
Signs Of The Swarm: Deathcore zwischen brutaler Wucht und moderner Metal-Evolution
Offizielle Bandseite: Signs Of The Swarm
Signs Of The Swarm haben sich innerhalb weniger Jahre von einer Deathcore-Band aus Pittsburgh zu einer Formation entwickelt, die ihren ursprünglichen Sound zunehmend aufbricht. Die Band bleibt brutal, tief und technisch anspruchsvoll, beschränkt sich inzwischen aber längst nicht mehr auf die klassischen Zutaten des Genres. Mit „To Rid Myself of Truth“ erschien 2025 ein Album, auf dem Deathcore, moderne Metal-Elemente, Industrial-Einflüsse und eingängigere Refrains miteinander verbunden werden.
Im Mittelpunkt steht weiterhin Sänger David Simonich. Seine tiefen Growls gehören zu den markantesten Stimmen des modernen Deathcore. Hinter ihm sorgt Schlagzeuger Bobby Crow für einen erheblichen Teil der musikalischen Wucht und ist zugleich einer der wichtigsten Songwriter der Band. Gitarrist Carl Schulz und Bassist Michael Cassese vervollständigen die aktuelle Besetzung.
Signs Of The Swarm kommen aus Pittsburgh, Pennsylvania, und wurden 2014 gegründet. Seitdem hat die Band mehrere Besetzungswechsel hinter sich, ihren Stil mehrfach verändert und sich von den frühen Slam-Deathcore-Wurzeln immer weiter in Richtung moderner Extreme Metal entwickelt.
Mit „To Rid Myself of Truth“ ist diese Entwicklung besonders deutlich zu hören. Das 2025 veröffentlichte Album verbindet die technische und körperliche Härte der frühen Jahre mit Einflüssen von Meshuggah, Gojira und Fear Factory. Gleichzeitig bleiben die Breakdowns und die extreme Stimme von David Simonich fest im Sound verankert.
Die Anfänge in Pittsburgh
Signs Of The Swarm wurden 2014 in Pittsburgh gegründet. Die Stadt im US-Bundesstaat Pennsylvania besitzt eine traditionsreiche Heavy-Metal- und Hardcore-Szene, aus der auch Signs Of The Swarm ihre ersten Schritte machten.
Die ursprüngliche Bandbesetzung bestand aus mehreren Musikern, die in den folgenden Jahren teilweise wieder ausstiegen. Von der frühen Formation sind heute vor allem Schlagzeuger Bobby Crow und die musikalische Entwicklung der Band als Konstante geblieben.
Schon in den ersten Jahren bewegten sich Signs Of The Swarm im extremen Bereich des Deathcore. Tiefe Gitarren, massive Breakdowns und schnelle Schlagzeugpassagen bildeten das Fundament. Gleichzeitig griff die Band stark auf Elemente des Slamming Death Metal zurück.
Dieser Stil war damals vor allem innerhalb der Underground-Szene beliebt. Signs Of The Swarm entwickelten daraus jedoch einen eigenen Ansatz und veröffentlichten 2016 ihr Debütalbum „Senseless Order“.
„Senseless Order“ legt das Fundament
„Senseless Order“ erschien 2016 und zeigte Signs Of The Swarm noch deutlich näher an ihren Slam- und Deathcore-Wurzeln. Die Songs waren brutal, technisch und stark auf tiefe Gitarren sowie schwere Breakdowns ausgerichtet.
Gleichzeitig war bereits erkennbar, dass die Band nicht ausschließlich auf möglichst tiefe Sounds setzte. Die Gitarrenarbeit und das Schlagzeugspiel sorgten für eine technische Ebene, die in den folgenden Jahren immer stärker ausgebaut wurde.
Das Album war ein wichtiger erster Schritt. Signs Of The Swarm konnten sich damit in der internationalen Deathcore-Szene etablieren und wurden zunehmend auch außerhalb der USA wahrgenommen.
CJ McCreery und „The Disfigurement of Existence“
Eine wichtige Rolle in der frühen Geschichte spielte Sänger CJ McCreery. Er übernahm 2014 das Mikrofon und prägte die erste größere Phase der Band.
2017 erschien „The Disfigurement of Existence“. Das Album wurde über Unique Leader Records veröffentlicht und brachte Signs Of The Swarm weitere Aufmerksamkeit innerhalb der internationalen Deathcore-Szene.
Die Platte setzte auf die bekannten Zutaten: tiefe Gitarren, technische Riffs, Blastbeats und massive Breakdowns. Gleichzeitig wirkte das Songwriting kontrollierter als auf dem Debüt.
McCreerys tiefe Stimme passte perfekt zu diesem Sound. Seine Zeit bei Signs Of The Swarm war allerdings nur von kurzer Dauer. 2018 verließ er die Band und wechselte später zu Lorna Shore.
David Simonich übernimmt
Nach McCreerys Ausstieg übernahm David Simonich 2018 den Gesang. Dieser Wechsel erwies sich als wichtiger Punkt für die weitere Entwicklung der Band.
Simonich brachte eine eigene Stimme mit, die extrem tief, aggressiv und gleichzeitig sehr kontrolliert klingt. Seine Growls wurden schnell zu einem der markantesten Merkmale von Signs Of The Swarm.
Mit Simonich am Mikrofon begann die Band gleichzeitig, ihren Sound weiterzuentwickeln. Die Musik blieb im Deathcore verankert, wurde aber komplexer und moderner.
„Vital Deprivation“
2019 erschien „Vital Deprivation“. Das Album zeigte Signs Of The Swarm in einer Phase, in der die Band ihre technischen Fähigkeiten immer stärker mit dem Songwriting verband.
Die Songs wirkten kompakter und strukturierter als auf den frühen Veröffentlichungen. Die Brutalität blieb erhalten, wurde aber stärker in unterschiedliche Songabschnitte eingebaut.
David Simonichs Stimme wurde zum zentralen Instrument. Seine tiefen Growls liegen teilweise so tief im Frequenzbereich, dass sie beinahe wie ein zusätzliches Gitarreninstrument wirken.
Gleichzeitig arbeitete die Band zunehmend mit rhythmischen Verschiebungen und komplexeren Gitarrenstrukturen.
„Absolvere“ und die Weiterentwicklung
2021 folgte „Absolvere“. Das Album markierte eine weitere Stufe in der Entwicklung von Signs Of The Swarm.
Die Band entfernte sich zunehmend vom reinen Slam-Deathcore und öffnete sich für modernere Strukturen. Die Songs blieben brutal, waren aber stärker auf Atmosphäre, Dynamik und unterschiedliche Spannungsbögen ausgelegt.
Auch die Produktion wurde moderner. Tiefe Gitarren und präzise Schlagzeugspuren erzeugten einen Sound, der sowohl im Kopfhörer als auch auf großen Bühnen funktioniert.
„Absolvere“ zeigte damit bereits die Richtung, die später auf „Amongst The Low & Empty“ und „To Rid Myself of Truth“ noch deutlicher zu hören sein sollte.
„Amongst The Low & Empty“ bringt den Durchbruch
2023 veröffentlichten Signs Of The Swarm ihr fünftes Studioalbum „Amongst The Low & Empty“. Gleichzeitig wechselte die Band zu Century Media Records.
Das Album brachte die Band einem deutlich größeren Publikum näher. Besonders der Titelsong „Amongst The Low & Empty“ entwickelte sich zu einem wichtigen Song der Band und wurde durch soziale Netzwerke einem noch größeren Publikum bekannt.
Der Song verbindet extreme Vocals mit einem enorm druckvollen Groove. Die Doublebass-Passagen und der Breakdown machen ihn zu einem klassischen Deathcore-Track, gleichzeitig besitzt das Stück eine Struktur, die auch außerhalb der Szene funktioniert.
Weitere Songs wie „Pray for Death“, „Tower of Torsos“ und „Borrowed Time“ zeigten unterschiedliche Seiten der Platte.
„Amongst The Low & Empty“ war damit nicht einfach eine Fortsetzung der bisherigen Alben. Die Band begann, ihren Sound stärker auf moderne Metalproduktionen und größere Hooks auszurichten.
Der Wechsel zu Century Media
Der Vertrag mit Century Media Records stellte einen wichtigen Schritt in der Karriere von Signs Of The Swarm dar. Das Label verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im internationalen Metalgeschäft und ermöglichte der Band eine größere Reichweite.
Mit dem neuen Label im Rücken konnten Signs Of The Swarm ihre internationale Präsenz weiter ausbauen. Tourneen in Nordamerika, Europa und Australien folgten.
Die Band wurde zunehmend auf Festivals gebucht und teilte Bühnen mit bekannten Namen aus Deathcore, Metalcore und Death Metal.
„To Rid Myself of Truth“
Am 22. August 2025 erschien „To Rid Myself of Truth“. Das sechste Studioalbum stellt einen der deutlichsten Entwicklungsschritte der Band dar.
Signs Of The Swarm wollten nicht einfach „Amongst The Low & Empty“ wiederholen. Stattdessen wurde der Sound breiter. Deathcore bleibt das Fundament, doch Industrial Metal, moderne Metalcore-Elemente und Einflüsse von Bands wie Meshuggah, Gojira und Fear Factory werden deutlich stärker integriert.
Produziert wurde das Album von Josh Schroeder, der unter anderem mit Lorna Shore, Mental Cruelty, Varials und King 810 gearbeitet hat.
Das Ergebnis ist eine Platte, die weiterhin brutal klingt, aber stärker auf Dynamik und Songstrukturen setzt. Die Band arbeitet mit eingängigeren Refrains und lässt den einzelnen Songs mehr Raum.
„HELLMUSTFEARME“
Mit „HELLMUSTFEARME“ präsentierten Signs Of The Swarm einen der ersten Vorboten des neuen Albums. Der Song zeigt die Band in ihrer kompromisslosen Form und verbindet tiefe Growls mit einem modernen, druckvollen Sound.
Der Titel passt zu der aggressiven Grundstimmung des Albums. Gleichzeitig macht der Song deutlich, dass Signs Of The Swarm ihre Härte nicht verloren haben, obwohl sie sich musikalisch weiter öffnen.
Gerade diese Kombination ist charakteristisch für die aktuelle Phase: Die Band will moderner klingen, ohne ihre extreme Identität aufzugeben.
„Clouded Retinas“ mit Will Ramos
Eine besondere Zusammenarbeit entstand auf „To Rid Myself of Truth“ mit Will Ramos von Lorna Shore. Gemeinsam mit David Simonich ist Ramos auf „Clouded Retinas“ zu hören.
Damit treffen zwei der bekanntesten Stimmen des modernen Deathcore aufeinander. Beide Sänger verfügen über extreme Gesangstechniken, setzen diese aber auf unterschiedliche Weise ein.
Der Song gehört zu den auffälligsten Stücken des Albums und zeigt, wie weit sich Signs Of The Swarm inzwischen von ihren ursprünglichen Slam-Wurzeln entfernt haben.
„Iron Sacrament“ mit Phil Bozeman
Auch Phil Bozeman von Whitechapel ist auf „To Rid Myself of Truth“ vertreten. Er übernimmt einen Gastpart auf „Iron Sacrament“.
Die Zusammenarbeit ist musikalisch durchaus logisch. Whitechapel gehören zu den prägenden Bands des Deathcore, und Bozemans Stimme gehört zu den bekanntesten des Genres.
Der Song verbindet die klassische Brutalität des Deathcore mit den moderneren Elementen, die Signs Of The Swarm auf dem Album stärker in den Mittelpunkt rücken.
Die komplette Tracklist von „To Rid Myself of Truth“
- To Rid Myself of Truth
- HELLMUSTFEARME
- Natural Selection
- Scars Upon Scars
- Chariot
- Clouded Retinas feat. Will Ramos
- Iron Sacrament feat. Phil Bozeman
- Forcing to Forget
- Sarkazein
- Fear & Judgment feat. 156/Silence und Prison
- Creator
Das Album umfasst elf Songs und dauert knapp 40 Minuten. Trotz der relativ kompakten Spielzeit besitzt die Platte eine große musikalische Bandbreite.
David Simonich: Die Stimme von Signs Of The Swarm
David Simonich ist seit 2018 der Sänger von Signs Of The Swarm. Seine Stimme wurde zu einem der wichtigsten Erkennungsmerkmale der Band.
Simonich setzt auf extrem tiefe Growls, aber auch auf höhere Screams und unterschiedliche Gesangstechniken. Dadurch kann er innerhalb eines Songs verschiedene Klangfarben erzeugen.
Seine Vocals sind nicht ausschließlich für maximale Tiefe ausgelegt. Vielmehr werden sie rhythmisch in die Songs eingebaut und funktionieren häufig wie ein zusätzliches Percussion-Instrument.
Gerade auf „To Rid Myself of Truth“ ist diese Herangehensweise deutlich zu hören. Simonich kann einen Song mit einem tiefen Growl eröffnen und kurz darauf in eine deutlich höhere und aggressivere Technik wechseln.
Bobby Crow: Schlagzeug und Songwriting
Schlagzeuger Bobby Crow ist ebenfalls eine zentrale Figur der Band. Er gehört seit der Gründungsphase zum musikalischen Kern und ist maßgeblich am Songwriting beteiligt.
Sein Schlagzeugspiel verbindet schnelle Doublebass-Passagen, Blastbeats und schwere Groove-Parts. Gleichzeitig spielt Crow eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Songs.
Für „To Rid Myself of Truth“ verwarf Crow nach eigener Aussage einen großen Teil des ursprünglichen Materials, um eine klarere musikalische Richtung zu verfolgen. Das Ziel bestand darin, die Songs wütender und gleichzeitig substanzvoller zu machen.
Diese Entscheidung ist auf dem Album deutlich hörbar. Die Band setzt nicht mehr auf möglichst viele technische Momente, sondern auf gezielte musikalische Wirkung.
Der aktuelle Sound von Signs Of The Swarm
Die Entwicklung von Signs Of The Swarm lässt sich inzwischen in mehreren Phasen nachvollziehen.
- früher Slam- und Deathcore
- technischer Deathcore auf „The Disfigurement of Existence“
- modernere Strukturen auf „Vital Deprivation“
- progressivere und atmosphärischere Elemente auf „Absolvere“
- größere Hooks und moderne Produktion auf „Amongst The Low & Empty“
- Industrial-, Groove- und Modern-Metal-Einflüsse auf „To Rid Myself of Truth“
Die Band hat sich damit deutlich weiterentwickelt, ohne ihre Wurzeln zu verleugnen.
Signs Of The Swarm live
Die Songs von Signs Of The Swarm sind für die Bühne gemacht. Die Kombination aus tiefen Gitarren, massiven Breakdowns und Simonichs Vocals erzeugt eine enorme körperliche Wirkung.
In den vergangenen Jahren spielte die Band zahlreiche Tourneen in Nordamerika, Europa und Australien. Auch große Festivals gehören inzwischen zum Programm.
2026 sind Signs Of The Swarm erneut umfangreich unterwegs. Zu den europäischen Terminen gehören unter anderem Auftritte beim Rockstadt Extreme Fest, Open Air Gränichen, Leyendas Del Rock sowie weitere Club- und Festivalshows.
Auch in Deutschland stehen mehrere Auftritte auf dem Programm. Die Band verbindet dabei Songs aus „To Rid Myself of Truth“ mit älterem Material wie „Amongst The Low & Empty“ und „Tower of Torsos“.
Signs Of The Swarm im Paranoyd-Magazin
Signs Of The Swarm sind bereits mit mehreren Beiträgen im Paranoyd-Magazin vertreten. Die internen Links wurden direkt aus der bereitgestellten CSV übernommen:
- Signs Of The Swarm enthüllen Details zum kommenden Album „To Rid Myself of Truth“ und veröffentlichen neue Single/Video zum Song „HELLMUSTFEARME“
- SIGNS OF THE SWARM: „To Rid Myself of Truth“ – Deathcore auf Steroiden
Aktuelle Besetzung
- David Simonich – Gesang
- Carl Schulz – Gitarre
- Michael Cassese – Bass
- Bobby Crow – Schlagzeug
Diese Besetzung ist auch auf „To Rid Myself of Truth“ zu hören. Bobby Crow gehört seit der Gründung zur Band, während David Simonich seit 2018 das Mikrofon übernimmt. Carl Schulz ist seit 2023 Gitarrist der Band, Michael Cassese spielt seit 2022 Bass.
Ehemalige Mitglieder
- CJ McCreery – Gesang
- Matthew Krawchuk – Gesang
- Jacob Toy – Gitarre, Bass
- Cory Smarsh – Gitarre
- Jeff Russo – Gitarre
- Gabe Mangold – Gitarre
- Rodney Fabiann – Gitarre
- Collin Barker – Bass
- Jimmy Pino – Schlagzeug
- Greg Charley – Schlagzeug
Mehrere dieser Musiker prägten jeweils einzelne Entwicklungsphasen. Besonders CJ McCreery ist auch außerhalb von Signs Of The Swarm bekannt, da er später Sänger von Lorna Shore wurde.
Die bekanntesten Songs von Signs Of The Swarm
- Amongst The Low & Empty
- Tower of Torsos
- Nightcrawler
- Pray for Death
- Borrowed Time
- Tempting Death
- Revelations Ov a Whisper
- HELLMUSTFEARME
- Natural Selection
- Clouded Retinas
„Amongst The Low & Empty“ ist der Song, der die aktuelle Generation von Signs Of The Swarm besonders stark repräsentiert. Gleichzeitig zeigen „HELLMUSTFEARME“ und „Clouded Retinas“, wohin sich die Band musikalisch weiterentwickelt.
Die Studioalben von Signs Of The Swarm
- Senseless Order (2016)
- The Disfigurement of Existence (2017)
- Vital Deprivation (2019)
- Absolvere (2021)
- Amongst The Low & Empty (2023)
- To Rid Myself of Truth (2025)
Signs Of The Swarm und die Zukunft des Deathcore
Signs Of The Swarm gehören inzwischen zu einer Generation von Bands, die Deathcore nicht mehr als starres Genre verstehen. Die Grenzen zwischen Deathcore, Metalcore, Death Metal und Modern Metal werden immer fließender.
Auf „To Rid Myself of Truth“ ist diese Entwicklung besonders deutlich. Die Band setzt weiterhin auf die Gewalt des Deathcore, baut aber gleichzeitig größere musikalische Spannungsbögen und moderne Elemente ein.
Die Einflüsse von Meshuggah, Gojira und Fear Factory sind dabei nicht bloß Dekoration. Sie spiegeln die Entwicklung einer Band wider, die ihren musikalischen Horizont erweitern möchte.
Interessant ist vor allem, dass Signs Of The Swarm dabei nicht versuchen, ihre Vergangenheit abzuschütteln. Die Breakdowns sind weiterhin vorhanden. David Simonichs Growls gehören weiterhin zum Zentrum der Musik. Bobby Crows Schlagzeugspiel liefert weiterhin die brutale Grundlage.
Der Unterschied liegt vielmehr darin, wie diese Elemente eingesetzt werden.
Aus kurzen technischen Momenten werden größere Songstrukturen. Aus einem reinen Breakdown wird ein Teil eines dramaturgischen Arrangements. Aus maximaler Härte wird eine Kombination aus Härte, Atmosphäre und Melodie.
Genau diese Entwicklung könnte für die kommenden Jahre entscheidend sein. Signs Of The Swarm haben inzwischen die Möglichkeit, innerhalb der Extreme-Metal-Szene eine eigene Position einzunehmen, die über klassischen Deathcore hinausgeht.
Signs Of The Swarm heute
Mehr als zehn Jahre nach ihrer Gründung stehen Signs Of The Swarm an einem Punkt, an dem die Band nicht mehr beweisen muss, dass sie brutal spielen kann. Das haben die vergangenen Alben längst gezeigt.
Die interessantere Frage lautet, wie weit die Musiker ihren Sound noch öffnen werden.
„To Rid Myself of Truth“ gibt darauf eine erste Antwort. Die Band bleibt aggressiv, setzt aber stärker auf Songwriting, Refrains und Atmosphäre. Gleichzeitig sorgen die tiefen Growls von David Simonich und Bobby Crows Schlagzeugspiel dafür, dass die Verbindung zum Deathcore jederzeit bestehen bleibt.
Damit haben Signs Of The Swarm einen Weg gefunden, ihre Vergangenheit nicht zu verleugnen und trotzdem musikalisch weiterzugehen.
Die Geschichte der Band ist damit noch lange nicht abgeschlossen. Nach sechs Studioalben und zahlreichen Besetzungswechseln steht die Formation aus Pittsburgh weiterhin auf internationalen Bühnen und arbeitet daran, Extreme Metal mit neuen Einflüssen zu verbinden.
Wer Signs Of The Swarm bisher ausschließlich mit Slam-Deathcore und maximal tiefen Breakdowns verbunden hat, sollte sich deshalb spätestens „To Rid Myself of Truth“ anhören. Die Band klingt darauf weiterhin brutal – aber sie klingt längst nicht mehr so, wie sie noch vor zehn Jahren klang.
FAQ zu Signs Of The Swarm
Wer sind Signs Of The Swarm?
Signs Of The Swarm sind eine Deathcore-Band aus Pittsburgh, Pennsylvania, USA. Die Band wurde 2014 gegründet.
Wer ist der Sänger von Signs Of The Swarm?
David Simonich ist seit 2018 Sänger der Band und prägt den aktuellen Sound mit seinen extrem tiefen Growls.
Welche Musik spielen Signs Of The Swarm?
Die Band wird dem Deathcore zugeordnet und verbindet diesen mit Death Metal, Slam, modernen Metal-Elementen, Groove und teilweise Industrial-Einflüssen.
Was ist das aktuelle Album von Signs Of The Swarm?
Das aktuelle Studioalbum heißt „To Rid Myself of Truth“ und erschien am 22. August 2025.
Welche Songs sind von Signs Of The Swarm besonders bekannt?
Zu den bekanntesten Songs gehören „Amongst The Low & Empty“, „Tower of Torsos“, „Pray for Death“, „Nightcrawler“ und „HELLMUSTFEARME“.
Wer spielt Schlagzeug bei Signs Of The Swarm?
Bobby Crow spielt Schlagzeug und gehört zu den prägenden Mitgliedern der Band. Er ist außerdem maßgeblich am Songwriting beteiligt.
Wer ist CJ McCreery?
CJ McCreery war von 2014 bis 2018 Sänger von Signs Of The Swarm. Später wurde er als Sänger von Lorna Shore bekannt.
Was bedeutet der Sound von „To Rid Myself of Truth“?
Das Album erweitert den bisherigen Deathcore-Sound um moderne Metal-, Industrial- und Groove-Elemente. Gleichzeitig bleiben die brutalen Vocals und Breakdowns zentrale Bestandteile.
Mit welchen Musikern arbeiten Signs Of The Swarm auf „To Rid Myself of Truth“?
Auf dem Album sind unter anderem Will Ramos von Lorna Shore bei „Clouded Retinas“ und Phil Bozeman von Whitechapel bei „Iron Sacrament“ als Gäste zu hören.
Woher kommen Signs Of The Swarm?
Die Band stammt aus Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania.
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Marc Blessing
Marc ist Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für Rock und Metal News sowie Hausfotograf des LKA Longhorns verbindet er Szenekenntnis mit technischem Know-how. Er liefert authentische Konzertberichte, professionellen Content und prägt seit Beginn Qualität, Glaubwürdigkeit und digitale Stärke des Paranoyd Magazins.
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