Seit über 15 Jahren war das letzte Juni-Wochenende fest für eine andere Institution in meinem Kalender reserviert: das (With) Full Force Festival. Doch 2025? Fehlanzeige! Eine Lücke tat sich auf, die es zu füllen galt. Und so kam das Vainstream Festival in den Fokus. Mit einem sauberen Line-up, kompakt auf zwei Tage verteilt, versprach es ein guter Ersatz zu werden. Und ja, auch wenn die alte Liebe Full Force immer noch ein bisschen schmerzt – das Vainstream hat geliefert!
Also Taschen (und Kamera) gepackt und zack – auf nach Münster!
Das Festivalgelände in Münster hat uns mit offenen Armen empfangen (der wohl schönste Parkplatz der Welt), und schnell war klar: Das hier wird ein Fest! Meine Kamera war geladen, das Bier kalt und dann ging es auch schon los mit einem wilden Festival Wochenende.
Etwas stark durchgetaktet – 15 Bands an 2 Tagen – doch ein Festival soll sich ja auch lohnen!
Die ersten Töne gehörten PALEFACE SWISS, die mit ihrer explosiven Wucht direkt für den ersten Adrenalinkick sorgten. Kurz darauf zogen POLARIS nach und knallten ihre harten, aber schönen Songs aus den Boxen. Brachiale Härte trifft auf Singalongs! Während der Show gab es mehrere medizinische Notfälle, doch Publikum, Band, Securities und auch Sanitäter haben extrem schnell reagiert.

Es folgten weitere Brecher – wie z. B. TERROR. Die Energie, die von der Band ins Publikum schwappte, war absolut ansteckend – man konnte aber fühlen, wie sehr Frontmann Scott Vogel sich eine Show ohne Barriere gewünscht hätte. #morestagedives
Und das Wetter? Besser hätte es nicht sein können! Der Freitag und der Samstag waren wie gemacht für ein Festival: nicht zu warm, kein Regen, ein paar Wolken und angenehmer Wind, und die Sonne hat sich auch immer wieder blicken lassen. Das Resultat war sogar ein kleiner Sonnenbrand – der beste Beweis für echtes Festival-Wetter!
Der Co-Headliner des Abends waren A DAY TO REMEMBER, die die Massen mit ihrer Mischung aus Hardcore und Pop-Punk zum Ausrasten brachten. Was für ein Brett! Jeder Song ein Hit, und die Menge verwandelte sich in ein einziges, hüpfendes Meer!
Danach war es Zeit für eine Legende: BULLET FOR MY VALENTINE. Die Briten lieferten ein Feuerwerk ab, wie man es von ihnen kennt – präzise, druckvoll und voller Energie.
Festivalwochenende in Münster: Hardcore, Sonnenbrand und pure Emotion
Nun wirklich nicht der schlechteste Headliner der Musikgeschichte – eine gute Stunde voller Hits des ersten Albums (das ganze Album war ein Hit). Von “Hand of Blood” bis zu “Tears don´t fall” – alles dabei, alles mitgesungen und am Ende etwas heiser gewesen!
Da das Line-up sich gut auf die zwei Tage verteilt hat, wurde es auch am Samstag nicht langweilig und ging wieder recht früh los. Der Tag startete mit Stray from the Path, das heißt: laute Gitarren, wilde Bühnenshow und ein extrem sympathischer Frontmann – nur so viel: das Publikum hat es mehr als gebührend gefeiert.
Es folgten weitere Perlen wie Currents, Stick to your Guns (her mit den Breakdowns) und THE GHOST INSIDE, die mit ihrer unglaublichen Geschichte und ihrer mitreißenden Performance für Gänsehautmomente sorgten.
LANDMVRKS legten mit ihrer modernen Härte vor und haben vermutlich den Crowdsurf Weltrekord aufgestellt. Eine wilde Show!

Da die Driveways Show auf der Clubbühne leider vollkommen überfüllt war, mussten wir uns mit Hatebreed aka das Moshpit Inferno und ein paar kalten Bieren ablenken. Prädikat: besonders gut! Jamey Jastas Ansagen waren wie immer auf den Punkt und peitschten die Menge zu Höchstleistungen an. #destroyeverything
Kurz danach ließen YELLOWCARD die Herzen höherschlagen, mit ihren Ohrwürmern und dem einzigartigen Geigensound. Ein bisschen Nostalgie, die perfekt ins Konzept passte. Eine äußerst sympathische Band!
Der Abend endete mit meinem persönlichen Highlight: FEINE SAHNE FISCHFILET!
Die Jungs lieferten wie immer eine Show voller Leidenschaft und Bengalos und Bierduschen ab. Die Menge grölte jedes Wort mit, und die Energie war elektrisierend. Der Frontmann und Rampensau Monchi war sichtlich gerührt von dieser Show und nahm direkt beim zweiten Song des Konzerts ein Bad in der Menge!
Das Vainstream 2025 hat bewiesen, dass es viel mehr als nur ein Lückenfüller ist. Es hat seine eigene, ganz besondere Energie und bietet ein Line-up, das keine Wünsche offen lässt. Die weite Reise und der kleine Sonnenbrand waren es definitiv wert. Manchmal muss man eben loslassen, um etwas Neues zu entdecken – und das Vainstream hat sich als würdiger Nachfolger erwiesen.
PS: Es gab hervorragendes veganes Essen!


































































