Aus purer Liebe zur Musik geboren, hat sich das TROUID Fest in nur fünf Jahren vom pandemiebedingten Notnagel zum kultigen Open Air der ostdeutschen Metalszene entwickelt. Was 2020 mit Zelt, Abstand und Auflagen begann, war nie als großes Festival geplant, sondern als beherzter Akt der Leidenschaft. Doch genau diese Liebe zur Szene, zur Lautstärke und zum gemeinsamen Ausrasten ist es, die das Trouid Fest von Anfang an geprägt hat.
Am 05.07.2025 feierte das Festival nun seine fünfte Ausgabe, mit acht handverlesenen Bands, kaltem Bier, Campingstühlen, Klobürsten auf der Bühne und einer Crowd, die ganz genau weiß, wie man mit Herz und Härte feiert.
Volles Brett von Anfang an – Die Running Order
Das Line-up versprach von Anfang an keine Verschnaufpause. Ab 14:30 Uhr ging’s los, pünktlich und mit ordentlich Schub:
FIIIiIX (14:30 – 15:15)
Morbid Enema (15:40 – 16:25)
Final Sequence (16:50 – 17:35)
Plasma Jet (18:00 – 19:00)
Ravenpath (19:25 – 20:25)
The Rest Of Us Is Dead (20:55 – 21:55)
Gernotshagen (22:25 – 23:25)
Avataria (00:00 – 01:15)
Der Opener: FIIIiIX – Industrial-Kälte trifft auf Früh-Hitze
FIIIiIX eröffneten das Festival mit einer Mischung aus Industrial und düsterem Elektro-Metal. Trotz früher Uhrzeit sorgten sie mit hämmernden Beats und verzerrtem Sound für Gänsehaut und erste Nackenschmerzen. Wer da noch nicht da war, war selbst schuld.
Morbid Enema – Deathgrind mit Klobürste

Schon allein der Anblick des Bühnenbilds sorgte für Schmunzeln und Respekt: Klobürsten als Mikrostativ und ein Frontmann, der sowohl stimmlich als auch auf der Bühne keine Gefangenen machte. Morbid Enema lieferten eine irre Mischung aus Slapstick und Blastbeats, der perfekte Beweis, dass extrem harter Sound und Humor kein Widerspruch ist, sondern wahre Liebe.
Final Sequence – Melodisch, modern, massiv
Mit einer Guten gespielten Show und modernen Metalcore-Elementen überzeugten Final Sequence durch eine energetische Performance. Der Gitarrensound war gut, der Gesang emotional, und das Publikum ging mit. Ein starker Beweis, wie viel Qualität auch im Underground steckt.
Plasma Jet – Groove und Charisma
Plasma Jet brachten die Meute zum Tanzen, mit Groove-Metal, starken Refrains und ordentlich Charisma. Besonders auffällig: Die Interaktion mit dem Publikum. Hier wurde gefeiert, als gäbe es kein Morgen. Spätestens jetzt war klar: Dieser Abend wird legendär.
Ravenpath – Klassischer Melodic Death mit Seele

Mit technischer Präzision und einem tiefen Verständnis für Melodic Death Metal zeigten Ravenpath ein wahres Soundgewitter. Doppelläufe, Growls und Soli verschmolzen zu einer dichten Atmosphäre, Gänsehaut pur, besonders bei den epischen Zwischenteilen. Wie viel Liebe in ihrer Musik steckt, zeigten sie allen.
The Rest Of Us Is Dead – Die Gastgeber zeigen, wie es geht
Als Namensgeber und Mitbegründer des Festivals durften TROUID natürlich nicht fehlen. Ihr Set war ein absolutes Highlight: ein Querschnitt aus Aggression und Emotion. Der Heimvorteil war spürbar, die Crowd feierte jede Note.
Gernotshagen – Pagan Power auf höchstem Niveau
Wenn Gernotshagen auf die Bühne treten, weht ein Hauch von Mystik und nordischer Legende durch die Luft. Die Pagan-Metal-Band bot ein kraftvolles Set mit viel Atmosphäre, epischen Melodien und ordentlich Druck – wie ein Soundtrack für das nächste Ragnarök.
Zum Schluss spielten AvatariA eine Mischung aus Gothic, Black und Death Metal.
Fazit:
Ein kleines, liebevoll organisiertes Festival mit ganz viel Herz für die Szene. Das Trouid Fest lebt von seiner familiären Atmosphäre, der Nähe zu den Bands und der spürbaren Liebe zur Musik. Genau solche Veranstaltungen halten die Szene am Leben – ehrlich, laut und voller Leidenschaft.
Unterstützt die kleinen Open Airs – sie sind das Herzstück unserer Musikkultur!
Rockige Grüße, Adriane
FIIIIIXI
Morbid Enema
Final Sequence
Plasma Jet
Ravenpath
The Rest Of Us Is Dead
Gernotshagen
Adriane Vogelgesang
Adriane ist Redakteurin und Fotografin für das Paranoyd Magazin. Sie berichtet leidenschaftlich über Rock, Punk & Metal und ist von Anfang an beim Paranoyd Magazin dabei. Adriane liefert authentische Konzertberichte, Fotos sowie fundierte Reviews und ist bekannt für ihre kritische und unabhängige Berichterstattung, die immer nah am Geschehen in der Szene bleibt.






































































