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Gorilla Biscuits & Terror liefern Hardcore-Abriss im Schlachthof Wiesbaden

Gorilla Biscuits & Terror liefern Hardcore-Abriss im Schlachthof Wiesbaden

Wiesbaden 21.11.2025: Wenn Hardcore Bands durch Europa / Deutschland touren ist es fast schon Pflicht, dass sie im Schlachthof Wiesbaden einen Stopp machen. Wenn es sich um eine legendäre Band wie Gorilla Biscuits handelt, dann kann man das schon praktisch erwarten. Der Schlachthof ist seit Jahren sehr beliebt in der Punk und Hardcoreszene und wenn die Hardcore Veteranen von Gorilla Biscuits die ebenfalls legendäre Band Terror im Schlepptau haben kann man sich auf eine geballte Ladung Action freuen. Und da zwei Hardcore Bands nicht für eine Show reichen, gab es noch No Pressure und Peace of Mind im LineUp.

Stagediver Stage

Was direkt ins Auge stach beim Betreten der Halle: Im Bühnengraben war vor der Hauptbühne noch eine kleine Minibühne aufgebaut. Ärgerlich für mich als Fotograf, der Graben war somit nur halb zugänglich, aber man konnte gespannt sein, ob und wie die Stagediver Stage genutzt wird. 

Den Start machten Peace Of Mind aus Sonneberg. Das Quartett ist nun auch schon seit 10 Jahren aktiv und haben schon über 300 Shows auf dem Buckel und gaben alles um die sich füllende Halle dazu zu bringen, sich zu bewegen. Die Fans waren zwar noch etwas verhalten, aber Peace Of Mind hatten auch nur knapp 20 Minuten Setlänge, doch für alle, die sich begeistern konnten: Die Band spielt im Februar 26 wieder im Schlachthof, im kleineren Kesselhaus, mit ein paar der lokal ansässigen Hardcore Bands. Der brachiale Sound von Peace Of Mind stimmte auf jeden Fall schon gut auf das Folgende ein.

Als Zweites betraten die erst 2020 gegründeten No Pressure die Bühne, aber die Band ist trotz ihres kurzen Bestehens kein unbeschriebenes Blatt. Parker Cannon ist nicht nur Sänger bei No Pressure, er ist ebenfalls Vocalist bei The Story So Far. Nicht ganz so gewaltig und eher Richtung Poppunk oder Melodic Hardcore war hier eher was zum Mitsingen dabei, aber oder gerade deswegen, stieg die Stimmung schnell und nicht nur die Band nutzte die Zusatzbühne zum Herumlaufen. Auch die ersten Fans fanden ihren Weg dorthin und sprangen von dort zum Crowdsurfen in die Menge. 

Woran merkt man, dass man auf einem Hardcore Konzert ist? Richtig, etwas mehr nach einer Stunde nach dem offiziellen Beginn sind zwei Bands schon zu Ende, Hardcore ist eben intensiv, aber die Sets sind auch recht kurz.

Eskalation bei Terror

Und so schnell war man dann auch bei der dritten Band des Abends: die kalifornischen Hardcore Legenden von Terror. Wer schon einmal auf einer Terror-Show war, wusste, das wird intensiv und dass mit der Ministage noch mehr Eskalation vorprogrammiert war. Und so kam es auch. Sänger Scott Vogel hat die Fans im Griff wie kein zweiter und seiner Aufforderung auf die Stagediver Bühne und auf die große Bühne zu kommen, ließ nicht lange auf sich warten und dem Aufruf wurde gefolgt. Auch ist es bei Terror üblich, dass die Fans das Mikro zeitweise übergeben bekommen, dies war im Schlachthof nicht anders. Jeder, der wollte, durfte sich als Vocalist betätigen.

Ebenfalls bedankte sich Scott beim Schlachthof, dass sie dies ermöglichen und erwähnte, dass sie sonst eher in Clubs spielen, die maximal so groß sind, wie die Hauptbühne. Ebenfalls machte er darauf aufmerksam, dass Hardcore zwar aggressiv ist, aber positive Aggression und es eben zu keiner Gewalt untereinander kommen darf und alle aufeinander aufpassen müssen. In Zeiten wo Crowdkilling und violent Dancing immer mehr zunimmt und rücksichtsloser wird, vor allem bei Hardcore Shows, ist es schön zu sehen, dass sich eine Band wie Terror ihrer Verantwortung bewusst ist.

Finale mit Gorilla Biscuits

Headliner des Abends sind dann Gorilla Biscuits. Eine Band, die wegweisend für die Straight-Edge Bewegung und Hardcore im Allgemeinen war und Ende der 80er in New York gegründet wurde. Sänger Anthony Civarelli und Gitarrist Walter Schreifels verbrachten das komplette Set auf der kleinen Bühne, um näher an den Fans zu sein und die Stimmung konnte nicht besser sein. Der melodische Hardcore Sound der Band lud zum Mitsingen und moshen ein, auch wurde die Ministage weiter fleißig zum stagediven und tanzen genutzt. Auch Gorilla Biscuits lieferten eine intensive Show und es war schön, solche Legenden live miterleben zu können.

Großartige Show von allen 4 Bands, mit starker intensiver Stimmung und einem Line-up, das seinesgleichen lange suchen wird. Der Schlachthof Wiesbaden ist immer ein Besuch wert, insbesondere für Hardcore Shows.

Gorilla Biscuits

Terror

No Pressure

Peace Of Mind

Hat bereits mit diversen Magazinen zusammengearbeitet und ist derzeit als Fotograf und Redakteur für das Paranoyd Magazin tätig.

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