Tanzwut

Tanzwut: Mittelalter-Rock mit Dudelsack, Metal und Berliner Spielmannswut

Offizielle Bandseite: Tanzwut

Tanzwut gehören zu den Bands, bei denen schon der Name ziemlich genau beschreibt, was auf der Bühne passiert. Seit mehr als 25 Jahren verbindet die Berliner Formation mittelalterliche Instrumente mit Rock, Metal, elektronischen Sounds und einer ordentlichen Portion Spielmannswut. Dudelsäcke treffen auf harte Gitarren, treibende Schlagzeugbeats und die markante Stimme von Frontmann Teufel. Dazu kommen Texte, die zwischen historischen Bildern, persönlichen Geschichten, gesellschaftlichen Beobachtungen, Humor und Doppeldeutigkeiten wechseln.

Die Geschichte von Tanzwut begann 1997 als Nebenprojekt der Mittelalter-Musiker von Corvus Corax. Aus der Idee, mittelalterliche Musik mit modernen elektronischen und rockigen Elementen zu verbinden, entwickelte sich eine eigenständige Band. Während Corvus Corax stärker auf die traditionelle Spielmannsmusik setzte, gingen Tanzwut von Beginn an einen deutlich moderneren und härteren Weg.

Mehr als zwei Jahrzehnte später ist aus diesem Experiment eine feste Größe der deutschen Mittelalter-Rock-Szene geworden. Alben wie „Tanzwut“, „Ihr wolltet Spaß“, „Morus et Diabolus“, „Labyrinth der Sinne“, „Freitag der 13.“, „Schreib Es Mit Blut“, „Seemannsgarn“ und „Achtung Mensch!“ zeigen eine Band, die ihren Grundgedanken nie aufgegeben, ihren Sound aber immer wieder verändert hat.

2026 steht bereits das nächste Kapitel an. Am 4. September 2026 erscheint das neue Studioalbum „Herz aus Stein“. Anschließend gehen Tanzwut auf die gleichnamige Tour, die im Oktober und November durch zahlreiche deutsche Städte führt. Als Special Guest ist Sagenbringer dabei. :contentReference[oaicite:0]{index=0}

Die Entstehung von Tanzwut

Die Wurzeln von Tanzwut liegen in der Berliner Mittelalterband Corvus Corax. Die Musiker beschäftigten sich bereits seit den 1980er-Jahren mit historischer Musik und traditionellen Instrumenten. Besonders die Dudelsäcke, Trommeln und anderen mittelalterlichen Instrumente wurden zum Markenzeichen von Corvus Corax.

1997 entstand daraus die Idee, diese Instrumente mit modernen musikalischen Elementen zu verbinden. Das Projekt bekam den Namen Tanzwut.

Der Ansatz war damals durchaus ungewöhnlich. Während Mittelaltermusik häufig möglichst authentisch präsentiert wurde, wollte Tanzwut bewusst den Sprung in die Gegenwart schaffen. Elektronische Klänge, Rockgitarren und harte Rhythmen sollten mit den alten Instrumenten zusammenkommen.

Das Ergebnis war zunächst sperrig und ungewöhnlich. Genau darin lag aber der Reiz.

Tanzwut mussten nicht zwischen Mittelaltermarkt und Rockkonzert wählen. Sie konnten beides miteinander verbinden.

Teufel als prägende Figur

Eine der wichtigsten Personen in der Geschichte von Tanzwut ist Frontmann Teufel.

Mit seinem auffälligen Bühnenoutfit, der markanten Stimme und seiner theatralischen Bühnenpräsenz wurde er zum Gesicht der Band. Sein Künstlername passt dabei perfekt zur Grundidee von Tanzwut.

Teufel steht nicht einfach am Mikrofon und singt die Songs herunter. Die Auftritte leben von einer Mischung aus Rockkonzert, Mittelalterinszenierung und Unterhaltung.

Diese Theatralik gehört seit den frühen Jahren zum Konzept der Band und ist ein wichtiger Grund dafür, dass Tanzwut live einen eigenen Charakter besitzen.

Das erste Album „Tanzwut“

1999 erschien das selbstbetitelte Debütalbum „Tanzwut“.

Darauf war bereits die grundlegende Formel der Band zu hören: Dudelsäcke und mittelalterliche Instrumente wurden mit elektronischen Beats, Gitarren und modernen Produktionsmethoden verbunden.

Der Sound unterschied sich deutlich von klassischer Mittelaltermusik und ebenso deutlich von gewöhnlichem Industrial Rock.

Tanzwut schufen damit einen eigenen Bereich zwischen Mittelalter-Rock, Industrial und Metal.

Die ersten Songs machten schnell deutlich, dass diese Band nicht nur ein Ableger von Corvus Corax sein sollte. Tanzwut entwickelte eine eigene Identität.

„Ihr wolltet Spaß“

Mit „Ihr wolltet Spaß“ aus dem Jahr 2000 wurde die Richtung weiter ausgebaut.

Der Titel war durchaus programmatisch. Tanzwut verbanden ihre musikalische Härte mit einem bewusst unterhaltsamen Auftreten. Die Texte waren häufig direkt, manchmal provokant und immer wieder mit einem Augenzwinkern versehen.

Gleichzeitig wurde der Sound zunehmend rockiger.

Die Dudelsäcke blieben ein zentraler Bestandteil, waren aber nicht mehr bloß historische Klangfarbe. Sie wurden zu einem gleichwertigen Instrument innerhalb der Rockarrangements.

„Morus et Diabolus“

2001 folgte „Morus et Diabolus“.

Das Album zeigte Tanzwut in einer Phase, in der die Band ihren Platz innerhalb der jungen deutschen Mittelalter-Rock-Szene zunehmend gefunden hatte.

Gemeinsam mit Gruppen wie Subway to Sally, In Extremo und später Saltatio Mortis gehörte Tanzwut zu den Bands, die mittelalterliche Instrumente selbstverständlich mit moderner Rockmusik verbanden.

Trotz der stilistischen Nähe blieben Unterschiede bestehen. Tanzwut setzte stärker auf elektronische Elemente und eine härtere, teilweise industrielle Atmosphäre.

„Labyrinth der Sinne“

2004 erschien „Labyrinth der Sinne“.

Das Album zeigte eine Band, die sich musikalisch nicht mit dem bereits Erreichten zufriedengab.

Elektronische Sounds, harte Gitarren und mittelalterliche Instrumente wurden noch stärker miteinander verschmolzen. Gleichzeitig blieb der melodische Aspekt erhalten.

Die Songs funktionierten sowohl als Rocknummern als auch als Stücke, bei denen die traditionellen Instrumente im Mittelpunkt standen.

„Schattenreiter“

Mit „Schattenreiter“ setzte Tanzwut ihre Entwicklung fort.

Die Band bewegte sich zunehmend in Richtung eines modernen Mittelalter-Rock-Sounds, ohne die Verbindung zur historischen Spielmannsmusik aufzugeben.

Gerade diese Balance wurde zu einem wichtigen Bestandteil der Identität von Tanzwut.

Die Musiker wollten keine historische Rekonstruktion auf der Bühne präsentieren. Vielmehr ging es darum, alte Klangwelten in eine moderne Rockshow zu übertragen.

„Götterfunken“

2006 erschien „Götterfunken“.

Das Album zeigte erneut die große Bandbreite der Gruppe. Neben härteren Stücken fanden sich melodische Songs und Passagen, in denen die Dudelsäcke deutlich stärker in den Vordergrund rückten.

Der Name Tanzwut war inzwischen fest mit einer bestimmten musikalischen Vorstellung verbunden.

Wenn die Dudelsäcke einsetzten und gleichzeitig Gitarren und Schlagzeug nach vorne preschten, war die Herkunft der Band unverkennbar.

„The Art of Dance“

2008 erschien „The Art of Dance“.

Der englische Titel deutete bereits an, dass Tanzwut ihre Musik immer stärker als Verbindung verschiedener Welten verstanden.

Die Songs waren tanzbar, rockig und teilweise elektronisch. Gleichzeitig blieb der mittelalterliche Instrumentalanteil erhalten.

Diese Kombination sorgte dafür, dass Tanzwut sowohl auf Mittelalterfestivals als auch auf Rock- und Metalveranstaltungen funktionierten.

„Morus und Diabolus“ und die Live-Energie

Die Live-Shows wurden über die Jahre zu einem immer wichtigeren Bestandteil der Band.

Während die Studioalben unterschiedliche musikalische Facetten zeigten, entwickelte sich die Bühne zum Ort, an dem Tanzwut sämtliche Elemente zusammenbringen konnten.

Dudelsäcke, Trommeln, Gitarren, elektronische Sounds, Kostüme und Teufels Bühnenpräsenz sorgten für eine Show, die sich deutlich von einem gewöhnlichen Rockkonzert unterschied.

Das Publikum sollte dabei nicht nur zuhören.

Es sollte tanzen.

„Weiße Nächte“

Mit „Weiße Nächte“ zeigte Tanzwut eine weitere Seite der Band.

Der Song steht für die melodischere Seite des Sounds und verdeutlicht, dass die Berliner nicht ausschließlich auf harte Gitarren und schnelle Rhythmen setzen.

Emotionale und atmosphärische Songs gehören ebenso zum Repertoire wie aggressive Rocknummern.

„Morus et Diabolus“ bis „Freitag der 13.“

In den folgenden Jahren entwickelte sich Tanzwut immer weiter.

2011 erschien „Morus et Diabolus“, bevor 2014 mit „Freitag der 13.“ ein weiteres wichtiges Album folgte.

„Freitag der 13.“ kombinierte die typischen Dudelsackmelodien mit druckvollen Rockarrangements. Die Band klang inzwischen deutlich routinierter als in den Anfangsjahren.

Das Konzept war nicht mehr ungewöhnlich, sondern hatte sich zu einer eigenen musikalischen Sprache entwickelt.

„Freitag der 13.“

Der Titelsong „Freitag der 13.“ gehört zu den Stücken, die den typischen Tanzwut-Sound sehr direkt auf den Punkt bringen.

Treibende Rhythmen, harte Gitarren und die markanten Dudelsäcke treffen auf einen Refrain, der für das Publikum geradezu nach gemeinschaftlichem Mitsingen und Tanzen verlangt.

Der Song steht damit exemplarisch für die Konzertseite der Band.

„Schreib Es Mit Blut“

2016 erschien „Schreib Es Mit Blut“.

Das Album rückte die dunklere Seite der Band stärker in den Vordergrund.

Die Texte bewegten sich zwischen mittelalterlicher Symbolik, persönlichen Themen und gesellschaftlichen Beobachtungen. Musikalisch blieb die Band ihrer Mischung aus Rock, Metal, Elektronik und Spielmannsmusik treu.

Der Titelsong wurde zu einem der bekannten Stücke der späteren Tanzwut-Phase.

„Seemannsgarn“

2019 folgte „Seemannsgarn“.

Das elfte Studioalbum der Band zeigte erneut die große stilistische Bandbreite von Tanzwut. Die insgesamt 13 Songs reichten von härteren deutschen Rocksongs bis zu Balladen und melodischeren Stücken.

Der Dudelsack blieb dabei das verbindende Element.

Auch Instrumente wie Cister und Bandoneon kamen zum Einsatz und erweiterten die Klangpalette.

Damit wurde deutlich, dass Tanzwut mittelalterliche Instrumente nicht lediglich als Effekt einsetzen. Sie gehören zum eigentlichen Songwriting.

„Die Tanzwut kehrt zurück“

Mit „Die Tanzwut kehrt zurück“ knüpfte die Band bewusst an ihre eigene Geschichte an.

Der Titel war gleichzeitig eine Art Selbstbeschreibung. Tanzwut hatten sich über die Jahre immer wieder verändert, waren ihrem ursprünglichen Gedanken aber treu geblieben.

Die Verbindung aus Spielmannsmusik und moderner Rockmusik war weiterhin das Fundament.

„Achtung Mensch!“

2024 erschien „Achtung Mensch!“.

Das Album setzte sich mit menschlichen Abgründen, gesellschaftlichen Entwicklungen und der Gegenwart auseinander. Gleichzeitig blieb der typische Humor der Band erhalten.

Musikalisch bewegte sich Tanzwut zwischen Rock, Metal, elektronischen Elementen und mittelalterlichen Instrumenten.

Der Titel „Achtung Mensch!“ passte dabei zu einer Band, die ihre Texte häufig mit einem gewissen Abstand zur eigenen Gegenwart betrachtet.

Das Album wurde von einer Tour begleitet und bildete die Grundlage für die Live-Aktivitäten der folgenden Jahre.

Tanzwut beim M’era Luna Festival

Auch 2025 gehörte Tanzwut zum Line-up des M’era Luna Festivals in Hildesheim.

Beim Auftritt wurden unter anderem „Achtung Mensch!“ und „Freitag der 13.“ gespielt. Der Auftritt fügte sich dabei perfekt in das Umfeld des Festivals ein, auf dem Gothic, Industrial, Mittelalter-Rock und Metal aufeinandertreffen.

Ein Konzertbericht im Paranoyd Magazin beschrieb den Auftritt als ausgelassene Show, bei der die Songs vom Publikum gefeiert wurden. :contentReference[oaicite:1]{index=1}

„Herz aus Stein“

2026 beginnt für Tanzwut ein neues Kapitel.

Am 4. September 2026 erscheint das neue Studioalbum „Herz aus Stein“. Die Band kündigte die Veröffentlichung bereits im Frühjahr an und präsentierte anschließend auch ein offizielles Musikvideo zum Titelsong. :contentReference[oaicite:2]{index=2}

Musikalisch soll das Album die bekannten Elemente der Band verbinden: tanzbare Melodien, poetische Texte, Humor und Doppeldeutigkeiten. Gleichzeitig bleiben die Dudelsäcke ein fester Bestandteil des Sounds.

Damit geht Tanzwut keinen kompletten Stilwechsel ein. Vielmehr wird die bekannte Mischung weiterentwickelt.

„Herz aus Stein“ als neues Kapitel

Der Titel „Herz aus Stein“ lässt Raum für unterschiedliche Interpretationen. Nach mehr als 25 Jahren Bandgeschichte kann Tanzwut auf einen großen Fundus an Themen zurückgreifen.

Die Band selbst beschreibt ihre neuen Songs als Mischung aus tanzbaren Melodien und Texten mit poetischem Tiefgang. Gleichzeitig soll der für Tanzwut typische Humor nicht fehlen. :contentReference[oaicite:3]{index=3}

Damit bleibt die Band ihrem Grundprinzip treu: ernste Themen müssen nicht zwingend bierernst präsentiert werden.

Die „Herz aus Stein“-Tour 2026

Direkt nach der Veröffentlichung des neuen Albums geht Tanzwut auf Tour.

Die „Herz aus Stein“-Tour beginnt am 16. Oktober 2026 in Frankfurt am Main und führt anschließend unter anderem nach Köln, München, Stuttgart, Hamburg, Leipzig, Rostock, Nürnberg, Zwickau, Forst, Oberhausen, Hannover, Dresden und Berlin.

Als Special Guest ist Sagenbringer dabei. Die Termine sind offiziell auf der Bandseite angekündigt. :contentReference[oaicite:4]{index=4}

Die Tour läuft bis zum 21. November 2026 und bietet damit die Gelegenheit, das neue Material unmittelbar nach Veröffentlichung live zu erleben.

Tanzwut und die Dudelsäcke

Der Dudelsack ist das vielleicht wichtigste Instrument im Sound von Tanzwut.

Er sorgt dafür, dass die Band selbst dann sofort erkennbar bleibt, wenn die Gitarren oder elektronischen Elemente stärker in den Vordergrund treten.

Bei Tanzwut ist der Dudelsack allerdings kein nostalgisches Beiwerk. Er übernimmt Melodien, Hooks und teilweise sogar die Rolle eines Leadinstruments.

Genau dadurch entsteht der charakteristische Klang der Band.

Rock und Mittelalter

Tanzwut gehören gemeinsam mit In Extremo, Subway to Sally und anderen Formationen zu den Bands, die den Mittelalter-Rock in Deutschland maßgeblich geprägt haben.

Die Berliner unterscheiden sich jedoch durch ihren starken Einsatz elektronischer Elemente.

Während andere Bands stärker auf Folk Rock oder klassischen Metal setzen, besitzt Tanzwut häufig einen industrielleren und tanzbareren Charakter.

Das macht die Musik auch für Hörer interessant, die mit klassischer Mittelaltermusik wenig anfangen können.

Humor und Doppeldeutigkeit

Ein wichtiger Bestandteil der Tanzwut-Texte ist der Humor.

Die Band nimmt sich selbst nicht übermäßig ernst und arbeitet gerne mit doppeldeutigen Formulierungen. Gerade bei mittelalterlichen Themen kann daraus eine interessante Mischung entstehen.

Historische Motive werden nicht einfach nacherzählt, sondern mit moderner Sprache und aktuellen Themen verbunden.

Dadurch bleiben die Songs zugänglich und wirken selten wie reine Mittelalter-Rekonstruktionen.

Die Rolle von Teufel

Teufel ist nicht nur Sänger, sondern das Gesicht von Tanzwut.

Seine Bühnenfigur verbindet die mittelalterliche Optik mit moderner Rockshow. Kostümierung, Gestik und Ansagen gehören ebenso zur Performance wie die Musik.

Gerade bei Tanzwut ist die visuelle Ebene deshalb nicht nebensächlich.

Die Band versteht sich als Gesamterlebnis, bei dem Musik, Kleidung, Instrumente und Bühneninszenierung zusammengehören.

Tanzwut live

Die Live-Shows von Tanzwut leben von Bewegung.

Das Publikum wird nicht nur zum Zuhören eingeladen. Die Songs sind so angelegt, dass sie zum Tanzen, Mitsingen und Mitmachen auffordern.

Wenn die Dudelsäcke einsetzen und die Gitarren gleichzeitig Druck machen, entsteht ein Sound, der in einem Club ebenso funktioniert wie auf einer großen Festivalbühne.

Die Band kann dabei zwischen einer klassischen Rockshow und einer Mittelaltershow wechseln.

Diese beiden Varianten gehören auch 2026 zum Programm. Bei bestimmten Veranstaltungen tritt Tanzwut in kleiner Besetzung als Mittelaltershow auf, während bei den Tourterminen die komplette Rockshow im Mittelpunkt steht. :contentReference[oaicite:5]{index=5}

Tanzwut und die deutsche Mittelalter-Rock-Szene

Ohne Tanzwut wäre die Entwicklung der deutschen Mittelalter-Rock-Szene kaum vorstellbar.

Die Band gehörte zu einer Generation, die traditionelle Instrumente für ein modernes Rockpublikum interessant machte.

Gemeinsam mit In Extremo und Subway to Sally entstand eine Szene, die später durch Bands wie Saltatio Mortis, Versengold und andere Gruppen weiter ausgebaut wurde.

Tanzwut nahm darin eine besondere Position ein, weil elektronische Elemente und Industrial-Einflüsse immer eine größere Rolle spielten.

Die Verbindung zu Corvus Corax

Die Verbindung zu Corvus Corax ist bis heute ein wichtiger Teil der Geschichte von Tanzwut.

Corvus Corax steht stärker für die traditionelle Spielmannsmusik, während Tanzwut diese musikalische Grundlage mit Rock, Metal und Elektronik verbindet.

Beide Projekte zeigen damit unterschiedliche Möglichkeiten, mit mittelalterlichen Instrumenten zu arbeiten.

Für Tanzwut war die Verbindung mit Corvus Corax zugleich der Ausgangspunkt für eine musikalische Entwicklung, die weit über das ursprüngliche Nebenprojekt hinausging.

Die wichtigsten Alben

  • Tanzwut – 1999
  • Ihr wolltet Spaß – 2000
  • Morus et Diabolus – 2001
  • Labyrinth der Sinne – 2004
  • Schattenreiter – 2006
  • Götterfunken – 2006
  • The Art of Dance – 2008
  • Freitag der 13. – 2014
  • Schreib Es Mit Blut – 2016
  • Seemannsgarn – 2019
  • Achtung Mensch! – 2024
  • Herz aus Stein – 2026

Die wichtigsten Songs

  • Bitte Bitte
  • Ihr wolltet Spaß
  • Was soll der Teufel
  • Freitag der 13.
  • Schreib Es Mit Blut
  • Geteert und Gefedert
  • Der Wächter
  • Bis zum Meer
  • Lügner
  • Achtung Mensch!
  • Herz aus Stein

Was Tanzwut besonders macht

Tanzwut haben über die Jahre eine musikalische Formel entwickelt, die sich nur schwer kopieren lässt.

Dudelsack, Metal, Rock, elektronische Sounds und mittelalterliche Instrumente können auf dem Papier nach einer ungewöhnlichen Kombination klingen. Bei Tanzwut funktioniert diese Mischung, weil die einzelnen Bestandteile nicht nebeneinander stehen, sondern miteinander verschmelzen.

Der Dudelsack ist nicht Dekoration. Die Gitarren sind nicht bloß Begleitung. Die elektronischen Elemente sind nicht einfach ein Effekt.

Alles erfüllt innerhalb der Songs eine Funktion.

Hinzu kommt die Bühnenfigur Teufel, die der Band ein unverwechselbares Gesicht gibt.

Die Entwicklung von 1997 bis heute

Die Entwicklung von Tanzwut lässt sich grob in mehrere Phasen unterteilen.

Am Anfang stand das Experiment, mittelalterliche Musik mit modernen elektronischen Sounds zu verbinden. Danach entwickelte sich daraus zunehmend eine Rock- und Metalband.

In den 2000er-Jahren wurden die Songs komplexer und die Live-Shows größer. In den 2010er-Jahren festigte Tanzwut ihre Position innerhalb der deutschen Mittelalter-Rock-Szene.

Mit „Seemannsgarn“, „Achtung Mensch!“ und nun „Herz aus Stein“ zeigt die Band, dass sie auch im dritten Jahrzehnt ihrer Geschichte noch neue musikalische Akzente setzen kann.

Das neue Kapitel 2026

Mit „Herz aus Stein“ steht 2026 ein neues Album vor der Tür, das gleichzeitig eine neue Livephase einleitet.

Die Band hat angekündigt, dass die neuen Songs unmittelbar nach der Veröffentlichung auf die Bühne gebracht werden sollen. Die dazugehörige Tour beginnt im Oktober und führt durch zahlreiche deutsche Städte. :contentReference[oaicite:6]{index=6}

Damit zeigt Tanzwut auch nach mehr als 25 Jahren keine Anzeichen dafür, sich auf den eigenen Klassikern auszuruhen.

Die Dudelsäcke bleiben, die Gitarren bleiben und auch der Humor bleibt. Entscheidend wird sein, welche neuen Facetten „Herz aus Stein“ in dieses bewährte Fundament einbringt.

Fazit

Tanzwut haben sich seit ihrer Gründung 1997 einen festen Platz in der deutschen Rock- und Mittelalter-Szene erarbeitet. Aus einem Projekt von Musikern aus dem Umfeld von Corvus Corax wurde eine eigenständige Band mit einem unverwechselbaren Sound.

Dudelsäcke, harte Gitarren, elektronische Sounds und mittelalterliche Instrumente bilden bis heute das musikalische Fundament. Darüber stehen die Stimme von Teufel, eine auffällige Bühnenshow und Texte, die zwischen Poesie, Humor, Doppeldeutigkeit und gesellschaftlicher Beobachtung wechseln.

Alben wie „Ihr wolltet Spaß“, „Freitag der 13.“, „Schreib Es Mit Blut“, „Seemannsgarn“ und „Achtung Mensch!“ zeigen, wie sich Tanzwut über die Jahre verändert hat, ohne die eigene Identität zu verlieren.

2026 geht die Geschichte weiter. Mit „Herz aus Stein“ erscheint am 4. September das nächste Studioalbum. Anschließend folgt die gleichnamige Tour durch Deutschland. :contentReference[oaicite:7]{index=7}

Damit bleiben Tanzwut genau das, was sie seit ihren Anfangstagen auszeichnet: eine Band, die historische Klangwelten nicht konserviert, sondern sie laut, modern und tanzbar in die Gegenwart holt.

FAQ zu Tanzwut

Wer sind Tanzwut?
Tanzwut ist eine deutsche Mittelalter-Rock- und Metalband aus Berlin. Die Gruppe verbindet Dudelsäcke und andere mittelalterliche Instrumente mit Rock, Metal und elektronischen Elementen.

Wann wurde Tanzwut gegründet?
Tanzwut wurde 1997 als Projekt von Musikern aus dem Umfeld der Mittelalterband Corvus Corax gegründet.

Wer ist der Sänger von Tanzwut?
Frontmann und Sänger der Band ist Teufel.

Was bedeutet der Name Tanzwut?
Der Begriff Tanzwut beschreibt eine Art zwanghaftes Verlangen zu tanzen. Der Name passt damit zum tanzbaren Charakter der Musik und zur mittelalterlichen Bildwelt der Band.

Welche Musik macht Tanzwut?
Tanzwut verbinden Mittelalter-Rock, Metal, Hard Rock und elektronische Elemente. Ein besonders wichtiges Merkmal sind die Dudelsäcke.

Welche Instrumente sind typisch für Tanzwut?
Neben E-Gitarren, Bass und Schlagzeug gehören Dudelsäcke, Trommeln und weitere mittelalterliche Instrumente zum typischen Klang der Band. Je nach Produktion kommen auch elektronische Sounds, Cister und Bandoneon hinzu.

Ist Tanzwut aus Corvus Corax entstanden?
Ja. Tanzwut wurde 1997 von Musikern aus dem Umfeld von Corvus Corax als Projekt gegründet, das mittelalterliche Musik mit modernen elektronischen und rockigen Elementen verbinden sollte.

Wie heißt das neue Album von Tanzwut?
Das neue Studioalbum heißt „Herz aus Stein“ und erscheint am 4. September 2026.

Wann geht Tanzwut 2026 auf Tour?
Die „Herz aus Stein“-Tour beginnt am 16. Oktober 2026 in Frankfurt am Main und läuft bis zum 21. November 2026. Sie führt durch zahlreiche deutsche Städte.

Wer begleitet Tanzwut auf der „Herz aus Stein“-Tour?
Sagenbringer ist als Special Guest für die Tour 2026 angekündigt.

Was ist das bekannteste Lied von Tanzwut?
Zu den bekannten Songs gehören unter anderem „Ihr wolltet Spaß“, „Freitag der 13.“, „Schreib Es Mit Blut“, „Bis zum Meer“, „Lügner“ und „Achtung Mensch!“.

Welche Bands sind ähnlich wie Tanzwut?
Tanzwut werden häufig gemeinsam mit In Extremo, Subway to Sally und Saltatio Mortis der deutschen Mittelalter-Rock-Szene zugerechnet. Der starke Einsatz elektronischer Elemente gibt Tanzwut jedoch einen eigenen Charakter.

Hat Tanzwut beim M’era Luna Festival gespielt?
Ja. Tanzwut trat unter anderem beim M’era Luna Festival 2025 in Hildesheim auf und spielte dort unter anderem „Achtung Mensch!“ und „Freitag der 13.“.

Was macht Tanzwut live besonders?
Die Band verbindet eine klassische Rockshow mit mittelalterlicher Instrumentierung, auffälliger Bühnenoptik und der charismatischen Performance von Frontmann Teufel.

Wie viele Studioalben hat Tanzwut veröffentlicht?
Mit „Herz aus Stein“ erscheint 2026 das zwölfte Studioalbum der Band.

Marc Blessing paranoyd

Marc Blessing

Marc ist Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für Rock und Metal News sowie Hausfotograf des LKA Longhorns verbindet er Szenekenntnis mit technischem Know-how. Er liefert authentische Konzertberichte, professionellen Content und prägt seit Beginn Qualität, Glaubwürdigkeit und digitale Stärke des Paranoyd Magazins.

KOMMENDE TOURDATEN

16.10.2026
Frankfurt
17.10.2026
Köln
23.10.2026
München
24.10.2026
Stuttgart
29.10.2026
Hamburg
30.10.2026
Leipzig
31.10.2026
Rostock
05.11.2026
Nürnberg
06.11.2026
Zwickau
07.11.2026
Forst
13.11.2026
Oberhausen
14.11.2026
Hannover
20.11.2026
Dresden
21.11.2026
Berlin
Paranoyd Magazin