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Hunsröck United präsentiert zum 15-jährigen Jubiläum ein rundes und gut besuchtes Festival

Hunsröck United präsentiert zum 15-jährigen Jubiläum ein rundes und gut besuchtes Festival

Veranstaltungen in der kalten Jahreszeit haben immer ein erhöhtes Risiko, dass wegen Krankheiten oder Wetter oder ähnlichem kurzfristig sich was ändert. Doch dass für das diesjährige, 15-jährige Jubiläum (15.11.25) vom Hunsröck United gleich drei Bands, unter anderem der geplante Headliner Flash Forward absagen, war wohl kaum zu erahnen. Nichtsdestoweniger schaffte es der Veranstalter Hunsröck United e. V. adäquate Ersatzbands zu finden. 

Auftakt mit Metallica Tribute

Den Start im KiR in Rheinböllen machte die Metallica Tribute Band Tallica, die superkurzfristig für die King Nugget Band (die schon Ersatz für Bloodspot waren) einsprangen, da die Kings auch erst Samstagmorgen krankheitsbedingt absagen mussten. Das Quintett spielte Metallica Songs aus der älteren Ära, wie „Turn the Page“, „Seek and Destroy“, „Master of Puppets“ oder zum Abschluss „Enter Sandman“. Natürlich waren Metallica Songs eine gute Wahl um den Abend zu starten, die Songs kennt jeder Metalfan und die Zuschauer gingen auch schon gut mit und die ersten Headbanger fanden sich ein.

Sehr stark ein 45 Minuten Set auf die Beine zu stellen, wenn man erst morgens vom Auftritt erfährt, sehr sympathische Jungs.

Überraschung von den Blue Collar Punks

Als Zweites waren die Mainzer Blue Collar Punks dran, der Menge einzuheizen. Etwas „softer“ als Metallica, aber Poppunk mit einigen härteren Passagen lud die Fans dazu ein, die ersten kleinen Circle- und Moshpits zu starten. Besonderheit bei den Mainzer Punks ist, dass der Hauptteil der Vocals von Schlagzeuger Simon kommt, sieht man auch nicht so oft. 

Wie vielleicht bekannt, werden alle Einnahmen des Hunsröck United an den krebskranke Kindern e. V. (www.krebskrankekinder-mainz.de) gespendet und die Blue Collar Punks überreichten auf der Bühne im Namen von Hahn to Heart e. V. eine Spende von 500 € für den guten Zweck. Schöne Aktion von Band und Hahn To Heart e.V.

Zeitmaschine und Eskalation mit I Scream for Ice Cream

Mal eben kurz die Zeitmaschine angeworfen und ins Jahr 2010 zurückgereist wurde mit I Scream For Ice Cream. Die Band, die sich eigentlich vor Jahren schon aufgelöst hatte, spielte letztes Jahr eine Reunion Show und hatte so viel Spaß dabei, dass sie auf dem Hunsrück United noch eine zweite Show spielten. Und die hatte es in sich. 

Die Koblenzer Jungs spielen einen Elektro-Metalcore Mix und stehen auf totale Eskalation. Mit Luftschlangenkanonen wurde das KiR direkt zum Start der Show umdekoriert und mit einem Bierpong und bereitgestelltem Bier wurden die Fans der ersten Reihe mit Alkohol versorgt. Die Band animierte zu wilden Pits und einer großen Party, bei der man mal abschaltet und allen Shit vergisst und ich kann sagen, das ist ihnen extrem gut gelungen.

Aber es gab auch eine etwas traurige Nachricht, als die Band verkündete, dass dies wahrscheinlich trotzdem ihre letzte Show bleibt. Da Sänger Kebo aufgrund seiner anderen Aktivitäten, unter anderem als Sänger bei Monashee, nicht die Zeit aufbringen kann, die dieses Projekt verdienen würde. Sehr schade, die Jungs wissen wie man Spaß und Party mit heavy Elektrometal verbindet. Zum Abschluss durften die Fans dann noch die Bühne „stürmen“ und das Finale des Sets wurde dann auf voller Bühne gefeiert.

Abschluss mit Lifespark

Nachdem auch Flash Forward kurzfristig und krankheitsbedingt absagen mussten, organisierte Hunsröck United kurzerhand die Koblenzer Lifespark als Headliner. Das Quartett machte sich die letzten Jahre unter anderem als Support für Normandie einen Namen. Die Jungs beschreiben ihre Musik humoristisch selbst als „irgendwas mit Backstreet Boys und Geschreie“, aber das wird dem ganzen natürlich nicht gerecht. Ein melodischer Mix zwischen Metalcore und Poppunk trifft es meiner Meinung nach deutlich mehr.

Sänger Dave ist gesanglich auf einem sehr hohen Level und auch das Songwriting der Koblenzer ist sehr gut. Nach einem etwas zögerlichem Beginn seitens des Publikums wird spätestens nach Lifesparks Cover von Natasha Bedingfield „Unwritten“ ausgelassen mit der Band und zu den ansonsten selbstgeschriebenen Songs gefeiert und mitgesungen. Ein wirklich großartiger und gleichwertiger Ersatz als Headliner. 

Ich war jetzt zum dritten Mal beim Hunsröck United und bin jedes Jahr aufs neue begeistert, wie professionell die ganze Veranstaltung organisiert ist und wie gut Fans und Bands die Veranstaltung annehmen. Und das ganze noch dazu für einen guten Zweck, da kann man natürlich nur hoffen, dass die ersten 15 Jahre nur der Anfang sind. Tolle Veranstaltung mit tollem Team.

Lifespark

I Scream For Ice Cream

Blue Collar Punks

Tallica

Hat bereits mit diversen Magazinen zusammengearbeitet und ist derzeit als Fotograf und Redakteur für das Paranoyd Magazin tätig.

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