Broilers: 35 Grad, viele Songs und eine kochende Batschkapp

Broilers vor begeistertem Publikum © Kevin Richter

Wenn die Düsseldorfer Punk-Urgesteine Broilers zu ihrer „Warming Up!“-Tour rufen, darf ein ordentliches Warm-up natürlich nicht fehlen. Bevor es im Sommer auf die großen Open-Air-Bühnen geht, stehen zunächst einige exklusive Clubshows auf dem Programm. Eine davon führte die Band in die restlos ausverkaufte Frankfurter Batschkapp – und das bei hochsommerlichen 35 Grad Außentemperatur.

Aufwärmprogramm mit Drei Meter Feldweg

Zum Aufwärmen gaben sich Drei Meter Feldweg die Ehre und forderten die ausverkaufte Batschkapp trotz der Hitze zum „Aufwärmsport“ auf. Ab in die Hocke und springen, was das Zeug hielt. Das Quintett aus der Lüneburger Heide wusste genau, wie man das Publikum innerhalb von nur 30 Minuten perfekt auf einen Headliner wie die Broilers vorbereitete. Mit viel Humor holten Drei Meter Feldweg alles aus sich und den Fans heraus. Am Ende stand ein rundum gelungener Auftritt, der das Publikum bestens auf den Hauptact einstimmte.

Hitzeschlacht mit den Broilers

Nach einer kurzen Umbaupause betraten schließlich die Broilers rund um Frontmann Sammy Amara die Bühne. Ein Blick auf die ausgelegten Setlisten machte sofort klar: Das würde kein kurzer Abend werden. Mit insgesamt 30 Songs ließ die Setlist keine Zweifel daran, dass ein langer Konzertabend bevorstand.

Mit „Zurück zum Beton“ und einer Konfettikanone startete das Set, und die Band versprühte von der ersten Minute an beste Laune und pure Feierstimmung. Die Fans sangen von Beginn an lautstark mit, und bei „Schwer Verliebter Hooligan“ flogen bereits die ersten Crowdsurfer über den Bühnengraben, wo sie von der gut aufgestellten Security sicher aufgefangen wurden. Ein großes Lob ging an das Sicherheitspersonal, das die Lage jederzeit im Griff hatte und zudem Wasser verteilte, damit bei den hohen Temperaturen niemand kollabierte.

Die Setlist entpuppte sich als echtes Best-of-Programm. Angesichts der hochsommerlichen Temperaturen glich der Abend für Band und Publikum beinahe einem Marathon. Mit Klassikern wie „Gib das Schiff nicht auf“, dem Medley aus „Wenn Du jetzt denkst“, „Antiantianti“, „Dumm & Glücklich“, „Nur die Nacht weiß“ und „Heute schon gelebt“, „Ist da jemand“ sowie „Nur nach vorne gehen“, das gegen Ende des Konzerts gespielt wurde, war für nahezu jeden Broilers-Fan etwas dabei. Gerade dieser Song dürfte bei den kommenden Stadion-Open-Airs erneut für emotionale Momente und zehntausende leuchtende Handylichter sorgen.

In der Batschkapp blickte man an diesem Abend nahezu ausschließlich in zufriedene Gesichter. Bereits jetzt in Frankfurt zeigten die Broilers, dass sie für ihre Sommertour bestens gerüstet sind. Die zusätzlichen Bläser verleihen den Ska-beeinflussten Songs live noch mehr Dynamik und sorgen für eine besondere Atmosphäre. Diese Clubshow macht Lust auf die bevorstehenden Open-Air-Konzerte und zeigte eindrucksvoll, dass die Broilers auch im Sommer 2026 nichts von ihrer Live-Stärke eingebüßt haben.

Broilers Setlist: Alle Songs aus der Batschkapp Frankfurt

  1. Zurück zum Beton
  2. Wo es hingeht
  3. Schwer verliebter Hooligan
  4. Meine Familie
  5. Gib das Schiff nicht auf!
  6. Paul der Hooligan
  7. In ein paar Jahren…
  8. Harter Weg (Go!)
  9. Lofi
  10. Wie weit wir gehen
  11. Alice und Sarah
  12. Die Beste aller Zeiten
  13. Medley: Wenn Du jetzt denkst / AntiAntiAnti / Dumm und Glücklich / Nur die Nacht weiß / Heute schon Gelebt
  14. Ihr da oben
  15. Nach Hause kommen / Zurück zu mir
  16. Ich brenn'
  17. Bar / Hungry Heart / Excited
  18. In 80 Tagen um die Welt
  19. Held in unserer Mitte
  20. rpm
  21. Ist da jemand?
  22. Singe, seufze & saufe
  23. Ruby Light & Dark
  24. Nicht alles endet irgendwann
  25. Nur nach vorne gehen
  26. Tanzt du noch einmal mit mir
  27. Cigarettes, Whiskey, and Wild, Wild Women (Sons of the Pioneers Cover)
  28. Bitteres Manifest
  29. Meine Sache
  30. Blume

Broilers

Drei Meter Feldweg

kevin

Kevin Richter

Kevin, Fotograf und Redakteur für das Paranoyd Magazin. Er blickt auf eine fundierte Erfahrung durch die Zusammenarbeit mit diversen Musikmagazinen zurück und ist derzeit festes Mitglied der Paranoyd-Redaktion. Kevin verbindet den geschulten Blick für den Moment mit journalistischer Präzision, um authentische Konzertberichte und visuell beeindruckenden Content für die Szene zu schaffen.

Paranoyd Magazin