Ensiferum entfesseln „Winter Storm over Europe“ mit Dragony & Freedom Call in der Batschkapp Frankfurt

Ensiferum stürmen Frankfurt: Dragony & Freedom Call entfachen Metal-Feuer in der Batschkapp

FRANKFURT am 20.01.2026 – Ein eisiger Nordwind fegte am Dienstagabend durch Frankfurt, doch in der legendären Batschkapp wurde es spätestens ab 18:45 Uhr glühend heiß. Auf ihrer „Winter Storm over Europe“ Tour machten die finnischen Folk-Metal-Größen von Ensiferum Station in der Mainmetropole und brachten mit Freedom Call und Dragony ein hochkarätiges Paket mit, das die Herzen der Metal-Fans trotz winterlicher Außentemperaturen zum Schmelzen brachte.

Früher Start mit Dragony

Schon um 18:00 Uhr öffnete sich die Tür zur Batschkapp, ungewöhnlich früh, aber weil es ein Dienstagabend war, ist dies natürlich sehr praktisch, wenn man am nächsten Morgen früh rausmuss. Zum Einlass war die Schlange bei Temperaturen um den Gefrierpunkt auch noch recht überschaubar und im Gespräch mit der Crew von der Batschkapp erfährt man, dass es auch nur ca. halbvoll werden wird. 

Dragony - Winter Storm over Europe 2026 batschkapp frankfurt @kevin richter
Dragony – Winter Storm over Europe 2026 Credit: Kevin Richter

Laut Website war der Beginn für 19:00 Uhr angesetzt, aber um 18:45 gingen die Lichter schon aus und Dragony betraten die Bühne und legten direkt mit viel Energie und powergeladenem Metal los und die Bühnendeko im Burgendesign passt zum Stil der Band. Vor der Umbenennung zu Dragony zu Beginn der Karriere, hieß die Band „The Dragonslayer Project“. Sängerin Maria Nesh zeigte, dass sie eine tolle Sängerin ist und die Gitarrenarbeit von Simon Saito und Mat Plekhanov lies die Herzen der Power-Metal Fans höher schlagen und die Band kam sehr gut beim Publikum an. Mit knapp 40 Minuten spielten sie für einen Opener auch recht lang. Lobenswert.

Heavy Metal Happycore

Nach einer kurzen Umbaupause betraten dann Freedom Call die Bühne. Die Band rund um Frontmann Chris Bay versprühte das Bandmotto „Heavy Metal Happycore“ von Beginn an. Fröhliche Songs irgendwo zwischen Power-, Heavy- und Speedmetal und eine Band in bester Spiellaune. Chris trifft vielleicht nicht immer alle Töne, aber er ist trotzdem noch ein starker Sänger und einfach geboren, um auf der Bühne zu stehen und die Leute zu unterhalten. So wird das Publikum auch ohne große Mühe von ihm zum Mitsingen immer wieder animiert und man bekommt den Eindruck, dass ein nicht unerheblicher Teil der Zuschauer auch oder wegen Freedom Call den Weg in die Batschkapp gefunden hatte. Mit knapp 45 Minuten hatten auch Freedom Call eine ordentliche Spielzeit.

Freedom Call - Winter Storm over Europe 2026 batschkapp frankfurt @kevin richter
Freedom Call – Winter Storm over Europe 2026 Credit: Kevin Richter

Winter Storm

Passend zu den kalten Temperaturen betraten dann, nach einer weiteren Umbaupause, die Finnen von Ensiferum die Bühne. Angeführt von Bassist Sami Hinka, der von der ersten Sekunde an das Publikum mit seinem Enthusiasmus und Energie ansteckte. Unter anderem durch Petri Lindroos tiefes Growlen, war der Sound der Finnen deutlich härter als bei den Support Bands, aber trotzdem passten die Bands musikalisch irgendwie zusammen. Für den cleanen Gesang sorgte Keyboarder Pekka Montin und die Band spielte eine abwechslungsreiche Setlist von alten bis zu aktuellen Songs.

Da Ensiferum sich nur schwer einem Genre zuordnen lässt, war ihr Auftritt auch musikalisch sehr abwechslungsreich. Death-, Folk-, Viking-/Pagan- und sogar einige Black-Metal Anlehnungen sind in ihrem Sound vertreten. Gepaart mit der Spielfreude und vor allem der Energie von Sami, ist ein Auftritt von dem finnischen Quintett immer abwechslungsreich und wird zu keinem Zeitpunkt langweilig. Dennoch bleibt es immer erkennbar, dass die Songs von Ensiferum sind und die nordische Herkunft, kann man auch im Sound jederzeit feststellen. Mit ca. 60 Minuten Spielzeit auch ein würdiges Headliner Setup.

Ein sehr gelungener Abend mit drei sehr guten Bands.

Ensiferum

Freedom Call

Dragony


kevin

Kevin Richter

Kevin, Fotograf und Redakteur für das Paranoyd Magazin. Er blickt auf eine fundierte Erfahrung durch die Zusammenarbeit mit diversen Musikmagazinen zurück und ist derzeit festes Mitglied der Paranoyd-Redaktion. Kevin verbindet den geschulten Blick für den Moment mit journalistischer Präzision, um authentische Konzertberichte und visuell beeindruckenden Content für die Szene zu schaffen.

Ähnliche Beiträge

Paranoyd Magazin

Ihre Zufriedenheit ist unser Ziel, deshalb verwenden wir Cookies. Mit diesen ermöglichen wir, dass unsere Webseite zuverlässig und sicher läuft, wir die Performance im Blick behalten und Sie besser ansprechen können. Cookies werden benötigt, damit technisch alles funktioniert und Sie auch externe Inhalte lesen können. Des Weiteren sammeln wir unter anderem Daten über aufgerufene Seiten, getätigte Käufe oder geklickte Buttons, um so unser Angebot an Sie zu verbessern.   Datenschutz Erklärung