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Amphi Festival 2025: Regen, Rhythmus und ganz viel Gemeinschaftsgefühl

Skynd Amphi festival 2025 Anne Goethe
Credit: Anne Goethe

Am 18. und 19. Juli 2025, verwandelte sich der Kölner Tanzbrunnen erneut in ein Mekka für Fans von EBM, Future Pop, Mittelalterrock und alternativer Musik: Das Amphi Festival 2025 lockte wieder tausende Besucher in die Domstadt und bewies einmal mehr, warum es seit Jahren zu den festen Größen der Szene zählt.

Project Pitchfork statt VNV Nation – SKYND begeistert

Ursprünglich als Headliner für den Samstagabend angekündigt, mussten VNV Nation aus gesundheitlichen Gründen leider kurzfristig absagen – ein Wermutstropfen für viele Fans. Doch das Festivalteam reagierte schnell: Project Pitchfork übernahmen den Slot und lieferten eine gewohnt mitreißende Show. Für uns bedeutete das allerdings eine schwierige Entscheidung, denn zeitgleich feierte SKYND auf der Theater Stage ihr Headliner-Set und genau darauf hatten wir uns besonders gefreut. Das Warten hatte sich am Ende aber auch absolut gelohnt: Mit ihrer düsteren, theatralischen Performance setzte SKYND ein starkes Highlight des gesamten Wochenendes und übertraf alle Erwartungen.

Gänsehautmomente und Legenden – Die musikalischen Highlights abseits der Headliner beim Amphi Festival 2025

Doch auch abseits der Headliner gab es jede Menge musikalische Highlights. So haben Nachtblut mit ihrem eindringlichen Gothic meets Rock- und Metalsound dem feierwütigen Publikum am Samstag ordentlich eingeheizt. Auch Letzte Instanz haute noch einmal so richtig raus und brachte die Menge zum Schwitzen – leider ein letztes Mal in Köln. Dem würdigen Abschied folgten aber noch weitere fantastische Auftritte. So stach für uns besonders Camouflage heraus, die mit ihrer Dekaden langen Bühnenerfahrung dem Publikum natürlich problemlos eine großartige Show lieferten. Ein weiteres Highlight, trotz technischer Startschwierigkeiten, war Ashbury Heights für uns.

Auch der Sonntag war ein wahres Fest für Freunde dunkler Musik und startete für uns mit einer Überraschung. So holten Wisborg niemand geringeren als Chris Harms von Lord of the Lost direkt am frühen Nachmittag für einen Gastauftritt mit auf die Bühne! Die als mit Augenzwinkern angekündigte „familienfreundlichste Band“ des Festivals – Suicide Commando – vereinten viele Tanzfreudige im Publikum und spielten ein routiniertes Best Of Set. Rockiger wurde es mit Oomph!, die vom Publikum trotz des wieder aufkommenden Regens extrem gefeiert wurden. Frontmann Daniel Schulz ließ es sich auch nicht nehmen, eine Runde auf den Händen der Fans zu surfen – und hatte damit wohl den größten Metal-Moment des Festivals.

Eine wahre Legende der Szene betrat mit Anne Clark die Bühne. Mittlerweile absolviert sie ihre Konzerte im Sitzen, doch das nimmt dem Erlebnis keineswegs an Zauber. Ihre Stimme und ihre eindringliche Ausstrahlung waren unglaublich und ein echtes Highlight! Der krönende Abschluss des Amphi Festivals 2025 war natürlich der Auftritt von Lord of the Lost, den nicht nur Moderator und Kriminalbiologe Mark Benecke im Bananenkostüm, sondern auch die schwarze Szene feierten.

Regen, Atmosphäre und Vorfreude aufs Jubiläum

Das weitläufige Festivalgelände trug seinen Teil zur entspannten Atmosphäre bei, selbst bei der großen Besucherzahl fühlte man sich nie erdrückt. Das Angebot an Speisen und Getränken war vielfältig und ließ kaum Wünsche offen, wenn auch die Preise etwas im oberen Bereich lagen. Weniger erfreulich: Die Zahl der Sitzplätze war recht begrenzt, sodass man zwischen den Konzerten oft improvisieren musste. Dafür glänzte die Organisation in anderen Punkten: Die sanitären Anlagen waren durchgehend sauber, und auch die Wege zwischen den Bühnen ließen sich gut bewältigen.

Trotz gelegentlicher Regenschauer blieb die Stimmung – insbesondere am Sonntag – ausgelassen und fröhlich. Es wurde getanzt, gelacht, gefeiert und die Musik in vollen Zügen genossen. Die „Amphi-Familie“ hielt auch dieses Jahr wieder zusammen und zeigte, wie sehr dieses Festival von seiner Gemeinschaft lebt.


Unser Fazit:

Das Amphi 2025 war ein gelungenes Wochenende voller EmotionenBegegnungen und musikalischer Höhepunkte. Trotz kleiner Wermutstropfen bleibt es eines der herzlichsten und schönsten Festivals der Szene. Wir freuen uns schon jetzt auf das große Jubiläum im kommenden Jahr20 Jahre Amphi – am 25. und 26. Juli 2026, mit dem traditionellen „Call the Ship to Port“-Event am 24. Juli.

Impressionen Amphi 2025

All Foto-Credits by Anne Goethe!


anne

Anne Göthe

Anne ist Konzert- & Festivalfotografin sowie Autorin für das Paranoyd Magazin. Sie berichtet über die Rock-, Metal- & Gothic-Szene und fängt das Geschehen mit Leidenschaft und einem besonderen Gespür für Atmosphäre ein. In ihren Bildern und Berichten verbindet Anne authentische Einblicke mit der emotionalen Tiefe der schwarzen Szene.

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