Gelsenkirchen, 09.07.2026. Alice Cooper ist ein echter Entertainer und verwandelt grundsätzlich seine Bühnen in eine komplette Theateraufführung. Die neue Show „Alice’s Attic“ machte da keine Ausnahme. Die Show machte einen von zwei Tour-Stopps in Deutschland, im Gelsenkirchener Amphitheater. Cooper ist und bleibt eine feste Säule der Rockgeschichte. Wir haben schon ein paar Shows erleben dürfen, aber er schafft es immer wieder, noch einen draufzusetzen.
Kleine, aber wichtige Neubesetzung in der Band
Die Band umfasst 2026 die langjährigen Bandmitglieder Chuck Garric (Bass), Ryan Roxie (Gitarre), Tommy Henriksen (Gitarre) und Schlagzeuger Glen Sobel sowie die neue Ergänzung, die 22-jährige Gitarristin Anna Cara (Ersatz für Nita Strauss während ihres Mutterschaftsurlaubs). Entdeckt wurde sie online von Tommy Henriksen mit ihren genialen Gitarrencovern von z. B. Jimi Hendrix oder Iron Maiden. Ihr Gitarrenspiel ist geprägt von technischer Präzision und Leidenschaft, die einen einfach mitreißt. Sie fügte den Songs gleichzeitig ein Stück ihrer Persönlichkeit und ihres eigenen Stils hinzu.
Die Setlist war komplett ausgewogen
Die Setlist brachte Cooper-Klassiker perfekt mit kleinen neuen Überraschungen (Gitarrensolo von Anna Cara oder dieses wunderbare Cover am Ende der Show, dazu später mehr) in Einklang. Songs wie „No More Mr. Nice Guy“, „I’m Eighteen“, „Feed My Frankenstein“ und „Poison“ versetzten die Fans von Anfang bis Ende völlig in den Party-Modus.

Neue Show, aber mit gewohnter Qualität
Das Bühnenbild hatte die gewohnte, wenn auch neu inszenierte Horror-Theatralik, totenkopfverzierte Bühnenrequisiten, Kostümwechsel und eine wahnsinnig riesige LED-Wand, die auch den hinteren Rängen die einzelnen Showelemente sauber wiedergab. Der Auftritt von Coopers Frau Sheryl Cooper während der theatralischen Köpfung beim Song „Second Coming / Going Home“ und ihrer Tanzeinlage zum Abschluss des Liedes war wie immer ein Highlight.
Die Party endet anders als erwartet
Und dann kam „School’s Out“, was den Platz vor der Bühne in eine riesige Party des Publikums verwandelte, natürlich komplett mit dem Ausschnitt von „Another Brick in the Wall (Part 2)“, der nahtlos in den Song integriert war, da nun alle das Ende der Show kommen sahen.
Aber falsch: Alice Cooper stellte das erste Mal das Ende der Show um. Jetzt wurde zur Überraschung aller ein Cover von Nirvanas „Smells Like Teen Spirit“ aufgeführt. Diese Song-Ikone zu covern, war schon riskant, aber die Band schaffte es mit ihrer Spielfreude und einem diebisch grinsenden Alice Cooper absolut, die Nummer sauber hinzulegen. Die Fans feierten es, und das ist die Hauptsache.
Die „Alice’s Attic“-Tour ist nicht nur Nostalgie pur
Die „Alice’s Attic“-Tour ist nicht nur Nostalgie pur, sie ist ein Beweis dafür, dass Alice Cooper sich immer noch weiterentwickelt und trotzdem alles liefert, was die Fans an seinem klassischen Schock-Rock-Sound so lieben.
Danke, Alice, für diese Performance mit 78 Jahren und diese Energie.
Alice Cooper Setlist 2026: Alle Songs aus Gelsenkirchen
- Hello, Hooray (Intro – Judy Collins Cover)
- Who Do You Think We Are
- Spark in the Dark
- No More Mr. Nice Guy
- House of Fire
- Billion Dollar Babies
- I'm Eighteen
- Muscle of Love
- Feed My Frankenstein
- Dirty Diamonds
- Caught in a Dream
- Hey Stoopid
- Dangerous Tonight
- Poison
- Guitar Solo (Anna Cara)
- Brutal Planet
- Ballad of Dwight Fry
- Cold Ethyl
- Only Women Bleed
- Second Coming / Going Home (Alice Cooper wird auf der Bühne geköpft)
- School's Out / Another Brick in the Wall, Part 2
- Smells Like Teen Spirit (Nirvana Cover)
- Under My Wheels
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