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Rock the Lakes Festival 2025: Sommer, Sonne, Metal-Götter!

ROCK THE LAKES 2025
Fotos: Sören Wittmann (@rockinglens)

Nach den regenreichen Strapazen des Vorjahres war die Vorfreude auf das ROCK THE LAKES Festival 2025 besonders groß – und sie wurde nicht enttäuscht. Das Wochenende vom 15. bis 17. August verwandelte das malerische Gelände am Neuenburgersee in ein sonnendurchflutetes Paradies für Rock- und Metal-Fans. Bestes Sommerwetter begleitete die 36 Bands an drei Tagen, und das Publikum genoss jeden einzelnen Moment, nur kurz, unterbrochen von einem kleinen, erfrischenden Schauer, der die gute Laune keineswegs trübte.

Schon mittags füllte sich der Platz vor den beiden Bühnen. Fans, von jung bis alt, strömten herbei, um keine der Bands zu verpassen. Das Organisationsteam des Festivals bewies einmal mehr, dass es sein Handwerk versteht. Die Abläufe waren reibungslos, die Bands spielten alle pünktlich nach Zeitplan, und die kurzen Wege zwischen Campingplatz, Parkplätzen und den Bühnen machten das Festivalerlebnis entspannt und unkompliziert. Ein besonders beliebtes Highlight bei den hohen Temperaturen war die spontane Abkühlung mit Wasser. Mit einem Schlauch sorgte das Team für willkommene Erfrischung, die von den vielen Festivalbesuchern dankend angenommen wurde. Wer es etwas ruhiger angehen lassen wollte, fand einige Schattenplätze, um innezuhalten und die Musik zu genießen.


Tag 1: Vielfalt und Power

Der erste Tag des Rock the Lakes Festivals startete mit einer beeindruckenden Bandbreite an Genres. Als eine der ersten Bands eröffnete das portugiesische Black-Metal-Quintett Gaerea das Spektakel mit einer intensiven und atmosphärischen Performance, die das Publikum in ihren Bann zog. Im Laufe des Festivaltages sorgten die italienischen Comedy-Metaller Nanowar of Steel für beste Unterhaltung und brachten die Menge mit ihren humorvollen Texten und einer entsprechenden Show zum Lachen. Die kanadische Death-Metal-Legende Kataklysm lieferte eine kraftvolle Show ab, gefolgt von den italienischen Power-Metallern Wind Rose, die mit ihren Zwergen-Hymnen für ausgelassene Stimmung sorgten. Ein unvergesslicher Abschluss des Tages waren die Auftritte von Hatebreed und Heilung. Hatebreed verwandelten mit ihrer Hardcore-Power das Gelände in einen schweißtreibenden Moshpit, Heilung sorgten für Gänsehautmomente mit ihrer – mittlerweile über Genregrenzen hinaus bekannten – Performance.


Tag 2: Entdeckungen und Legenden

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen von Thrash Metal, Folk und Hard Rock. Für mich machten die kalifornischen Thrasher Warbringer den Anfang, die die Bühne mit schnellen Riffs und treibenden Drums eroberten. Eine der größten Überraschungen des Festivals war der Auftritt von Kublai Khan. Die US-amerikanische Metalcore-Band bewies, dass sie das Potenzial hat, auf den größten Bühnen zu spielen, und hinterließ einen bleibenden Eindruck als die Entdeckung des Festivals. Die finnischen Folk-Metal-Heroen Ensiferum nahmen das Publikum mit auf eine musikalische Reise, während die deutsche Metal-Ikone Dirkschneider mit den zeitlosen Hits von Accept für nostalgische Momente sorgte. Ein kleiner Schreckmoment ereignete sich während des Auftritts von Feuerschwanz, die ihr Set kurz unterbrechen mussten, als eine Zuschauerin medizinische Hilfe benötigte. Das Festivalteam und die Band reagierten schnell und professionell, und die Show konnte ohne größere Verzögerung fortgesetzt werden.


Tag 3: grandioses Finale

Der letzte Tag des Rock the Lakes Festivals hielt noch einmal einige musikalische Leckerbissen bereit. Die Schweizer Metal-Band Voice of Ruin zeigte, dass auch lokale Bands eine beeindruckende Performance abliefern können. April Art aus Deutschland überzeugten mit ihrem modernen Rock, bevor Danko Jones die Bühne betrat und mit seinem puren, dreckigen Rock ‚n‘ Roll das Publikum begeisterte. Den krönenden Abschluss des Festivals bildeten die norwegischen Symphonic-Black-Metaller Dimmu Borgir. Ihre monumentale und theatralische Show, die man sonst nur auf den größten Festivals der Welt erlebt, bildete den perfekten Schlusspunkt für ein unvergessliches Wochenende.


Das Rock the Lakes bleibt ein Geheimtipp, der eigentlich keiner mehr ist. Die familiäre Atmosphäre, die kurzen Wege und vor allem die Chance, Bands von Weltformat aus der ersten Reihe zu erleben, ohne stundenlang auf den Platz zu warten, machen es zu einem einzigartigen Erlebnis. Das Festival schafft es, eine hochkarätige Mischung aus etablierten Größen und vielversprechenden Newcomern zu präsentieren.

Nach drei Tagen voller Musik, Sonne und guter Laune blicken wir bereits voller Vorfreude auf das kommende Jahr. Mit der bereits angekündigten schwedischen Melodic-Death-Metal-Band In Flames als Headliner für 2026 verspricht das nächste ROCK THE LAKES wieder ein Spektakel der Extraklasse zu werden. Wir können es kaum erwarten, welche Hochkaräter noch dazukommen werden.

Inhaltsverzeichnis

sören

Sören Wittmann

Sören ist Konzertfotograf beim Paranoyd Magazin. Er fängt die Leidenschaft von Live-Musik ein – von Irish/Folk Punk bis Metal und Musicals. Als Festival-Experte liegt sein Fokus auf den unentdeckten Perlen der Szene und kleineren, atmosphärischen Events abseits des Mainstreams.

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