MRVKSFEST Mannheim: Metalcore-Fans erleben unvergessliche Premiere

MRVKSFEST Mannheim vor begeistertem Publikum © Shirin Beringer

Als Landmvrks das MRVKSFEST ins Leben riefen, war die Begeisterung in der Metalcore-Szene sofort spürbar. Umso größer war die Vorfreude, als bekannt wurde, dass das Festival erstmals den Sprung nach Deutschland wagt. Am vergangenen Dienstag war es schließlich soweit: Mannheim wurde Gastgeber des ersten MRVKSFESTs auf deutschem Boden. Mit einem hochkarätigen Line-up bestehend aus Aurore, Dying Wish, Guilt Trip, Paleface Swiss und natürlich den Gastgebern Landmvrks versprach der Abend ein echtes Highlight für Fans harter Musik zu werden.

Und eines kann bereits vorweggenommen werden: Dieses Versprechen wurde mehr als erfüllt.

Bereits lange vor dem offiziellen Einlass um 16 Uhr versammelten sich Fans vor dem Festivalgelände. Überall waren Bandshirts, gespannte Gesichter und Vorfreude zu sehen. Die Stimmung war von Beginn an familiär und freundschaftlich. Man merkte schnell, dass sich hier eine Gemeinschaft zusammengefunden hatte, die vor allem eines verbindet: die Liebe zur Musik.

Aurore eröffneten das erste deutsche MRVKSFEST

Den Auftakt des Festivals übernahmen um 17 Uhr Aurore. Keine leichte Aufgabe bei einem Line-up dieser Größenordnung, doch die Band meisterte sie mit beeindruckender Souveränität. Von Beginn an gelang es den Musikern, die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich zu ziehen und die ersten Reihen in Bewegung zu bringen.

Mit atmosphärischen Passagen, modernen Metalcore-Elementen und einer überzeugenden Bühnenpräsenz schufen Aurore den perfekten Einstieg in den Abend. Die Band wirkte hochmotiviert und nutzte jede Minute ihrer Spielzeit, um zu zeigen, warum sie immer mehr Aufmerksamkeit innerhalb der Szene erhält.

Schon während ihres Sets füllte sich das Zelt zunehmend und die ersten Circle Pits ließen nicht lange auf sich warten.

© Shirin Beringer

Dying Wish trieben die Stimmung auf ein neues Level

Um 17:45 Uhr folgte mit Dying Wish eine der derzeit meistdiskutierten Bands des modernen Metalcore. Die US-Amerikaner um Frontfrau Emma Boster betraten die Bühne und verwandelten die bis dahin bereits gute Stimmung innerhalb weniger Minuten in ein wahres Energiegewitter.

Boster beeindruckte mit einer enormen Bühnenpräsenz und kraftvollen Vocals, die sofort für Gänsehaut sorgten. Zwischen aggressiven Hardcore-Passagen und emotionalen Melodien zeigte die Band eindrucksvoll ihre musikalische Vielseitigkeit.

Vor der Bühne wurde es deutlich wilder. Die ersten größeren Moshpits entstanden, Crowdsurfer flogen über die Köpfe der Zuschauer und die Fans sangen zahlreiche Passagen lautstark mit. Dying Wish lieferten eine Performance ab, die viele Besucher noch lange in Erinnerung behalten werden.

Guilt Trip hielten die Intensität auf höchstem Niveau

Nach einer kurzen Umbaupause übernahmen Guilt Trip die Bühne. Die Briten knüpften nahtlos an die Intensität ihrer Vorgänger an und präsentierten eine kompromisslose Show voller Härte und Energie.

Spätestens jetzt wurde klar, dass das Publikum gekommen war, um zu feiern. Die Stimmung im Zelt wurde immer ausgelassener. Jeder Breakdown wurde frenetisch gefeiert und die Band schien die Energie der Zuschauer regelrecht aufzusaugen.

Während sich die Temperaturen im Festivalzelt langsam aber sicher in unangenehme Höhen bewegten, ließ sich die Menge davon kaum beeindrucken. Schweißgebadet, aber mit einem breiten Grinsen im Gesicht, feierten die Fans jeden einzelnen Song.

© Shirin Beringer

Paleface Swiss sorgten für absolutes Chaos

Mit Paleface Swiss stand um 19:25 Uhr einer der wohl am meisten erwarteten Acts des Tages auf dem Programm. Schon beim Betreten der Bühne war die Spannung im Publikum deutlich spürbar. Was folgte, war pure Eskalation.

Die Schweizer lieferten einen der intensivsten Auftritte des gesamten Festivals. Gewaltige Breakdowns, brachiale Vocals und eine enorme Bühnenenergie sorgten dafür, dass sich das gesamte Zelt in Bewegung setzte. Circle Pits öffneten sich in Sekundenschnelle, unzählige Crowdsurfer wurden über die Menge getragen und immer wieder bildeten sich riesige Moshpits.

Die Band hatte das Publikum vollständig in der Hand. Jede Ansage wurde mit lautem Jubel beantwortet, jede Aufforderung sofort umgesetzt. Wer bis dahin noch Reserven hatte, ließ sie spätestens während des Paleface-Sets auf der Tanzfläche zurück.

Landmvrks lieferten den perfekten Abschluss

Als um 20:40 Uhr schließlich die Lichter für Landmvrks ausgingen, erreichte die Vorfreude ihren Höhepunkt. Schließlich waren es die Franzosen selbst, die dieses Festival ins Leben gerufen hatten und es nun erstmals nach Deutschland brachten.

Schon die ersten Töne wurden von ohrenbetäubendem Jubel begleitet. Von Beginn an war spürbar, wie besonders dieser Moment für Band und Fans gleichermaßen war.

MRVKSFEST Mannheim live auf der Bühne beim Konzert © Shirin Beringer
© Shirin Beringer

Landmvrks präsentierten sich in absoluter Bestform. Die Mischung aus emotionalen Melodien, technischen Gitarrenparts, harten Breakdowns und der außergewöhnlichen Stimme von Frontmann Florent Salfati sorgte für einen Auftritt auf höchstem Niveau.

Besonders beeindruckend war die Verbindung zwischen Band und Publikum. Nahezu jeder Song wurde lautstark mitgesungen. Immer wieder richtete die Band dankende Worte an die Fans und machte deutlich, wie viel ihnen das erste deutsche MRVKSFEST bedeutet.

Während des gesamten Auftritts herrschte eine Atmosphäre, die man nur schwer in Worte fassen kann. Trotz der mittlerweile extremen Hitze im Zelt feierte das Publikum unermüdlich weiter. Die Luft war stickig, die Temperaturen enorm und viele Besucher waren längst komplett durchgeschwitzt. Dennoch schien niemand diesen besonderen Moment verpassen zu wollen.

Ein Festival mit Zukunft

Als die letzten Töne verklungen waren und sich die Menschen langsam auf den Heimweg machten, war eines klar: Das erste MRVKSFEST in Deutschland war ein voller Erfolg.

Zwar machte die enorme Hitze im Festivalzelt den Besuchern zeitweise zu schaffen, doch die herausragenden Auftritte aller Bands sorgten dafür, dass dieser Umstand schnell in den Hintergrund rückte. Von Aurore über Dying Wish, Guilt Trip und Paleface Swiss bis hin zu Landmvrks überzeugte jede einzelne Band mit einer starken Performance und trug ihren Teil zu einem unvergesslichen Abend bei.

Als sich die Reihen langsam lichteten, blieb vor allem ein Eindruck zurück: Dieses Festival hatte einen Nerv getroffen. Die Begeisterung im Publikum ließ keinen Zweifel daran, dass viele Besucher bei einer zweiten Ausgabe sofort wieder dabei wären.

Denn was in Mannheim stattfand, war weit mehr als nur ein Konzertabend: Es war eine Feier der Metalcore-Szene, der Gemeinschaft und der Musik.

Impressionen MRVKSFEST Mannheim

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Shirin Beringer

Shirin ist Fotografin und Redakteurin für das Paranoyd Magazin. Mit Leidenschaft und einem präzisen Blick für den Moment dokumentiert sie das Geschehen in der Rock- und Metal-Szene. Shirin verbindet ausdrucksstarke Konzertfotografie mit authentischer Berichterstattung und fängt die Energie der Live-Shows für die Community von Paranoyd ein.

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