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W.A.S.P.: Die Schockrock-Legenden um Blackie Lawless
W.A.S.P. gehören zu den bekanntesten und kontroversesten Heavy-Metal-Bands der 1980er Jahre. Die von Frontmann Blackie Lawless gegründete Formation kombinierte klassischen Heavy Metal mit spektakulären Bühnenshows, provokanten Texten und einer kompromisslosen Attitüde. Mit Songs wie „I Wanna Be Somebody“, „Wild Child“, „L.O.V.E. Machine“, „Blind In Texas“ und „The Idol“ schrieben W.A.S.P. Metal-Geschichte und wurden zu einer der prägenden Bands ihrer Generation.
Während viele Gruppen der Glam- und Heavy-Metal-Welle der Achtziger längst verschwunden sind, stehen W.A.S.P. auch Jahrzehnte später noch auf den großen Festivalbühnen und begeistern Fans auf der ganzen Welt. Besonders die markante Stimme von Blackie Lawless und sein unverwechselbares Songwriting machten die Band zu einer festen Größe der internationalen Metalszene.
Mit über vier Jahrzehnten Bandgeschichte zählen W.A.S.P. heute zu den wichtigsten Vertretern des klassischen amerikanischen Heavy Metal.
Die Entstehung von W.A.S.P.
Gegründet wurden W.A.S.P. 1982 in Los Angeles von Blackie Lawless. Zuvor hatte dieser bereits Erfahrungen bei verschiedenen Rock- und Metal-Projekten gesammelt und war kurzzeitig mit Musikern aktiv, die später bei Quiet Riot oder anderen bekannten Bands Karriere machten.
Die frühe Metalszene in Los Angeles war hart umkämpft. Neben Bands wie Mötley Crüe, Ratt oder Dokken wollten sich auch W.A.S.P. einen Namen machen.
Dabei setzte die Band bewusst auf Provokation.
Die legendären Bühnenshows mit Kreissägen, Kunstblut und schockierenden Inszenierungen sorgten schnell für Aufmerksamkeit. Gleichzeitig überzeugten W.A.S.P. jedoch auch musikalisch durch starke Songs und einen unverwechselbaren Sound.
Bereits das Debütalbum machte die Band international bekannt.
Der Aufstieg in den 1980er Jahren
1984 erschien das selbstbetitelte Debütalbum „W.A.S.P.“.
Die Platte enthielt Klassiker wie:
I Wanna Be Somebody
L.O.V.E. Machine
The Flame
School Daze
Das Album entwickelte sich schnell zu einem wichtigen Werk der US-Metalszene.
Mit den Nachfolgern „The Last Command“ und „Inside The Electric Circus“ baute die Band ihren Erfolg weiter aus.
Songs wie „Wild Child“, „Blind In Texas“ oder „Sleeping (In The Fire)“ gehören bis heute zu den beliebtesten W.A.S.P.-Titeln überhaupt.
In den späten Achtzigern begann Blackie Lawless, die musikalische Ausrichtung weiterzuentwickeln. Das Resultat war das Konzeptalbum „The Headless Children“, das bis heute als eines der stärksten Werke der Band gilt.
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Von Glam Metal zu Konzeptalben
Ein wichtiger Wendepunkt war das 1989 veröffentlichte Album „The Headless Children“. Die Songs wurden düsterer, komplexer und politischer.
Noch ambitionierter fiel „The Crimson Idol“ aus, das von vielen Fans und Kritikern als Meisterwerk der Band betrachtet wird.
Das Konzeptalbum erzählt die tragische Geschichte des fiktiven Rockstars Jonathan Steel und gilt bis heute als eines der bedeutendsten Konzeptalben der Metal-Geschichte.
In den folgenden Jahrzehnten veröffentlichten W.A.S.P. weitere erfolgreiche Alben und blieben eine feste Größe im klassischen Heavy Metal.
Musikalischer Stil
W.A.S.P. bewegen sich zwischen:
Heavy Metal
Hard Rock
Glam Metal
Shock Rock
Classic Metal
Typische Merkmale ihres Sounds sind:
Markante Gesangslinien
Kraftvolle Gitarrenriffs
Große Refrains
Düstere Geschichten
Melodische Soli
Hoher Wiedererkennungswert
Vor allem Blackie Lawless prägt mit seiner Stimme und seinem Songwriting den Charakter der Band.
Live eine Metal-Institution
W.A.S.P. genießen seit Jahrzehnten einen hervorragenden Ruf als Live-Band.
Von den berüchtigten Schockshows der Achtziger bis zu den heutigen Jubiläumstourneen blieb die Gruppe stets ein Publikumsmagnet.
Festivalauftritte bei Wacken Open Air, Sweden Rock, Hellfest oder Graspop gehören seit Jahren zum festen Bestandteil ihres Tourkalenders.
Gerade die Jubiläumsshows zum Debütalbum sorgten in den vergangenen Jahren für große Begeisterung bei den Fans.
Aktuelle Bandmitglieder
Blackie Lawless – Gesang, Gitarre
Doug Blair – Gitarre
Mike Duda – Bass
Aquiles Priester – Schlagzeug
Ehemalige Bandmitglieder
Chris Holmes – Gitarre
Randy Piper – Gitarre
Steve Riley – Schlagzeug
Johnny Rod – Bass
Stet Howland – Schlagzeug
Bob Kulick – Gitarre
Insbesondere Chris Holmes gilt neben Blackie Lawless als prägende Figur der klassischen W.A.S.P.-Ära.
Diskografie
Studioalben
1984 – W.A.S.P.
1985 – The Last Command
1986 – Inside The Electric Circus
1989 – The Headless Children
1992 – The Crimson Idol
1995 – Still Not Black Enough
1997 – Kill Fuck Die
1999 – Helldorado
2001 – Unholy Terror
2004 – The Neon God: Part 1 – The Rise
2004 – The Neon God: Part 2 – The Demise
2007 – Dominator
2009 – Babylon
2015 – Golgotha
Die 10 bekanntesten Songs
I Wanna Be Somebody
Wild Child
Blind In Texas
L.O.V.E. Machine
The Idol
Sleeping (In The Fire)
The Headless Children
Forever Free
Chainsaw Charlie (Murders In The New Morgue)
Mean Man
Das Vermächtnis von W.A.S.P.
W.A.S.P. haben den amerikanischen Heavy Metal der Achtziger entscheidend mitgeprägt. Die Band verband provokante Bühnenshows mit starken Songs und entwickelte sich im Laufe ihrer Karriere von einer Schockrock-Attraktion zu einer respektierten Metal-Institution.
Mit mehr als vierzig Jahren Bandgeschichte, zahlreichen Klassikern und einer treuen weltweiten Fanbasis gehören W.A.S.P. bis heute zu den wichtigsten Namen des klassischen Heavy Metal. Der Einfluss von Blackie Lawless und seiner Band ist in der Rock- und Metalszene noch immer deutlich spürbar.
Marc Blessing
Marc ist Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für Rock und Metal News sowie Hausfotograf des LKA Longhorns verbindet er Szenekenntnis mit technischem Know-how. Er liefert authentische Konzertberichte, professionellen Content und prägt seit Beginn Qualität, Glaubwürdigkeit und digitale Stärke des Paranoyd Magazins.
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