Dewolff & Blues Pills: Frankfurt erlebt Blues-Rock-Wucht

Dewolff & Blue Pills bei der Show vor begeistertem Publikum © Kevin Richter

Frankfurt, 31.03.2026 – Im März und April vereinten die Niederländer von Dewolff und die Schweden von Blues Pills ihre Kräfte und waren auf Co-Headliner-Tour durch Deutschland, Frankreich, Österreich und die Schweiz. Bei 12 Konzerten spielten beide Bands komplette Sets, dafür gab es keine Supportband. Am 31.03.2026 wurde die Batschkapp Frankfurt bespielt.

Dewolff live: Psychedelic-Blues im 70er-Stil

Pünktlich um 20:00 Uhr fing das Trio von Dewolff an. Ihr Sound ist Psychedelic-Blues-Rock im Stile der 70er Jahre, und nicht nur optisch, sondern auch die Instrumente schienen aus dieser Ära zu stammen. Mit Hammondorgel, rotierendem Leslie-Lautsprecher und großen Pedalboards für Gitarre und Orgel, lieferten die Niederländer eine Zeitreise zurück in die Hochzeit psychedelischer und bluesiger Sounds.

Ausgedehnte Soli von Sänger und Gitarrist Pablo van de Poel oder auch von Robin Piso an der Hammondorgel dehnten die Songs auf teilweise 10 Minuten und mehr. Acht Songs bei 80 Minuten Setlänge verdeutlichten das. Auch Pablos kleiner Bruder Luka am Schlagzeug überzeugte mit starken Grooves und solider Gesangsleistung.

Die Interaktion mit dem Publikum kam nicht zu kurz: Pablo nahm sich zwischen den Songs immer wieder Zeit, um mit dem Publikum zu sprechen. Mit 80 Minuten war das ein würdiges Headliner-Set.

Blues Pills-Konzert: Elin Larsson dominiert die Bühne


Nach kurzer Umbaupause legten dann Blues Pills los. Die vier Schweden beeindruckten bereits 2025 auf dem SinnerRock, und auch an diesem Abend zeigte Sängerin Elin Larsson, dass sie eine der mächtigsten Stimmen im modernen Blues-Rock hat. Vergleiche mit Janis Joplin waren nicht unbegründet.

Auch Blues Pills lieferten einen an den 70er Jahren orientierten Blues-Rock-Sound, allerdings deutlich härter und moderner als Dewolff, mit kaum psychedelischen Elementen und eher einer kleinen Prise Soul – besonders hervorgehoben durch Elins Stimme. Neu an Bord bei Blues Pills war Bassistin Agnes Roslund, doch das amerikanisch-schwedische Quartett spielte, als wäre es schon lange in dieser Besetzung unterwegs.

Gitarrist Zack Anderson war neben Larsson der zweite Dreh- und Angelpunkt der Band. Mit bluesigen Riffs und songdienlichen Soli gab er der Band ihren charakteristischen Sound. Drummerin Lina Anderberg sorgte mit ihrem Stil für zusätzliche Härte.

Batschkapp Frankfurt: Stimmung trotz leerem Saal

Elin ließ es sich auch nicht nehmen, ins Publikum zu gehen und von dort aus weiterzusingen. Ansonsten sprang und rannte sie über die Bühne.

Dass die Batschkapp leider nicht einmal halb voll war, wurde den Bands nicht gerecht, doch das sah man bei Konzerten an einem Dienstagabend öfter. Zwei starke Bands hatten das anwesende Publikum auf jeden Fall beeindruckt.

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Kevin Richter

Kevin, Fotograf und Redakteur für das Paranoyd Magazin. Er blickt auf eine fundierte Erfahrung durch die Zusammenarbeit mit diversen Musikmagazinen zurück und ist derzeit festes Mitglied der Paranoyd-Redaktion. Kevin verbindet den geschulten Blick für den Moment mit journalistischer Präzision, um authentische Konzertberichte und visuell beeindruckenden Content für die Szene zu schaffen.

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