelung, die sich jedoch als echter Vorteil erwies. Zu diesem Zeitpunkt war es bereits deutlich dunkler, sodass Lichtshow und die spektakuläre Pyrotechnik von In Extremo ihre volle Wirkung entfalteten. Anschließend bot sich aus dem Publikum die Möglichkeit, weitere stimmungsvolle Aufnahmen einzufangen – mit den historischen Burgmauern und den meterhohen Flammen als eindrucksvoller Kulisse.

Starker Auftakt mit einer abwechslungsreichen Setlist

Mit „Ólafur“, „Spielmannsfluch“ und „Troja“ legten In Extremo einen druckvollen Start hin und machten sofort deutlich, dass die BURGENTOUR 2026 keine ruhige Angelegenheit werden würde. Bereits bei „Weckt die Toten“ zeigte sich, wie gut die historische Kulisse der Burg Esslingen mit dem kraftvollen Sound der Band harmoniert.

Die Stimmung vor der Bühne entwickelte sich im Laufe des Abends stetig, blieb insgesamt aber etwas zurückhaltender, als man es von In-Extremo-Konzerten kennt. Viele Refrains wurden mitgesungen und bei den bekannten Songs gingen zahlreiche Hände in die Höhe. Die ganz große Ekstase wollte sich zwar nur phasenweise einstellen, der Atmosphäre schadete das jedoch keineswegs. Vielmehr entwickelte sich ein entspannter und stimmungsvoller Konzertabend.

Die Setlist bot einen gelungenen Querschnitt durch das umfangreiche Repertoire der Band. Neben Klassikern wie „Vollmond“, „Herr Mannelig“, „Werd ich am Galgen hochgezogen“ und „Sängerkrieg“ fanden auch neuere Stücke wie „Blutmond“, „Liam“, „Feine Seele“ und „Wolkenschieber“ ihren Platz. Einer der emotionalsten Momente des Abends war erneut „Erdbeermund“, das vom Publikum lautstark begleitet wurde und auch nach vielen Jahren nichts von seiner Wirkung verloren hat.

In Extremo Burgentour Esslingen 2026

Für einen der sympathischsten Momente des Abends sorgte Frontmann Michael Robert Rhein, als er sich bei einer Songansage im Titel vertat. Der kleine Versprecher wurde sowohl von der Band als auch vom Publikum mit einem herzlichen Lachen aufgenommen und zeigte einmal mehr, dass auch eine routinierte Liveshow ihre spontanen und charmanten Momente hat.

Wenn die Dunkelheit einsetzt, entfaltet die Show ihre ganze Wirkung

Die Temperaturen waren den gesamten Abend über angenehm warm und boten beste Voraussetzungen für ein Open-Air-Konzert. Mit Einbruch der Dämmerung gewann die Show jedoch noch einmal deutlich an Intensität. Die meterhohen Flammen der Pyrotechnik wirkten vor den historischen Mauern besonders eindrucksvoll und sorgten immer wieder für spektakuläre Bilder.

Spätestens bei „Sternhagelvoll“ zog die Stimmung noch einmal spürbar an. Der Burghof verwandelte sich in einen großen Mitsingchor, bevor In Extremo nach den Zugaberufen mit „Frei zu sein“ und „Pikse Palve“ den offiziellen Schlusspunkt unter den Tourauftakt setzten. Das atmosphärische „Terra Mater“ bildete schließlich den würdigen Ausklang eines gelungenen Konzertabends.

Setlist: In Extremo – Burg Esslingen (24. Juli 2026)

  1. Ólafur
  2. Spielmannsfluch
  3. Troja
  4. Weckt die Toten
  5. Feuertaufe
  6. Werd ich am Galgen hochgezogen
  7. Vollmond
  8. Herr Mannelig
  9. Rasend Herz
  10. Blutmond
  11. Liam
  12. Erdbeermund
  13. Feine Seele
  14. Villeman og Magnhild
  15. Wind
  16. Störtebeker
  17. Sängerkrieg
  18. Wolkenschieber
  19. Sternhagelvoll
Encore
  1. Frei zu sein
  2. Pikse Palve
📼 Terra Mater

In Extremo

Rauhbein

Marc Blessing paranoyd

Marc Blessing

Marc ist Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für Rock und Metal News sowie Hausfotograf des LKA Longhorns verbindet er Szenekenntnis mit technischem Know-how. Er liefert authentische Konzertberichte, professionellen Content und prägt seit Beginn Qualität, Glaubwürdigkeit und digitale Stärke des Paranoyd Magazins.

Mehr zu dieser Band

Bandbiografie →
Paranoyd Magazin