Unser Artist of the Month verbindet seit rund zehn Jahren harte Riffs mit großen Melodien und veröffentlicht im Januar 2027 ihr viertes Studioalbum
Blacktoothed stehen mittlerweile seit rund zehn Jahren auf den Bühnen des Landes und verstehen es wie kaum eine andere Band der Szene, Rock-, Pop- und Metal-Elemente zu einem stimmigen Gesamtbild zu vereinen.
Ihr Gespür für eingängige Melodien und harte Riffs stellte die Band bereits auf ihren bisherigen Alben Seeker (2018), Juli (2022, via Arising Empire) und Headway (2025, via Arising Empire) unter Beweis. Im Januar 2027 folgt mit Feral Bloom nun das nächste Kapitel. Die bisher veröffentlichten fünf Singles zeigen erneut die enorme musikalische Bandbreite der Band: Während Songs wie Monsters oder Tell Me I’m Not Alone mit atmosphärischen und melodischen Momenten überzeugen, schlagen Embers und Adrenaline deutlich härtere Töne an und bedienen sich verstärkt klassischer Metalcore-Elemente.
Auch live ist das Trio aus Leipzig äußerst aktiv und hat sich dadurch einen festen Platz in der deutschen Alternative- und Metalcore-Szene erspielt. Support-Shows für Miss May I, The Amity Affliction und The Ghost Inside sowie zahlreiche Festivalauftritte sprechen dabei für sich.
Blacktoothed über „Feral Bloom“ und den neuen Metalcore-Einfluss
Ich habe mit der Band (MATTI) über das neue Album, den Festivalsommer und die Pläne für die Zukunft gesprochen. Das Interview ist bereits im Juli entstanden.
Wir befinden uns gerade mitten im Festivalsommer. Die meisten Festivals liegen zwar bereits hinter euch, aber mit dem Summer Breeze steht noch ein echtes Highlight auf dem Programm. Wie habt ihr die bisherigen Festivals erlebt und wie groß ist die Vorfreude auf das Summer Breeze?
Ich muss sagen, dass ausnahmslos alle Festivals bisher richtig abgerissen haben, nicht nur von unserer Seite, aber die Leute hatten richtig Bock! Die neuen Singles machen scheinbar nicht nur uns enorm Spaß – das ist für uns Musiker:innen eigentlich die größte Freude. Enorm Glück hatten wir wohl auf dem Full-Rewind-Festival, dass wir aufgrund des ganzen Wetterchaos überhaupt performen konnten … Ist eben nicht alles schlecht daran, bei dieser Größe an Festival erst mal noch recht früh dran zu sein. Mit dieser Bombenstimmung schauen wir jetzt dem Summerbreeze entgegen und sind gespannt, ob es unseren Festival-Run noch einmal toppen kann!
In den vergangenen Monaten habt ihr in regelmäßigem Abstand neue Singles veröffentlicht und kürzlich wurde schließlich euer neues Album „Feral Bloom“ angekündigt, das im Januar 2027 erscheint. Worauf dürfen sich eure Fans besonders freuen?
Mein persönliches Highlight zieht sich eigentlich durch das ganze Album in Form des lyrischen Themas. Es ist ein wenig psychologisch, angelehnt an Carl Rogers und den personzentrierten Ansatz – ich kann natürlich jetzt an der Stelle keinen Deep-Dive machen, aber kurz gesagt geht es um emotionales Erleben, auch auf körperlicher Ebene, und darum, wie dieser Umgang damit unsere Beziehungen beeinflusst.
Hab derzeit so ’ne Phase, in der ich das Gefühl habe, viele Dinge werden einfach immer beschissener, und ich glaube, das geht auch anderen so. Ich möchte irgendwie helfen, und wenn es nur in der Form ist, dass ich durch die Musik vielleicht einen spannenden Gedanken anstoßen kann. Musikalisch ist’s entsprechend divers: Mal geht es um Vibe, mal um Brutalität. Wir haben uns definitiv dem Metalcore wieder angenähert!
Ich begleite euch schon seit längerer Zeit und habe die Gelegenheit genutzt, noch einmal durch eure Diskografie zu stöbern. Dabei ist mir aufgefallen, dass die neuen Singles stellenweise noch einmal eine ordentliche Portion härter klingen. Täuscht dieser Eindruck oder würdet ihr sagen, dass ihr den Metalcore-Einfluss auf dem neuen Album bewusst stärker in den Vordergrund gerückt habt?
Ja, das passt eigentlich gut zur vorherigen Frage. Einmal kommt diese musikalische Spannweite, die wir ja in den vergangenen Alben schon etabliert haben und mit der Härte noch einmal ausweiten können, den Themen der Songs zugute. Heftigere Themen gleich heftigere Vocals und Gitarren, sozusagen. Ja, und außerdem bockt es, auch mal nicht die softeste Band auf den Shows zu sein, die wir so spielen.
Ein neues Album steht vor der Tür, gleichzeitig sind bislang keine Headline-Shows für den Herbst angekündigt. Dürfen sich die Fans 2027 auf eine Tour freuen?
Ganz direkt: Ja, die Fans dürfen sich freuen, mehr dazu in nicht allzu ferner Zukunft!
Zum Abschluss dürft auch ihr meine Lieblingsfrage beantworten: Wenn ihr euch etwas für die Death-, Hard- und Metalcore-Szene wünschen dürftet – was wäre das und warum?
Also erstens: Lasst alle bitte Artists mit diverseren Besetzungen noch mehr pushen! Das ist halt immer noch Realität, dass ich auf nem Full-Rewind-Festival als einzige Frau am Showtag auf der Bühne stehe – und bei anderen Shows erst einmal beweisen muss, dass ich Backstage gehen darf und nicht nur Freundin eines männlichen Bandmembers bin. So was kommt davon, leider. Zweitens: Es gibt supergeile, talentierte Grafikdesigner, Musiker:innen etc., also fick KI! Dankii.
Ihr habt richtig Bock auf Blacktoothed bekommen? Dann checkt unbedingt mal den Vorverkauf für die neue Platte HIER aus und hört in die German Metalcore Playlist rein.
Lasst uns gerne auf Instagram wissen, wen wir als Nächstes als ‘Artist of the Month’ präsentieren sollen.
Yves // LEYKA
Leyka
LEYKA ist eine aufstrebende Formation, die sich seit ihrer Gründung im Jahr 2022 einen festen Platz in der Szene erarbeitet hat. Die Band, bestehend aus Tom, Phil, Knaule, Fabri und Yves, steht für einen intensiven Sound, den sie bereits auf zwei beachtlichen Veröffentlichungen manifestiert haben. Mit ihrer Debüt-EP „Requiem“ (2023) und dem Nachfolger „Resurrection“ (2024) beweisen LEYKA ein feines Gespür für Atmosphäre und musikalische Weiterentwicklung.

