Black Label Society verwandeln den Schlachthof Wiesbaden in eine Metalmesse

Black Label Society bei der Show im Scheinwerferlicht © Kevin Richter

Wiesbaden 02.08.2026: Wenn Gitarrenlegende und Ozzy Osbournes langjähriger Gitarrist Zakk Wylde mit seiner eigenen Band Black Label Society Clubshows spielte, war man besser schnell beim Ticketkauf. Im Rahmen der Festivals spielten BLS ein paar Clubshows, so auch im Schlachthof Wiesbaden, und die Tickets waren schon ziemlich schnell nach der Ankündigung vergriffen. Mit Thrown Into Exile und Sacred Reich gab es aber auch ein grandioses Line-up und die hochsommerlichen 35 Grad hielten niemanden davon ab, die Halle zu füllen.

Volle Halle trotz Wacken

Obwohl zeitgleich der letzte Tag des Wacken Open Airs war und natürlich viele Metalheads dort waren, war der Schlachthof ausverkauft. Als Thrown Into Exile gegen 19:00 Uhr die Bühne betraten, war im Schlachthof zwar noch etwas Luft, das hielt das US-amerikanische Quintett aber nicht davon ab, von Minute eins an Vollgas zu geben und die Haare fliegen zu lassen. Sänger Joshua Davidson hatte optisch leichte Will-Ramos-Vibes, stilistisch waren Thrown Into Exile aber nicht im Deathcore, sondern im Melodic Death Metal unterwegs.

Auch klassische Thrash-Einflüsse konnte man durchaus in ihrem Sound hören. In ihrem 30-minütigen Set spielten sie aufgrund der Länge der Songs nur fünf Lieder, wurden aber ordentlich abgefeiert, auch wenn die geplante Wall of Death aufgrund von Kommunikationsschwierigkeiten ein wenig misslang. Es wusste keiner, wann er oder sie loslaufen sollte.

Thrash-Metal-Energie

Nach einer kurzen Umbaupause kamen die Thrash-Legenden von Sacred Reich auf die Bühne. Die Band rund um Sänger und Bassist Phil Rind und Gitarrist Wiley Arnett gab es seit 1985 und Songs wie „Who’s to Blame“ hatten Kultstatus. Dementsprechend wurde Sacred Reich auch schon fast wie ein Headliner im nun nahezu vollständig gefüllten Schlachthof gefeiert. Außerdem waren Sacred Reich in bester Spiellaune und zelebrierten ihr 40-minütiges Set. Gitarrist Joey Radziwill war ein Meister des Grimassenschneidens. Seine Gesichtsakrobatik war schon sehr witzig anzusehen, aber er hatte unfassbar viel Spaß auf der Bühne.

Die Messe von Reverend Zakk

Endlich fiel der Vorhang mit dem typischen Totenschädel-Logo von Black Label Society und wie nicht anders zu erwarten flogen Zakk Wyldes Haare von links nach rechts, während die Band „Funeral Bell“ als Einstieg ins Set spielte. Black Label Society zeigten, warum sie so beliebt sind. Hier gab es kein Durchschnaufen, keine großen Ansagen – es wurde eine Metalmesse gehalten, mit den Bandmitgliedern als Reverends und den Zuschauern als „Gläubige“. Auch die Crowdsurfer ließen nicht lange auf sich warten.

Dementsprechend stellte Zakk die Band auch vor „In This River“, das er am Klavier spielte, als „Reverends“ beziehungsweise „Fathers“ vor. Neben „In This River“ wurde es beim vorletzten Song noch einmal ruhig. „Ozzy’s Song“ war eine Hommage an die verstorbene Metallegende und den langjährigen Weggefährten Ozzy Osbourne. Mitten im Set gab es außerdem noch „No More Tears“ als Cover, um Ozzy zu ehren.

Nach knapp 75 Minuten endete das Set mit „Stillborn“ und die Fans verließen glücklich und zufrieden den Schlachthof. Wieder einmal war es ein toller Metalabend mit tollen Bands und einer wie immer sehr starken Security im Schlachthof.

Black Label Society

Sacred Reich

Thrown Into Exile

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Kevin Richter

Kevin, Fotograf und Redakteur für das Paranoyd Magazin. Er blickt auf eine fundierte Erfahrung durch die Zusammenarbeit mit diversen Musikmagazinen zurück und ist derzeit festes Mitglied der Paranoyd-Redaktion. Kevin verbindet den geschulten Blick für den Moment mit journalistischer Präzision, um authentische Konzertberichte und visuell beeindruckenden Content für die Szene zu schaffen.

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