Bei 36 Grad: Heaven Shall Burn bringen die Batschkapp zum Kochen

Bei live auf der Bühne beim Konzert © Kevin Richter

Frankfurt, 02.08.2026: 2023 hatte es die „Summer Battles Tour“ gegeben, dieses Jahr war es die „Heimat Over Europe Club Tour“, die Heaven Shall Burn bei brütenden Temperaturen in die Clubs trieb, um die Zeit zwischen ihren Festivalauftritten zu verkürzen. Dieses Mal gastierten sie in der legendären Batschkapp in Frankfurt und hatten 200 Stab Wounds und Sanguisugabogg im Gepäck.

Schweiß & Death Metal

Den Anfang machten die Amerikaner von 200 Stab Wounds. Bei 36 Grad Außentemperatur, einer fast ausverkauften Batschkapp und einem Quartett, das keine Gefangenen machte und von Beginn an Circle Pits einforderte, gab es die Sauna gratis dazu.

Schnelle und technisch anspruchsvolle Rhythmen und Riffs, gepaart mit tiefen Death-Growls, sorgten direkt für Stimmung und zeigten, dass es an diesem Abend keine Verschnaufpausen geben würde. Nach 30 Minuten hatten 200 Stab Wounds ihr Set beendet – ein starker Start in den Abend.

Unaussprechlicher Death Metal

Als Nächstes betraten Sanguisugabogg die Bühne und ich glaube, niemand wusste so richtig, wie man diese Band aussprach. Aber das war eigentlich auch egal, denn die US-Amerikaner aus Columbus,Ohio, machten genau da weiter, wo 200 Stab Wounds aufgehört hatten.

Kompromisslos harter Sound, ebenfalls technisch durchaus anspruchsvoll, und eine weitere Runde Circle Pits und Crowdsurfer wurden konstant von der Band eingefordert. Die Security hatte alle Hände voll zu tun, machte aber einen gewohnt guten Job.

Nach knapp 35 Minuten verließen auch Sanguisugabogg die Bühne und in der folgenden Umbaupause verteilte die Security Wasser an die Fans, damit niemand umkippte – eine schöne Aktion.

Heaven Shall Burn machen die Batschkapp zum Hexenkessel

Heiß erwartet betraten dann Heaven Shall Burn die Bühne und die beruhigendste Nachricht des Tages war, mit einem Blick auf die Bühne und nach Rücksprache mit der Security: Es gab keine Pyro. Die Bude brannte ohnehin schon, und mit Pyro wäre wohl kein Stein mehr auf dem anderen geblieben.

Aber wie nicht anders zu erwarten, war die Batschkapp vom ersten Song, „Counterweight“, an ein absoluter Hexenkessel. Mosh- und Circle-Pits sowie Crowdsurfer pausierten nur zwischen den Songs. Diese Pausen nutzte die Band wie gewohnt für Ansagen, um sowohl den Fans als auch der Location zu danken, sich gegen Nazis zu positionieren und zu versprechen, dass sie auch weiterhin Clubtouren machen und kleinere Clubs bespielen würde, um die Clubszene am Leben zu erhalten und zu unterstützen.

Konzertfoto von Heaven Shall Burn - Heimat Over Europe Club Tour 2026

Dass Heaven Shall Burn ein Aushängeschild der deutschen Metalszene sind, bewiesen die fünf einmal mehr. Egal, ob in großen oder kleinen Venues: Die Band hat immer Spaß und interagiert so viel mit den Fans wie kaum eine andere Band.

Ein besonderer Moment war, als sich Sänger Markus kurz vor Ende bei seiner anwesenden Verlobten und den Kindern bedankte und erwähnte, dass diese ebenfalls anwesend waren.

Nach 75 Minuten purer Eskalation und einer komplett durchgeschwitzten Batschkapp, ging ein erfolgreicher Abend zu Ende. Heaven Shall Burn enttäuschen live einfach nie.

Noch einmal ein großes Lob an die Batschkapp-Crew, die jederzeit alles im Griff hatte und trotz der Hitze und der wilden Show immer freundlich und hilfsbereit war.

Setlist: Heaven Shall Burn – Batschkapp Frankfurt

1. Counterweight
2. My Revocation of Compliance
3. Voice of the Voiceless
4. Godiva
5. Confounder
6. Numbing the Pain
📼 Awoken (Intro)
7. Endzeit
8. Black Tears (Edge of Sanity Cover)
9. Übermacht
10. A Whisper From Above
11. March of Retribution
12. Thoughts and Prayers
Encore
13. War Is the Father of All
14. Tirpitz
15. Valhalla (Blind Guardian Cover)

Heaven Shall Burn

Sanguisugabogg

Stab Wounds

kevin

Kevin Richter

Kevin, Fotograf und Redakteur für das Paranoyd Magazin. Er blickt auf eine fundierte Erfahrung durch die Zusammenarbeit mit diversen Musikmagazinen zurück und ist derzeit festes Mitglied der Paranoyd-Redaktion. Kevin verbindet den geschulten Blick für den Moment mit journalistischer Präzision, um authentische Konzertberichte und visuell beeindruckenden Content für die Szene zu schaffen.

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