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Counterparts rissen den Festsaal Kreuzberg emotional ab

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Berlin, 28.01.2026 – Festsaal Kreuzberg: Manche Abende fühlen sich schon vor dem ersten Ton nach etwas Besonderem an. Wenn man sich durch die Traube aus Kapuzenpullis und Vans-Trägern vor dem fast ausverkauften Festsaal Kreuzberg drückt, liegt diese typische Berliner Hardcore-Spannung in der Luft. Die Location ist ein Edel-Spot für solche Shows und man fragt sich ernsthaft, warum hier nicht deutlich öfter Gitarren geschwungen werden.

Ein Altar aus Riffs

Schon beim Betreten der Halle fiel der Blick auf das düstere Bühnendesign, das an das Innere einer Kirche erinnerte. Passend dazu folgte eine hochemotionale Messe der Zerstörung. Als Counterparts loslegten, wurde sinnbildlich Weihwasser vergossen und Blut geschwitzt. Der Sound war brachial, vielleicht einen Tick zu laut, aber genau dafür war man hier. Wer Counterparts bucht, erwartet kompromisslose musikalische Gewalt.

Brendan Murphy: Der Hohepriester des Leidens

Frontmann Brendan Murphy lieferte einen Brecher nach dem anderen ab. Die Band pflügte sich mit chirurgischer Präzision durch die stärksten Songs der letzten vier Alben. Jeder Breakdown saß, jede Lead-Gitarre schnitt messerscharf durch die stickige Luft. Eine Sauberkeit, die man im Hardcore nicht allzu oft erlebt.

Die Crowd nahm das dankend an. Der Festsaal verwandelte sich in ein Tollhaus. Stagediver im Dauerbetrieb, ein kochender Pit und eine Stimmung, in der sich Melancholie und Aggression perfekt ergänzten. Diese besondere Balance beherrscht kaum eine andere Band in dieser Konsequenz.

Der letzte Akkord

Am Ende blieb eine verschwitzte, glückliche Masse zurück. Kein gewöhnliches Konzert, sondern eine emotionale Reinigung. Bleibt zu hoffen, dass Counterparts Berlin nicht lange warten lassen und im Sommer mit einer ordentlichen Portion Festivalshows zurückkehren. Dieser Sound gehört auf große Bühnen.

Ein Abend, der eindrucksvoll gezeigt hat, warum Counterparts zu den wichtigsten Hardcore-Acts der Gegenwart zählen.

Und wie immer gilt: Auf Kuma! (Die Insider wissen Bescheid.)

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Maximilian Greif

Maximilian Greif: Konzertfotograf aus Berlin & Gastfotograf beim Paranoyd Magazin. Er fängt die Energie der Berliner Clubszene in authentischen und dynamischen Live-Bildern ein.

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