Hollywood Undead: Hitzeschlacht im Schlachthof Wiesbaden

Hollywood Undead live auf der Bühne beim Konzert © Kevin Richter

Knapp 30 Grad Außentemperatur, eine ausverkaufte Halle und eine Band, die seit fast zwei Jahrzehnten zu den festen Größen im Rap- und Nu-Metal zählt: Hollywood Undead sorgten am 21. Juni 2026 im Schlachthof Wiesbaden für einen schweißtreibenden Konzertabend. Gemeinsam mit den aufstrebenden Support-Acts von The Pretty Wild lieferten die Kalifornier eine Show, bei der das Publikum von der ersten bis zur letzten Minute lautstark mitging und selbst die enorme Hitze niemanden ausbremsen konnte.

The Pretty Wild überzeugten als Opener

Pünktlich um 20:00 Uhr eröffneten The Pretty Wild den Abend. Die beiden Schwestern Jill und Julia Wylde gründeten die Band 2022 und tourten bereits mit Bands wie In This Moment oder Wargasm. Live holten sich The Pretty Wild noch Verstärkung in Form eines Drummers und eines Gitarristen dazu. Gesanglich beeindruckten Jill und Julia mit großer Vielseitigkeit. Von fiesen Growls bis hin zu klarem Gesang überzeugten The Pretty Wild in ihrem nur 30-minütigen Set auf ganzer Linie und man wird in Zukunft definitiv noch viel von ihnen hören.

Hollywood Undead verwandelten Wiesbaden in einen Hexenkessel

Mit einem ihrer ältesten Songs, nämlich „Undead“, betrat die Band rund um die Sänger Danny Murillo, Johnny 3 Tears, J-Dog, Charlie Scene und Funny Man die Bühne. Abgesehen vom Schlagzeug wechselten sich die fünf Musiker an Bass und Gitarre ab. Manchmal wurde sogar mitten im Song das Instrument an den Nächsten weitergegeben.

Die Fans feierten jede Zeile von „Undead“, aber auch bei „1×1“ vom aktuellen Album „Hotel Kalifornia“ zeigte sich der bis auf den letzten Platz gefüllte Schlachthof äußerst textsicher.

Aufgrund der vielen Sänger innerhalb der Band herrschte auch ohne aufwendiges Bühnenbild viel Abwechslung und Action auf der Bühne. Die bereits erwähnten Instrumentenwechsel, die Interaktion mit den Fans und die ständig wechselnden Gesangsparts sorgten für Unterhaltung, doch das reichte Hollywood Undead offenbar noch nicht aus. Die Bandmitglieder nutzten jeden Zentimeter der Bühne und bewegten sich überwiegend am Bühnenrand, stets in unmittelbarer Nähe zum Publikum.

Tropische Temperaturen und volle Energie

Trotz der sommerlichen 30 Grad im Freien und der vermutlich noch höheren Temperaturen in der Halle ließen sich die Fans nicht davon abhalten, zu moshen, zu springen und jeden Song ausgelassen zu feiern.

Vor „Comin’ In Hot“ holte Charlie einen Fan auf die Bühne, der den Song gemeinsam mit der Band spielen durfte. Eine starke Aktion, die vom Publikum lautstark gefeiert wurde.

Nach etwas mehr als einer Stunde beendeten Hollywood Undead mit „Everywhere I Go“ ihr Set. Ich persönlich habe in der Setlist zwar „California Dreaming“ und einige weitere Klassiker aus früheren Jahren vermisst, dennoch lieferten die Kalifornier eine starke Performance ab.

Wieder lobend hervorzuheben war außerdem, dass der Schlachthof ausreichend Wasser bereitstellte und verteilte. So endete der Abend trotz der hohen Temperaturen ohne einen einzigen Kreislaufkollaps.

Setlist: Hollywood Undead in Wiesbaden 21.06.2026

  1. Undead
  2. x1
  3. Riot
  4. War Child
  5. Whatever It Takes
  6. Go to War
  7. Hollywood Forever
  8. Savior
  9. Chaos
  10. Another Way Out / Du hast
  11. Comin' In Hot
  12. Sweet Caroline (Neil Diamond Cover)
  13. Feels Like Home
  14. Bullet
  15. Hear Me Now
  16. Day of the Dead
  17. Everywhere I Go

Hollywood Undead

The Pretty Wild

kevin

Kevin Richter

Kevin, Fotograf und Redakteur für das Paranoyd Magazin. Er blickt auf eine fundierte Erfahrung durch die Zusammenarbeit mit diversen Musikmagazinen zurück und ist derzeit festes Mitglied der Paranoyd-Redaktion. Kevin verbindet den geschulten Blick für den Moment mit journalistischer Präzision, um authentische Konzertberichte und visuell beeindruckenden Content für die Szene zu schaffen.

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