Stuttgart, 12.03.2026: Im Club des Wizemann stand an diesem Abend alles im Zeichen des Progressive Metal. Mit technisch anspruchsvollen Songs, komplexen Arrangements und einer konzentrierten Atmosphäre lieferten BETWEEN THE BURIED AND ME ein intensives Konzerterlebnis, bei dem klar die musikalische Leistung im Mittelpunkt stand. Unterstützt wurden sie dabei von Monosphere, die den Abend mit einem kraftvollen Auftakt eröffneten.
Kurzfristig ergab sich für mich an diesem Abend ein spontaner Einsatz, da ein Kollege krankheitsbedingt ausfiel – gute Besserung an Benny. So führte mich der Weg ins Wizemann, wo ein Abend ganz im Zeichen des Progressive Metal stand.
Monosphere – kraftvoller Auftakt
Als ich den Club im Wizemann betrat, war der Auftritt der Vorband Monosphere bereits im vollen Gange. Leider bekam ich dadurch nur noch die letzten beiden Songs des Sets mit. Trotzdem reichte dieser kurze Eindruck aus, um zu merken, wohin die Reise an diesem Abend gehen sollte.
Der Club war zwar nicht ganz ausverkauft, doch das tat der Stimmung keinen Abbruch. Bei Progressive-Metal-Konzerten zeigt sich die Begeisterung ohnehin oft etwas anders: Statt wilder Party herrschen konzentriertes Zuhören, gelegentliches Headbangen und viele aufmerksam beobachtende Gesichter.
Monosphere heizten mit brachialen Vocals und druckvollen Riffs dennoch ordentlich ein und brachten das Publikum in die richtige Stimmung für das, was noch folgen sollte. Nach einem kurzen, routinierten Umbau war die Bühne bereit für den Headliner des Abends.
Between the Buried and Me – technische Klasse im Mittelpunkt
Mit einem epischen Intro betraten Between the Buried and Me schließlich die Bühne. Schon nach wenigen Sekunden war klar, warum die US-Band mit zu den spannendsten Vertretern des Progressive Metal zählt. Harte Riffs, komplexe Rhythmen und beeindruckende Growls eröffneten das Set und zogen das Publikum sofort in ihren Bann.
Auffällig war dabei, dass die Show komplett ohne große Effekte auskam. Keine überladene Lichtshow, keine riesigen LED-Wände – stattdessen stand ganz bewusst die musikalische Performance im Mittelpunkt. Und genau das funktionierte hervorragend.
Frontmann Tommy Rogers wechselte immer wieder zwischen Songs am Keyboard und Momenten direkt an der Bühnenkante, wo er mit seinen Vocals die Menge mitnahm. Die Band präsentierte sich dabei technisch präzise und eingespielt, wie man es von einer Gruppe erwartet, deren Musik von komplexen Songstrukturen und virtuosem Zusammenspiel lebt.
Ein Abend für echte Prog-Fans
Auch wenn das Wizemann an diesem Abend nicht vollständig ausverkauft war, kamen die anwesenden Fans voll auf ihre Kosten. Die Atmosphäre war konzentriert, respektvoll und gleichzeitig energiegeladen – genau die Mischung, die ein Progressive-Metal-Konzert ausmacht.
Am Ende blieb der Eindruck eines Abends, bei dem nicht große Showeffekte im Vordergrund standen, sondern das, worauf es bei Bands wie Between the Buried and Me wirklich ankommt: technische Klasse, musikalische Vielfalt und eine Performance, die ganz von der Leidenschaft der Musiker lebt.
Die Zuschauer, die den Weg ins Wizemann gefunden hatten, bekamen genau das – und gingen entsprechend zufrieden nach Hause.
Philipp Schadegg
Philipp Fotograf und Redakteur aus Fellbach. Für das Paranoyd Magazin begleitet er Konzerte und Festivals – authentisch, nah dran und unabhängig. Mit seinem erfahrenen Blick für die Live-Atmosphäre und unabhängigem Journalismus.




















