BOBfest 2026 begeistert 13.000 Fans mit legendärem Line-up und Gänsehautmomenten

BOB Fest Bericht bei der Show im Scheinwerferlicht © Marc Blessing

Das BOBfest (RADIO BOB!) Nummer drei hat einmal mehr gezeigt, dass es zu den geilsten Festivals Deutschlands gehört. Den 13.000 Metal-Fans wurde ein Line-up geboten, das wunderbar aufeinander aufbaute und die Stimmung bis zum Headliner immer weiter steigerte. Man kann durchaus sagen, dass hier ein Stück Rockgeschichte geschrieben wurde – und dabei nicht nur in Nostalgie geschwelgt wurde.

BOBfest-Opener 2026: The Gems

Den Auftakt des Festivals machten The Gems, eine schwedische Rockformation mit ehemaligen Mitgliedern von Thundermother. Sie legten direkt mit Vollgas los und verbreiteten von der ersten Minute an positive und energiegeladene Vibes. Vor allem ihre ausgeprägte Spielfreude brachte das Publikum sofort auf Touren. Sie waren nicht einfach nur der Opener – sie waren gekommen, um zu bleiben und mit ihrem Können eine deutliche Duftmarke in den Köpfen der Fans zu hinterlassen. Das gelang ihnen definitiv.

BOB Fest 2026 © Andreas Mueller 55

Emotionaler Moment mit Phil Campbell and The Bastard Sons

Leider ist im März dieses Jahres Phil Campbell, Vater der Bastard Sons und absolute Motörhead-Legende, verstorben. Seine Söhne halten sein musikalisches Erbe jedoch eindrucksvoll am Leben und lieferten mit ihren Motörhead-Tributen eine echte Rockshow ab. Lemmy und Phil hätten ihre Freude daran gehabt.

Natürlich präsentierten sie auch eigene Songs wie „Bastard Sons“ und „High Rule“. Hart und laut – zwei Eigenschaften, die die Jungs eindrucksvoll verkörperten und mit denen sie die Fans zum Abfeiern brachten. Zum Abschluss gab es „Killed by Death“, würdig vorgetragen als Hommage an Motörhead und als Beweis dafür, dass der Einfluss von Lemmy bis heute spürbar ist.

Nestor – die Schweden mit Faible für ausgefallene Outfits

Die Jungs von Nestor – Schwedens Rock-Export Nummer zwei – sorgten vor allem mit ihren extravaganten Bühnenoutfits und ihrem Enthusiasmus für einen echten Hingucker beim BOBfest 2026.

Die Band spielt melodischen Hard Rock mit ihrem ganz eigenen Sound. Man fühlt sich sofort in die Zeit der großen Rockhymnen zurückversetzt und bekommt gleichzeitig eine ordentliche Portion moderner Energie. Mit ihren eingängigen Melodien, einer äußerst beweglichen Bühnenpräsenz (siehe Fotos) und ihrem kraftvollen Gitarrensound eroberten sie die Herzen der Fans im Sturm.

Mehrfach bedankte sich die Band bei RADIO BOB! für die Einladung und die herzliche Aufnahme in Deutschland.

Beyond the Black – der Senkrechtstarter aus Deutschland

Der erste große Name des Festivals war Beyond the Black rund um Sängerin Jennifer Haben. Sie präsentierte sich stimmlich wie auch mental in absoluter Bestform – genauso wie die gesamte Band.

Gespielt wurden Songs aus fünf Studioalben und das Publikum durfte sich auf eine beeindruckende Performance aus kraftvollem Metal, emotionalen Melodien und einer eindrucksvollen LED-Bühneninszenierung freuen.

Beim Song „Ravens“ betrat Jennifer Haben die Bühne mit goldenen Flügeln und sorgte damit für einen optischen Höhepunkt sowie einen symbolträchtigen Auftritt. Durch den Mix aus Musik, Licht und der gewaltigen Kulisse entstand eine Show, die definitiv Lust auf eine weitere Headliner-Tour von Beyond the Black macht.

Beyond the Black bewies, dass sie nicht nur musikalisch längst ihren festen Platz in der Metal-Szene eingenommen hat, sondern auch optisch zu den eindrucksvollsten Livebands der modernen Metalwelt gehört. Also bitte mehr davon.

Abriss vom Feinsten mit Airbourne

Für einen der explosivsten Auftritte des Abends sorgten Airbourne. Die australische Hard-Rock-Band verwandelte die Bühne in ein wahres Powerhouse aus Lautstärke, Schweiß und grandiosen Gitarrenriffs.

Ein musikalischer Sturm – allen voran der charismatische Joel O’Keeffe – fegte über die Bühne des SparkassenParks. Von der ersten Sekunde an gab es treibende Gitarrenriffs, donnernde Drums und einen Beat, der einfach jeden mitriss.

Die Rampensau O’Keeffe rannte und sprang über die gesamte Bühne, als gäbe es kein Morgen mehr. Natürlich durfte auch die legendäre Bierbecher-Aktion nicht fehlen. Ebenso wenig wie sein berühmter Walk auf den Schultern eines Security-Mitarbeiters mitten durch das Publikum – inklusive Bierdusche für ihn und alle Umstehenden.

Das nenne ich eine Show vom Allerfeinsten – oder einfach den totalen Abriss. Airbourne waren laut, wild und kompromisslos – die reinste Form von Rock ’n‘ Roll. Diese Band aus Australien muss man einfach einmal live erlebt haben. Die Stimmung ist einzigartig und kaum in Worte zu fassen.

Manch einer sagte hinter vorgehaltener Hand sogar, Airbourne seien der eigentliche Headliner des Abends gewesen. Fest steht jedoch: Das war ein absoluter Hammer-Auftritt beim BOBfest 2026.

Der echte Headliner und eine Legende: Judas Priest

Nach dem Auftritt von Airbourne noch einen draufzusetzen, schaffen nur wenige Bands. Judas Priest gehören definitiv dazu. Schließlich sind sie ein bedeutender Teil der britischen Rockgeschichte und ihre Songs haben auch nach mehreren Jahrzehnten nichts von ihrer Ausstrahlung und Energie verloren.

Metal-Gott Rob Halford, der fast 75-jährige Frontmann, war die Freude über den Auftakt der neuen Headliner-Tour an diesem Abend deutlich anzusehen. Er hatte sichtlich Lust auf die Show und meisterte seinen Gesangspart mit Bravour. Auch die übrigen Bandmitglieder präsentierten ihre Parts mit beeindruckender Power.

Judas Priest ruhen sich niemals auf ihrem Legendenstatus aus, sondern versuchen stets, noch ein Stück besser zu werden. Das wurde beim BOBfest eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Mit dem beeindruckendsten Bühnenbild, dem härtesten Sound und der markantesten Stimme des gesamten Tages begeisterten sie die Fans, was am ohrenbetäubenden Jubel deutlich zu hören war.

Das Beeindruckendste an Judas Priest ist jedoch, dass ihre Musik Generationen verbindet. Das können nur die wenigsten Bands von sich behaupten. Und sie schreiben auch heute noch weiter an der Geschichte des Heavy Metal.

Fazit zum BOBfest 2026

Zum Abschluss noch ein paar Worte zur Organisation des BOBfests 2026: Das Festival war hervorragend organisiert. Es gab reichlich Parkplätze, außergewöhnlich viele Toiletten, kostenlose Wasserstellen sowie ein großes Angebot an Speisen und Getränken. Es war wirklich für jeden etwas dabei.

Lediglich die Festival-Shirts waren sehr schnell ausverkauft – kleiner Spoiler: Sie können online nachbestellt werden.

Das dritte BOBfest war rundum eine saubere Sache. Respekt an RADIO BOB! und alle Beteiligten.

Wir freuen uns schon jetzt auf das BOBfest 2027!

Impressionen BOBfest

Paranoyd Magazin