In seiner 29. Ausgabe bot das Summer Breeze ein Festival der Extreme: extreme Hitze, extremer Staub, extreme Musik, extreme Stimmung! 50.000 Metalfans feierten die Musik von Blasmusik bis Black Metal. Mit den Headlinern In Flames, Hatebreed, Lamb of God, Arch Enemy, Saxon, Eisbrecher, Alestorm und Helloween hatte das Breeze auch dieses Jahr wieder ordentlich Munition im Schrank!
Vom kleinen Provinzfestival zu einem der größten Metalfestivals in Europa gewachsen, war klar: Die Organisation musste mitwachsen. Durch die Anreiseslots, die man sich im Vorfeld mitsamt seinem Parkticket buchen musste, wurde die Anreise sehr entzerrt und angenehm.
Dienstag, 11. August 2026: Ghetto Justice betraten als erste Band die Bretter der Campsite-Circus-Stage des Summer Breeze und eröffneten für alle Frühangereisten das Festival gemeinsam mit Die Habenichtse, Motorjesus und den Lokalmatadoren Hackneyed. Man spürte bereits die Energie der Fans. Sie hatten Bock!
Mittwoch: Blasmusik, Grindcore und große Headliner
Am Mittwoch öffnete dann nachmittags endlich das Infield seine Tore für die Metaller und das Festival startete standesgemäß mit der Blaskapelle Illenschwang auf der T‑Stage. Blaskapelle? Ja, es gibt nichts, was einen Metalfan vom Rudern, Headbangen oder Moshen abhält!
Excrementory Grindfuckers sorgten anschließend mit ihrem völlig durchgeknallten Grindcore für die erste ordentliche Portion Chaos. Zwischen brachialen Riffs, absurden Texten und jeder Menge schwarzem Humor bewiesen die Jungs einmal mehr, dass Grindcore nicht immer bierernst genommen werden muss. Das Publikum nahm den Wahnsinn dankbar an und verwandelte den Platz vor der Bühne in eine staubige Abrisszone.
Betontod brachten anschließend ihre Mischung aus Punkrock und Deutschrock auf die Bühne. Mitsingen war hier praktisch Pflicht und spätestens nach den ersten Songs war klar, dass die Rheinberger genau wussten, wie man ein Festivalpublikum abholt. Zwischen Pogo, gereckten Fäusten und lauten Chören entstand eine ausgelassene Festivalstimmung.
Airbourne sorgten danach für klassischen Rock’n’Roll mit ordentlich Druck. Die Australier ließen sich nicht lange bitten und feuerten ihre energiegeladenen Songs ins Publikum. Schweiß, Staub und viel Bewegung vor der Bühne – genau die richtige Mischung für einen Summer-Breeze-Nachmittag.
Parallel frönten die Jungs der King Nugget Gang auf der Tool Rebel Stage ihrem Hang zu Fast-Food-Produkten und zauberten den moshenden Fans mit dem Anti-Avocado-Song ein Grinsen ins Gesicht.
Um 21:05 Uhr wurden auf der Main Stage bereits die ersten Bands für das Jubiläumsfestival angekündigt. Dazu aber später mehr.
Weitere Highlights des Tages waren die Goth-Metaller von Paradise Lost, die als echte Urgesteine der Szene die T-Stage headlinten.
Als erster Headliner des Festivals gaben sich die Melodic-Death-Größen In Flames die Ehre. Mit brachialem Sound und abwechslungsreicher Setlist begeisterten sie 90 Minuten lang das Publikum. Von „Colony“ über „The Quiet Place“, „Cloud Connected“, „Artifacts of the Black Rain“ und „Trigger“ bis zu „Only for the Weak“ – für jeden war etwas dabei! Das Bühnenbild, das mich etwas an die Welt von „Matrix“ erinnerte, unterstrich die Show sehr gut.
Während man die Umbaupause auf der Mainstage mit Castle Rat auf der Tool Rebel Stage verbringen konnte, richteten sich Hatebreed ein. Diese starteten direkt mit einem ihrer Hits: „I Will Be Heard“! Der Moshpit öffnete sich und Staubwolken stiegen zum Himmel. Für die hinteren Reihen verschwand die Bühne zeitweise im Dunst der umherwirbelnden Metaller. Was für eine Energie!
Komplettes Kontrastprogramm danach bei Alcest: ruhiger, melancholischer, emotionaler Post-Black-Metal. Die Franzosen ließen das Publikum in eine andere Welt eintauchen: Die Bühne war in sanftes, warmes Licht getaucht, Nebelschwaden quollen unter der Bühne hervor und im Publikum herrschte Stille. Mit dieser magischen Stimmung wurden die Fans in die Dinkelsbühler Nacht entlassen.
Donnerstag: Metalcore, Überraschungen und Heavy-Metal-Legenden
Der Donnerstag startete direkt mit einem Highlight: Our Promise auf der Mainstage. Die Jungs aus Stuttgart brachten bereits am frühen Donnerstag ordentlich Energie auf die Bühne. Mit ihrem modernen Metalcore, druckvollen Breakdowns und eingängigen Melodien schafften sie es trotz der frühen Uhrzeit, das Publikum ordentlich in Bewegung zu bringen. Ein gelungener Start in den zweiten Festivaltag!
From Fall to Spring setzten anschließend auf eine Mischung aus Metalcore, Rap und elektronischen Elementen. Die moderne Ausrichtung der Band passte perfekt auf die große Mainstage und sorgte für ordentlich Bewegung im Publikum. Besonders die Mischung aus aggressiven Shouts und eingängigen Refrains kam bei den Festivalbesuchern gut an.
Alien Ant Farm brachten anschließend ein Stück 2000er-Nostalgie nach Dinkelsbühl. Natürlich durfte auch der große Hit „Smooth Criminal“ nicht fehlen. Die Kalifornier zeigten dabei, dass ihr Alternative Rock auch nach all den Jahren nichts von seinem Charme verloren hatte, und sorgten für zahlreiche textsichere Fans vor der Bühne.
Um 15 Uhr stand dann ein weiterer Höhepunkt an. Die Australier Northlane, die für ihre einzigartige Mischung aus Djent und Metalcore bekannt sind, zerlegten die Mainstage mit ihrem brachialen, tiefen Sound!
Kim Dracula lieferte anschließend einen der wohl ungewöhnlichsten Auftritte des Tages. Zwischen Metal, Industrial, Pop und einer gehörigen Portion Glamour war eigentlich alles dabei. Der Australier machte aus der Bühne seine ganz eigene Spielwiese und sorgte damit für reichlich erstaunte, aber auch begeisterte Gesichter im Publikum.
Nicht so düster, sondern eher bunt präsentierten sich Rectal Smegma, die mit grunzendem Grindcore at its best die animalische Seite des Publikums zum Vorschein brachten.
Imminence zeigten anschließend, wie emotional und gleichzeitig brachial Metalcore sein konnte. Mit ihrem charakteristischen Einsatz der Violine verbanden die Schweden harte Breakdowns mit wunderschönen, atmosphärischen Melodien. Ein Auftritt, der deutlich machte, warum die Band mittlerweile zu den spannendsten Vertretern des modernen Metalcore gehört.
Als Surprise-Act des Donnerstags sorgten anschließend Saltatio Mortis auf der T-Stage für eine echte Überraschung. Die Mittelalter-Rocker ließen sich nicht lange bitten und verwandelten die Bühne innerhalb kürzester Zeit in eine riesige Party. Mit ihrer Mischung aus druckvollem Rock, mittelalterlichen Instrumenten und jeder Menge Energie hatten sie das Publikum sofort auf ihrer Seite. Die Stimmung vor der T-Stage war ausgelassen, überall wurde getanzt, gesungen und gefeiert. Saltatio Mortis lieferten eine absolute Mega-Show ab und bewiesen einmal mehr, dass ihre Musik auch perfekt auf das Summer Breeze passt. Ein Überraschungsauftritt, der definitiv in Erinnerung bleiben wird!
Saxon lieferten anschließend genau das, was man von einer echten Heavy-Metal-Legende erwartet: klassische Riffs, große Hymnen und viel Erfahrung. Biff Byford und seine Mannschaft bewiesen eindrucksvoll, dass Alter im Metal absolut keine Rolle spielt. Bei Songs wie „Wheels of Steel“ und „Princess of the Night“ wurde gemeinsam gebangt und gefeiert.
Eisbrecher übernahmen danach die Mainstage und brachten ihre Neue Deutsche Härte nach Dinkelsbühl. Mit brachialen Gitarren, elektronischen Elementen und der markanten Stimme von Alex Wesselsky wurde die Bühne ordentlich zum Beben gebracht. Das Publikum nahm die Mischung aus Härte und Industrial-Sound dankbar an.
Mushroomhead sorgten anschließend auf der T-Stage für einen weiteren absoluten Höhepunkt des Tages. Die US-Amerikaner überzeugten mit ihrer Mischung aus Industrial Metal, düsteren Sounds und einer beeindruckenden Bühnenshow. Zwischen Masken, Licht und wuchtigem Sound entstand eine ganz eigene Atmosphäre, die das Publikum sofort in ihren Bann zog. Ein Auftritt, der wirklich mega war und eindrucksvoll zeigte, warum Mushroomhead auch nach all den Jahren nichts von ihrer Faszination verloren haben.
Während der Großteil des Festivals zu Neuer Deutscher Härte die Mähne schüttelte, wurden auf der T-Stage keine Gefangenen gemacht. Fit for an Autopsy lieferten wie immer, wofür sie antraten: bedingungslosen Deathcore zwischen groovigen Riffs und Blastbeats.
Amorphis setzten anschließend auf der Mainstage einen weiteren musikalischen Höhepunkt. Die Finnen verbanden melodischen Metal mit progressiven und atmosphärischen Elementen und schufen damit eine ganz eigene Stimmung. Mit ihrer abwechslungsreichen Setlist und der charismatischen Stimme von Tomi Joutsen zogen sie das Publikum in ihren Bann und lieferten einen rundum starken Auftritt ab.
Nachdem Amorphis auf der Mainstage noch für viele ein weiteres Highlight dargestellt hatten, trumpften auf der Tool Rebel Stage Groza mit ihrem feinen Black Metal auf. Ganz in Schwarz gehüllt, schufen die deutschen Black Metaller eine mystische, geheimnisvolle Stimmung. Klar, die Idee des Verhüllens ist unter Bands sicherlich keine spektakulär neue Idee, passend war es trotzdem. So erinnerten die Musiker an die Nazgûl aus „Herr der Ringe“.
Wem das an diesem Tag bislang nicht genug war, konnte den Abend bei D’Artagnan oder bei der 90ies-Party ausklingen lassen.
Freitag: Metalcore, Party und die großen Headliner
Zum morgendlichen Aufweckprogramm luden am Freitag Setyøursails. Die Kölner Band brachte mit ihrem modernen Metalcore bereits früh am Tag ordentlich Energie auf die Bühne. Sängerin Jules Mitch überzeugte mit einer Mischung aus kraftvollen Shouts und eingängigen Cleanvocals, während die Band mit druckvollen Riffs und treibenden Breakdowns für ordentlich Bewegung im Publikum sorgte. Trotz der frühen Uhrzeit war vor der Bühne bereits einiges los und Setyøursails erwiesen sich als perfekter Weckruf für den Festivaltag.
Nanowar of Steel sorgten anschließend für die gewohnt humorvolle Seite des Metals. Die Italiener verbanden musikalisches Können mit einer gehörigen Portion Selbstironie und bewiesen einmal mehr, dass Metal und Humor hervorragend zusammenpassen. Vor der Bühne wurde gelacht, gesungen und natürlich trotzdem ordentlich gebangt.
Darauf folgten auf der Mainstage die leicht deplatzierten Mädels und Jungs vom Lumpenpack. „Wir sind das Lumpenpack und machen ab jetzt Metal!“ Offensichtlich waren sie von ihrer Buchung ebenso überrascht wie die Besucher des Summer Breeze. Trotzdem schafften sie es, die Fans für sich zu gewinnen, und legten einen klasse Auftritt hin.
Dass Female-Fronted Metal nicht nur bei Jinjer, Arch Enemy und Co. funktioniert, stellten Future Palace unter Beweis. Die charismatische Sängerin Maria Lessing schaffte es auch diesmal, das Publikum mit ihrer Mischung aus Clean- und Harshvocals abzuholen.
Brothers of Metal brachten anschließend eine gehörige Portion nordische Mythologie und epischen Power-Metal auf die Mainstage. Mit großen Melodien, mächtigen Riffs und einer beeindruckenden Bühnenpräsenz sorgten die Schweden für ordentlich Bewegung. Ihre Mischung aus Härte und Pathos passte perfekt in die Festivalatmosphäre.
The Butcher Sisters verwandelten die Mainstage anschließend in eine riesige Party. Rap, Metal, Hardcore und jede Menge Blödsinn trafen aufeinander und sorgten dafür, dass vor der Bühne kaum jemand stillstehen konnte. Die Jungs bewiesen einmal mehr, dass sie vor allem eines können: eine verdammt gute Party veranstalten.
Erdling sorgten anschließend auf der Wera Tool Stage für eine ordentliche Portion Neue Deutsche Härte. Mit druckvollen Gitarren, elektronischen Elementen und ihrem markanten Sound brachten sie ordentlich Bewegung vor die Bühne. Die Mischung aus Härte und eingängigen Melodien kam beim Publikum bestens an und bot einen gelungenen Kontrast zum bunten Treiben auf der Mainstage.
Während sich auf der T-Stage die Death-Metaller Deicide, die musikalischen Wunderkinder von Unprocessed und die Hardcore-Titanen Terror die Klinge in die Hand gaben, wurde auf der Mainstage der Weg zum Headliner geebnet.
The Ghost Inside legten mal wieder eine Bühne in Schutt und Asche! Mit einer guten Mischung aus alten und neuen Songs bretterten die Jungs aus L. A. durch ihr Set. Bei „Aftermath“ lief ein ziemlich ergreifendes Video mit Zusammenschnitten ihres Unfalls auf dem Backdrop, was auch dem Sänger Jonathan einen kurzen emotionalen Moment bescherte. Nach wie vor war es unfassbar, wie sich die Band nach so einem Schicksalsschlag zurückgekämpft hat!
Den Headliner-Block eröffneten die Urgesteine Lamb of God. Mit Feuer, einer perfekten Setlist, die alle Klassiker zu bieten hatte, und einem perfekten Sound feuerten die Männer um Randy Blythe die Menge an. Nach der Trennung von Chris Adler hatte die Band in nichts nachgelassen. Mit Art Cruz hatte die Band einen technisch ebenso versierten und dazu ausdrucksstärkeren Musiker gewonnen! Haare flogen bei „Redneck“, Staub wurde bei „Laid to Rest“ aufgewirbelt. Lamb of God boten alles, was man sich wünschen konnte! Metal in Reinform!
Ten56. sorgten anschließend auf der kleineren Bühne für kompromisslosen, modernen Metal. Die Franzosen brachten mit ihrem düsteren Sound und den wuchtigen Breakdowns ordentlich Bewegung in die Menge. Besonders die Mischung aus aggressiver Atmosphäre und brachialem Groove machte ihren Auftritt zu einem echten Geheimtipp des Tages.
„Ob sie auch so gut ist? Gut sieht se ja schon aus! Aber ob sie an Alissa herankommt?“ Lauschte man auf dem Gelände den Gesprächen, so war das ungefähr der O-Ton, wenn es um den Headliner am Freitag, Arch Enemy, ging. Nach der Trennung von Alissa White-Gluz stand hinter der Zukunft der Band für viele Fans ein dickes Fragezeichen. Aber: „Die Neue“, Lauren Hart, passte perfekt in die Fußstapfen. Ein Energiebündel mit ebenso heftiger Stimmgewalt wie ihre Vorgängerinnen. Bereits als sie auf die Bühne stürmte, schwappte ihre Energie auf das Publikum über. Die Band legte mit ihrer neuen Frontfrau ein sehr geglücktes Debüt auf dem Summer Breeze hin!
Bereit zum Entern war auch Versengold! Die sympathischen Männer aus dem hohen Norden bildeten das Kontrastprogramm an diesem wundervollen Abend. Mit ihrem leichten Seemannsrock fachten die Matrosen eine absolute Party an, die das Publikum in regelrechte Ekstase versetzte!
Diese Stimmung nahmen Skindred mit und beschlossen, mit ihrer Mischung aus Reggae und Metal den Abend auf der Mainstage.
Samstag: Nachwuchs, Piraten und ein würdiger Festivalabschluss
Der letzte Tag des Summer Breeze 2026 stand auch dieses Jahr wieder im Zeichen der Nachwuchsarbeit. Mit Heavysaurus, Rodscha aus Kambodscha & Tom Palme und Randale wurde ein Nachmittag für die Kinder gestaltet.
Heavysaurus machten dabei deutlich, dass Metal keine Altersgrenze kennt. Die kleinen und großen Fans vor der Bühne feierten gemeinsam die kindgerechten Metal-Songs und die aufwendige Dinosaurier-Show. Ein ganz besonderer Kontrast zum ansonsten doch eher harten Festivalprogramm und gleichzeitig ein schöner Beweis dafür, dass der Metal-Nachwuchs schon früh begeistert werden kann.
Sons of Huens sorgten anschließend für ordentlich Bewegung und zeigten, dass auch der Nachwuchs aus der Region musikalisch einiges zu bieten hatte. Mit ihrem druckvollen Sound konnten sie das Publikum trotz der bereits spürbaren Hitze überzeugen.
Parallel zu den Sons zerlegten die Lokalhelden von Skeleton Pit mit ihrem Thrash Metal die Tool Rebel Stage!
Um das Warten auf den Samstags-Headliner zu verkürzen, befeuerten Orbit Culture mit ihrem stampfenden, aber groovigen Metal die Bühne. Bevor die lang erwarteten Orbit Culture die Mainstage betraten, lieferten Kadavar noch ein starkes Set ihres Stonerrocks ab und Testament füllten anschließend die Lücke zu Alestorm.
Alestorm verwandelten das Summer Breeze anschließend in eine riesige Piratenparty. Zwischen Folk Metal, jeder Menge Alkohol- und Piratenklischees, den unvermeidlichen Mitsingparts und natürlich den berühmten Quietscheenten wurde vor der Bühne gefeiert, getanzt und ordentlich gebangt. Ein besonderer Hingucker war dabei ein junger Herr von Quaking Metal, der während des gesamten Festivals selbstgemachte Quietscheenten verteilte und damit auch bei Alestorm für zusätzliche Begeisterung sorgte. Christopher Bowes und seine Mannschaft ließen sich nicht lumpen und lieferten genau die völlig überdrehte Show, die man von Alestorm erwartet.
Helloween setzten dem Abend anschließend die Krone auf. Die Power-Metal-Legenden bewiesen mit ihren großen Hymnen, warum sie seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Bands ihres Genres gehören. Mehrstimmiger Gesang, große Melodien und eine Setlist voller Klassiker sorgten für einen würdigen Auftritt vor dem riesigen Summer-Breeze-Publikum.
Max Cavalera ist in der Metalszene wahrscheinlich jedem ein Begriff. Nachdem er 1996 bei Sepultura ausstieg, gründete er Soulfly, mit denen er 30 Jahre später immer noch auf dem Summer Breeze spielte und immer noch Energie auf der Bühne versprühte. Bei seinem Auftritt auf der T-Stage gab er die Klassiker der Band zum Besten.
Paleface Swiss ließen anschließend auf der T-Stage endgültig die Abrissbirne kreisen. Die Schweizer Deathcore-Band überzeugte mit brachialen Breakdowns, einer düsteren Atmosphäre und einer enormen Bühnenenergie. Vor der Bühne wurde gesprungen, gemosht und gestaubt – genau das richtige Programm für einen Festival-Samstag.
Nach der Wahnsinnsshow von Paleface Swiss legten Thy Art Is Murder auf der Mainstage nach. „Who the fuck is Jerry Grimefeld“ war auf dem Rücken des Sängers zu lesen. Ja, auch Thy Art Is Murder hatten Nachwuchs zu verzeichnen! Ihr neuer Sänger wirkte stimmgewaltig und energiegeladen, was sich auch auf das Publikum übertrug. Leider wohl so heftig, dass es zum zwischenzeitlichen Konzertabbruch kam, da ein Fan notärztlich versorgt werden musste. Nachdem alles unter Kontrolle schien, ging die Party weiter. Zunächst etwas verhalten, aber der Zwischenfall war schnell vergessen. Mit viel Feuer, Energie und Klassikern wie „Holy War“ und „Reign of Darkness“ meldeten die Australier die Mainstage für 2026 ab. Ein mega Abschluss!
Fazit: Ein Summer Breeze mit bleibendem Eindruck
Das Summer Breeze gehört zu Recht zu den beliebtesten Metal-Festivals Europas! Top-Organisation, Nachhaltigkeit, tolles Line-up! So macht Festival Spaß!
Für das große Jubiläum 2027 sind bereits viele Acts bestätigt. Electric Callboy, Children of Bodom, Edguy und eine Allstar-Orchester-Show stehen auf dem Programm. Wer da nicht Lust bekommt, dem ist nicht zu helfen! Aber Beeilung! Die ersten 35.000 Tickets sind schon weg! Wir werden 2027 wieder dabei sein! Und du?
*Bericht geschrieben von Benjamin Uhle und Shirin Beringer / Fotos von Benjamin Uhle und Shirin Beringer
Shirin Beringer
Shirin ist Fotografin und Redakteurin für das Paranoyd Magazin. Mit Leidenschaft und einem präzisen Blick für den Moment dokumentiert sie das Geschehen in der Rock- und Metal-Szene. Shirin verbindet ausdrucksstarke Konzertfotografie mit authentischer Berichterstattung und fängt die Energie der Live-Shows für die Community von Paranoyd ein.


























































































































