Cutfest 2026 – Ein Festivaldebüt voller Herzblut und ein emotionaler Abschied

Cutfest 2026 – Ein Festivaldebüt voller Herzblut und ein emotionaler Abschied

Mit dem Cutfest feierte am 13. Juni 2026 im Mobilat Heilbronn ein neues Festival seine Premiere – und legte dabei einen Einstand hin, der sich sehen lassen konnte. Hinter dem Festival stand niemand Geringeres als Throatcut. selbst. Die Band organisierte das Event mit dem Ziel, der Hardcore- und Metalcore-Szene eine Bühne zu bieten und gleichzeitig befreundete Bands zusammenzubringen. Mit Sugar Spine, Defocus, Saviourself, Anorak und Lucidrae entstand ein Line-up, das Fans moderner Heavy Music den ganzen Abend über begeisterte.

Cutfest feiert gelungenes Festivaldebüt im Mobilat Heilbronn

Schon beim Einlass war die Vorfreude deutlich spürbar. Das Mobilat füllte sich schnell mit Fans aus der Region und darüber hinaus. Zwischen Merchständen, Gesprächen und ersten Begegnungen wurde schnell klar, dass hier nicht einfach nur ein Konzert stattfand, sondern ein Festival, das von der Szene für die Szene geschaffen wurde.

Den Auftakt machten Lucidrae und Anorak, die das Publikum direkt auf Betriebstemperatur brachten. Es folgten Saviourself und Defocus, die mit energiegeladenen Performances und jeder Menge Druck vor der Bühne für die ersten Moshpits des Tages sorgten. Spätestens mit Sugar Spine erreichte die Stimmung ihren nächsten Höhepunkt. Die Band überzeugte mit einer intensiven Liveshow und brachte das Publikum endgültig zum Ausrasten.

© Sarah Edwards

Den Abschluss übernahm schließlich Throatcut. – und dieser Auftritt war weit mehr als nur die Headline-Show des Abends. Bereits im Vorfeld war bekannt geworden, dass es das letzte Konzert von Frontmann Max mit der Band sein würde.

Entsprechend emotional war die Stimmung im Saal. Zwischen treibenden Riffs, schweren Breakdowns und einer spürbaren Emotionalität zeigte sich, welche Bedeutung dieser Abend für Band und Publikum hatte. Vor der Bühne wurde noch einmal alles gegeben – Moshpits, Stage-Diving und lautstarke Singalongs begleiteten den gesamten Auftritt.

Besonders bewegend wurde es, als Max sich vom Publikum verabschiedete. Der Grund für seinen Ausstieg hätte dabei kaum schöner sein können. Er erklärte, dass er neue Lebenswege einschlagen werde und – wie er selbst sagte – „die beste Frau der Welt heiraten wird“. Für viele Anwesende war das ein Moment, der zeigte, dass hinter der harten Musik vor allem Menschen stehen.

Trotz des Abschieds überwog an diesem Abend nicht die Traurigkeit, sondern die Dankbarkeit. Dankbarkeit für gemeinsame Jahre, unzählige Konzerte und dafür, diesen besonderen Moment miterleben zu dürfen. Gleichzeitig bewies Throatcut. mit der Organisation des ersten Cutfests eindrucksvoll, wie viel Leidenschaft und Herzblut die Band in die Szene investiert.

Das erste Cutfest hat gezeigt, dass es keine riesigen Festivalgelände braucht, um ein unvergessliches Event auf die Beine zu stellen. Eine starke Idee, engagierte Menschen, großartige Bands und eine Community, die sich gegenseitig unterstützt, reichen vollkommen aus.

Fazit

Mit der ersten Ausgabe hat das Cutfest einen gelungenen Start hingelegt. Die Mischung aus hochkarätigem Line-up, familiärer Atmosphäre und der sichtbaren Leidenschaft der Organisatoren machte das Festival zu einem besonderen Erlebnis. Gleichzeitig wird die Premiere wohl immer mit einem emotionalen Abschied verbunden bleiben: dem letzten Auftritt von Max als Sänger von Throatcut.

Ein Kapitel endet – sowohl für Max als auch für die Band in ihrer bisherigen Besetzung. Für das Cutfest hingegen beginnt mit dieser erfolgreichen Premiere hoffentlich gerade erst ein neues.

Nach diesem Auftakt hat das Festival definitiv das Potenzial, sich als fester Bestandteil der deutschen Hardcore- und Metalcore-Szene zu etablieren.

Impressionen Cutfest

sarah

Sarah Edwards

Sarah ist Konzertfotografin beim Paranoyd Magazin. Sie liebt Metal und fängt Fans, Bands & Emotionen unverfälscht ein – von intimen Clubshows bis hin zu großen Festivals. Ihr Fokus liegt auf der rohen Energie des Augenblicks, um die Atmosphäre der Live-Musik authentisch und nahbar festzuhalten.

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