Am 15. Mai 2026 wurde beim Heavydays Festival nicht einfach nur gefeiert – es wurde Geschichte geschrieben. Denn das Festival zelebrierte sein 10-jähriges Jubiläum und bewies eindrucksvoll, warum es sich über die Jahre einen festen Platz in der Szene erarbeitet hat.
Schon beim Einlass war spürbar, dass dieser Abend etwas Besonderes werden würde. Alte Bekannte trafen auf neue Gesichter, überall wurde gelacht, geredet und voller Vorfreude auf die ersten Bands gewartet. Was folgte, war ein Festivalabend voller Leidenschaft, Emotionen und unglaublicher Liveshows. Jede einzelne Band lieferte ab – ohne Ausnahme.
Das Heavydays steht seit zehn Jahren für ehrliche Musik, starke Underground-Bands und familiäre Festivalstimmung. Genau das konnte man an diesem Abend in jeder Minute spüren.
NACHT: Ein düsterer und starker Auftakt
Den Indoor-Start übernahmen NACHT und sorgten direkt dafür, dass das Jubiläumsfestival mit voller Intensität begann. Düster, atmosphärisch und gleichzeitig druckvoll schaffte es die Band sofort, die Crowd in ihren Bann zu ziehen. Ein perfekter Einstieg in den Abend und definitiv eine Band, die man sich anhören sollte.
ENSLAVE THE CHAIN: Pure Wucht auf der Outdoor-Stage
Outdoor wurde es mit ENSLAVE THE CHAIN sofort laut und kompromisslos. Harte Riffs, massive Breakdowns und eine starke Bühnenpräsenz machten klar, dass die Band gekommen war, um alles abzureißen. Die Energie sprang direkt auf das Publikum über und verwandelte den Platz vor der Bühne in einen einzigen Hexenkessel.
UNDERTOW: Emotionaler Abschied und unglaublicher Kampfgeist
UNDERTOW lieferten nicht nur musikalisch eine absolute Ausnahme-Performance, sondern sorgten auch für einen der emotionalsten Momente des gesamten Festivals. Der Gitarrist und Songwriter der Band spielte an diesem Abend sein letztes Konzert mit UNDERTOW. Für viele Fans ein bittersüßer Augenblick. Jedoch wird er am kommenden Album, das Ende des Jahres beziehungsweise 2027 erscheinen soll, weiterhin beteiligt sein. Sein musikalischer Einfluss bleibt der Band also erhalten.
Wer künftig die Gitarre übernehmen wird, bleibt vorerst noch geheim, allerdings wurde bereits verraten, dass er seinen Nachfolger selbst ausgesucht hat. Man darf also gespannt sein, wer künftig Teil von UNDERTOW sein wird.
Doch damit nicht genug: Kurz vor dem Auftritt verletzte sich der Drummer und brach sich tatsächlich den Zeh. Absagen? Keine Chance. Er zog die komplette Show trotzdem durch – und das mit einer Energie und Präzision, die man ihm niemals angemerkt hätte. Dafür gab es völlig zurecht maximalen Respekt vom gesamten Publikum.
Dieser Auftritt zeigte eindrucksvoll, was Leidenschaft für Musik wirklich bedeutet.
WAKE THE DEAD: Abriss pur beim Heavydays
WAKE THE DEAD sorgten für eine der wildesten Stimmungen des gesamten Festivals. Schon nach wenigen Minuten war klar, dass diese Band gekommen war, um alles auseinanderzunehmen.
Besonders beeindruckend war die Frontfrau der Band. Mit unglaublicher Präsenz und brutalen Shouts dominierte sie die Bühne und riss das Publikum komplett mit. Ihre Energie war ansteckend und man merkte sofort, wie viel Leidenschaft in jeder einzelnen Zeile steckt.
Die Mischung aus Härte, Aggression und emotionaler Intensität funktionierte live perfekt. Circle Pits, Mitsingen und komplette Eskalation vor der Bühne. WAKE THE DEAD lieferten genau die Art von Show, die man sich auf einem Festival wünscht. Die Band bewies eindrucksvoll, dass starker Hardcore und Metalcore keine Grenzen kennen und dass eine starke Frontfrau eine Bühne komplett übernehmen kann.
Definitiv eine Band, die deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient.
BROADSIDE: Melodisch, emotional und kraftvoll
BROADSIDE brachten einen etwas melodischeren, aber nicht weniger intensiven Sound auf die Bühne. Die Band schaffte es mühelos, emotionale Momente mit kraftvollen Parts zu verbinden, und erzeugte damit eine Atmosphäre, die das Publikum komplett mitnahm.
Besonders stark waren die großen Refrains und die emotionale Ausstrahlung der Songs. Man merkte der Band an, wie viel Herzblut in ihrer Musik steckt. Live funktionierten die Songs sogar noch stärker als auf Platte und sorgten dafür, dass viele Zuschauer laut mitsangen. Genau solche Auftritte zeigen, warum Festivals so besonders sind.

RUINS OF PERCEPTION: Brutalität auf höchstem Niveau
RUINS OF PERCEPTION lieferten vermutlich das härteste Set des gesamten Festivals ab. Die Band walzte mit massiver Gewalt über die Bühne und zeigte eindrucksvoll, wie brutal und gleichzeitig technisch anspruchsvoll moderner Deathcore sein kann.
Die Breakdowns trafen mit voller Wucht, die Vocals waren absolut kompromisslos und trotzdem wirkte die gesamte Performance extrem kontrolliert und professionell. Besonders beeindruckend war, wie tight die Band live spielte. Trotz der extremen Härte blieb jeder Song präzise und druckvoll. Deathcore-Fans kamen hier komplett auf ihre Kosten. Wer die Band bisher nicht kennt, sollte das dringend ändern!
CHAOSBAY: Moderne Härte mit Atmosphäre
CHAOSBAY brachten eine moderne und atmosphärische Note ins Festival-Line-up und bewiesen eindrucksvoll, wie vielseitig harter Metal heute sein kann.
Technische Passagen, große Melodien und schwere Riffs ergänzten sich perfekt und sorgten für eine Liveshow, die gleichzeitig emotional und brutal wirkte. Die Band überzeugte besonders durch ihre musikalische Qualität und ihre starke Bühnenpräsenz. Jeder Song wirkte durchdacht und live unglaublich kraftvoll. CHAOSBAY gehören definitiv zu den spannendsten modernen Bands der Szene.

ALL FACES DOWN: Große Emotionen und starke Hymnen
ALL FACES DOWN sorgten mit ihrer Mischung aus Härte und Emotionalität für Gänsehautmomente.
Das Publikum feierte jeden Song lautstark und man merkte schnell, wie viele Menschen mit der Musik der Band verbunden sind. Besonders die emotionalen Refrains sorgten für starke Momente, während die härteren Parts weiterhin ordentlich Druck machten. Genau diese Mischung machte den Auftritt so besonders.
HANDS LIKE HOUSES: Internationale Klasse auf der Bühne
HANDS LIKE HOUSES lieferten eine absolute Top-Performance ab und bewiesen eindrucksvoll, warum sie weltweit so geschätzt werden. Große Refrains, starke Vocals und eine fantastische Verbindung zum Publikum machten den Auftritt zu einem echten Highlight des Jubiläumsfestivals.
DEITSCHROGG: Stimmung bis tief in die Nacht
Auch nach Mitternacht war die Energie noch lange nicht vorbei. DEITSCHROGG hielten die Stimmung hoch und sorgten dafür, dass wirklich niemand stillstehen konnte. Schwäbisch trifft Metal – eine Kombination, von der man nicht dachte, dass sie so genial sein kann. Party ist definitiv garantiert! Genau die richtige Band für die späten Festivalstunden.
BLECHOS: Der perfekte Abschluss eines besonderen Tages
BLECHOS setzten schließlich den letzten Schlusspunkt unter das 10-jährige Jubiläum des Heavydays Festivals. Sie gehören einfach schon zum Inventar des Heavydays. Ein würdiger Abschluss für ein Festival, das erneut bewiesen hat, wie viel Herzblut in dieser Szene steckt.
10 Jahre Heavydays und kein bisschen leise
Das Heavydays Festival 2026 war weit mehr als nur ein Konzertabend. Es war ein Jubiläum voller Emotionen, Leidenschaft und unvergesslicher Momente. Von emotionalen Abschieden über unglaublichen Kampfgeist bis hin zu brachialen Liveshows war alles dabei. Jede einzelne Band hat gezeigt, warum man die Szene unterstützen sollte. Genau solche Festivals halten die Musik lebendig.
Wenn das die Zukunft des Heavydays ist, dann dürfen wir uns auf die nächsten zehn Jahre mehr als freuen.
Wer also jetzt schon Bock auf nächstes Jahr hat, kann hier Early-Bird-Tickets erwerben!
Impressionen Heavydays
Shirin Beringer
Shirin ist Fotografin und Redakteurin für das Paranoyd Magazin. Mit Leidenschaft und einem präzisen Blick für den Moment dokumentiert sie das Geschehen in der Rock- und Metal-Szene. Shirin verbindet ausdrucksstarke Konzertfotografie mit authentischer Berichterstattung und fängt die Energie der Live-Shows für die Community von Paranoyd ein.
























































