Pretty Maids

Pretty Maids: Dänischer Hard Rock zwischen Metal, großen Melodien und „Future World“

Offizielle Bandseite: Pretty Maids

Pretty Maids stehen seit mehr als vier Jahrzehnten für eine Mischung aus Hard Rock, Heavy Metal, eingängigen Melodien und großen Refrains. Die dänische Band aus Horsens wurde 1981 gegründet und entwickelte sich von einer jungen Formation aus der europäischen Metalszene zu einer festen Größe im melodischen Hard Rock. Im Mittelpunkt stehen bis heute Sänger Ronnie Atkins und Gitarrist Ken Hammer, die das musikalische und personelle Fundament der Gruppe bilden.

Ihre Geschichte ist dabei ungewöhnlich. Pretty Maids konnten nie den ganz großen kommerziellen Durchbruch erreichen, der ihnen aufgrund ihrer Songs durchaus zugetraut worden war. Trotzdem baute die Band über die Jahrzehnte eine internationale Fangemeinde auf. Alben wie „Red, Hot and Heavy“, „Future World“, „Jump the Gun“, „Sin-Decade“, „Pandemonium“ und „Kingmaker“ gehören zum festen Repertoire des europäischen Hard Rock.

Nach einer mehrjährigen Pause kehrten Pretty Maids 2024 auf die Bühne zurück. 2026 ist die Band erneut aktiv und inzwischen steht sogar fest, dass ein neues Studioalbum geplant ist. Am 1. September 2026 wurde offiziell bestätigt, dass Pretty Maids an einem neuen Album arbeiten, das 2027 erscheinen soll. Produziert wird die Platte von Jacob Hansen. Damit wird „Undress Your Madness“ aus dem Jahr 2019 nach acht Jahren voraussichtlich einen Nachfolger bekommen.

Die Gründung in Horsens

Die Geschichte von Pretty Maids begann 1981 in Horsens, einer Stadt an der Ostküste Jütlands. Gitarrist Ken Hammer gründete die Band und arbeitete anschließend mit Ronnie Atkins zusammen, der zu einem der prägenden Sänger des europäischen Hard Rock werden sollte.

Die musikalische Umgebung, aus der Pretty Maids hervorgingen, war von der New Wave of British Heavy Metal geprägt. Bands wie Iron Maiden, Saxon und Def Leppard zeigten Anfang der 1980er-Jahre, dass Heavy Metal gleichzeitig hart, melodisch und massentauglich sein konnte.

Pretty Maids nahmen diese Entwicklung auf, verbanden sie jedoch mit Einflüssen aus dem klassischen Hard Rock der 1970er-Jahre. Deep Purple und Thin Lizzy gehörten ebenso zu den musikalischen Bezugspunkten wie die britische Metalszene.

Schon früh entstand dadurch ein Stil, bei dem schwere Gitarrenriffs auf melodische Gesangslinien und markante Refrains trafen.

Die frühen Jahre

In den ersten Jahren wechselte die Besetzung mehrfach. Ken Hammer blieb dabei eine Konstante, während sich die Positionen an Gesang, Bass, Schlagzeug und Keyboard veränderten.

1983 veröffentlichten Pretty Maids ihre erste EP. Die Veröffentlichung machte deutlich, dass hier eine Band entstanden war, die nicht ausschließlich auf Härte setzte. Bereits die frühen Songs zeigten die melodische Seite, die später zu einem der wichtigsten Markenzeichen der Gruppe werden sollte.

Die Band arbeitete sich zunächst über die europäische Metalszene nach oben. Liveauftritte waren dabei ein entscheidender Bestandteil der Entwicklung.

„Red, Hot and Heavy“

1984 erschien mit „Red, Hot and Heavy“ das erste Studioalbum von Pretty Maids.

Das Album markierte den Beginn einer langen Diskografie und zeigte die Band noch deutlich näher an den traditionellen Heavy-Metal-Wurzeln. Die Gitarren waren rauer als auf späteren Veröffentlichungen, gleichzeitig waren die Melodien bereits ein wichtiger Bestandteil des Songwritings.

Der Titelsong „Red, Hot and Heavy“ und „Back to Back“ gehören zu den Stücken, die bis heute mit dieser frühen Phase verbunden werden.

„Back to Back“ entwickelte sich später sogar zu einem Song, der über die eigene Fangemeinde hinaus bekannt wurde. Die schwedische Metalband Arch Enemy nahm das Stück Jahrzehnte später auf und veröffentlichte eine eigene Version.

„Future World“

Der große Schritt folgte 1987 mit „Future World“.

Das Album gehört zu den wichtigsten Veröffentlichungen der gesamten Karriere von Pretty Maids und wird bis heute als Klassiker des melodischen Hard Rock und Heavy Metal betrachtet.

Schon der Titelsong „Future World“ verbindet die typischen Zutaten der Band: kräftige Gitarren, melodische Gesangslinien und einen Refrain, der sofort im Gedächtnis bleibt.

Auch „Love Games“ entwickelte sich zu einem festen Bestandteil des Liveprogramms.

Mit „Future World“ zeigten Pretty Maids, dass Härte und Eingängigkeit kein Gegensatz sein mussten. Die Band konnte metallische Gitarren mit großen Melodien verbinden, ohne dabei ihre Rockidentität zu verlieren.

„Please Don’t Leave Me“

Eine besondere Rolle in der Geschichte von Pretty Maids spielte „Please Don’t Leave Me“.

Der Song war ursprünglich von John Sykes und Phil Lynott geschrieben worden. Pretty Maids nahmen eine eigene Version auf und machten daraus einen ihrer bekanntesten Titel.

Die Coverversion zeigt eine weitere wichtige Seite der Band. Neben schweren Metalnummern konnten Pretty Maids auch gefühlvolle, melodische Songs überzeugend interpretieren.

Gerade diese Balance zwischen Härte und großen Emotionen wurde später zu einem wichtigen Bestandteil des Pretty-Maids-Sounds.

„Jump the Gun“

1990 erschien „Jump the Gun“, das in den USA und Kanada unter dem Titel „Lethal Heroes“ veröffentlicht wurde.

Das Album setzte die Entwicklung von „Future World“ fort und zeigte Pretty Maids mit einem noch stärker auf Hard Rock und Melodic Metal ausgerichteten Sound.

Die Band hatte inzwischen einen internationalen Namen aufgebaut und konnte sich als feste Größe in der europäischen Rockszene etablieren.

Gleichzeitig blieb der große kommerzielle Durchbruch aus. Pretty Maids bewegten sich stets zwischen verschiedenen musikalischen Welten. Für den klassischen Metal waren sie teilweise zu melodisch, für den Mainstream-Rock wiederum zu heavy.

Genau diese Positionierung sollte jedoch später zu einem wichtigen Teil ihrer Identität werden.

„Sin-Decade“

1992 folgte „Sin-Decade“.

Mit dem Album gingen Pretty Maids noch stärker in Richtung melodischer Hard Rock. Die Gitarren blieben präsent, doch die Arrangements wurden zugänglicher.

„Please Don’t Leave Me“ und weitere melodische Songs sorgten dafür, dass die Band auch außerhalb der klassischen Metal-Szene Aufmerksamkeit bekam.

Pretty Maids waren inzwischen eine Band, die auf mehreren Ebenen funktionierte: auf Metal-Festivals, in Rockclubs und auf größeren Konzertbühnen.

Die 1990er-Jahre

Die 1990er-Jahre waren für viele traditionelle Metalbands eine schwierige Zeit. Alternative Rock, Grunge und andere neue Strömungen veränderten den Musikmarkt. Pretty Maids reagierten darauf nicht mit einer radikalen Abkehr von ihrem eigenen Stil.

Stattdessen entwickelten sie ihren Sound weiter.

„Stripped“ von 1993 zeigte eine stärker reduzierte Seite. 1994 folgte „Scream“, danach „Spooked“ und „Anything Worth Doing Is Worth Overdoing“.

Die Veröffentlichungen unterschieden sich in ihrer Gewichtung, blieben aber erkennbar Pretty Maids.

Die Band setzte weiterhin auf melodische Gitarren, kräftigen Gesang und eingängige Songstrukturen.

„Anything Worth Doing Is Worth Overdoing“

1999 erschien „Anything Worth Doing Is Worth Overdoing“.

Der Titel passte durchaus zur musikalischen Haltung der Band. Pretty Maids hatten nie Angst vor großen Refrains, dicken Gitarrensounds oder auffälligen Melodien.

Gleichzeitig zeigte das Album, dass die Gruppe auch nach fast zwei Jahrzehnten noch nicht bereit war, sich auf ihre Vergangenheit zu beschränken.

„Carpe Diem“ und „Planet Panic“

Mit „Carpe Diem“ erschien 2000 ein weiteres Studioalbum. Zwei Jahre später folgte „Planet Panic“.

Die frühen 2000er-Jahre waren von einem zunehmend modernen Produktionsstil geprägt. Pretty Maids behielten ihre melodischen Grundlagen, integrierten aber zeitgemäße Elemente in die Arrangements.

Die Band blieb dabei vor allem live eine feste Größe.

Gerade in Deutschland und Japan entwickelte sich über die Jahre eine besonders treue Anhängerschaft.

„Wake Up to the Real World“

2006 veröffentlichten Pretty Maids „Wake Up to the Real World“.

Das Album markierte eine neue Phase. Nach einer längeren Zeit mit weniger internationaler Präsenz kehrte die Band stärker auf die Bühnen zurück.

Mit Allan Tschicaja am Schlagzeug und weiteren Veränderungen in der Besetzung entstand ein Sound, der moderne Produktion mit den klassischen Stärken der Band verband.

Pretty Maids waren damit wieder stärker auf internationalen Bühnen präsent.

„Pandemonium“

2010 folgte „Pandemonium“.

Das Album wurde zu einem wichtigen Comeback innerhalb der Diskografie und zeigte, dass Pretty Maids auch nach fast 30 Jahren noch relevante Songs schreiben konnten.

Der Titeltrack „Pandemonium“ verbindet schwere Gitarren mit einem melodischen Refrain und gehört zu den Stücken, die die moderne Phase der Band repräsentieren.

Auch „Little Drops of Heaven“ entwickelte sich zu einem bekannten Song.

„Little Drops of Heaven“

„Little Drops of Heaven“ zeigt die melodische Seite von Pretty Maids besonders deutlich.

Der Song arbeitet mit einem emotionalen Aufbau und einem großen Refrain. Gleichzeitig bleibt die Produktion kraftvoll genug, um die Verbindung zum Hard Rock nicht zu verlieren.

Damit steht das Stück beispielhaft für die Fähigkeit der Band, auch ruhigere und emotionalere Songs in ihren charakteristischen Sound einzubauen.

„Motherland“

2013 erschien „Motherland“.

Pretty Maids präsentierten sich darauf weiterhin als melodische Hard-Rock-Band mit deutlicher Metal-Kante.

„Mother of All Lies“ wurde zu einem der bekannteren Songs dieser Phase. Der Titel zeigt die Band mit schweren Riffs und einem modernen, druckvollen Sound.

Die Platte bestätigte, dass Pretty Maids auch mehr als 30 Jahre nach ihrer Gründung noch neue Musik veröffentlichen konnten, ohne ihre eigene Handschrift zu verlieren.

„Louder Than Ever“

2014 erschien „Louder Than Ever“.

Die Veröffentlichung nahm eine besondere Stellung ein, da sie neue Songs mit neu eingespielten älteren Stücken verband.

Damit konnten Pretty Maids zeigen, wie sich ihr Sound über die Jahrzehnte verändert hatte. Die älteren Songs wurden nicht einfach archiviert, sondern in einen modernen Produktionsrahmen übertragen.

„Kingmaker“

2016 erschien „Kingmaker“.

Mit dem Album setzte die Band ihre Entwicklung fort und verband klassische Hard-Rock-Elemente mit modernem Melodic Metal.

„Face the World“ gehört zu den bekannten Songs der Platte. Der Titel zeigt Pretty Maids mit einem klaren, melodischen Refrain und der typischen Mischung aus Gitarren und Keyboards.

Chris Laney war zu dieser Zeit bereits Teil der Band und übernahm Keyboard- sowie Gitarrenaufgaben.

„Undress Your Madness“

2019 erschien mit „Undress Your Madness“ das bislang letzte Studioalbum der Band.

Die Platte setzte auf das bewährte Verhältnis aus kraftvollen Gitarren, melodischen Refrains und Ronnie Atkins‘ charakteristischem Gesang.

Das Album erwies sich im Nachhinein als vorläufiger Schlusspunkt einer Phase, denn Ende 2019 legten Pretty Maids ihre Aktivitäten zunächst auf Eis.

Die Pause

Die Pause hatte mehrere Gründe und fiel in eine schwierige Phase für die Band.

Insbesondere Ronnie Atkins‘ gesundheitliche Situation veränderte die Perspektive auf Pretty Maids. Der Sänger machte öffentlich, dass er an einer schweren Krebserkrankung leidet.

Während Atkins seine Solokarriere fortsetzte und sich auf seine Behandlung konzentrierte, blieb die Zukunft von Pretty Maids zunächst offen.

Für die Fans bedeutete das eine lange Zeit ohne reguläre Bandaktivitäten.

Die Rückkehr 2024

2024 kehrten Pretty Maids überraschend auf die Bühne zurück.

Am 16. Juni 2024 spielte die Band zunächst unter dem Namen KINGMAKERS ein geheimes Warm-up-Konzert in Albertslund. Wenige Tage später folgte der offizielle Auftritt beim Copenhell Festival in Kopenhagen.

Damit waren Pretty Maids nach fast fünf Jahren wieder live zu sehen.

Die Rückkehr war nicht als selbstverständlich anzusehen. Umso größer war die Reaktion der Fans.

Die Band spielte anschließend weitere Konzerte und Festivals und zeigte, dass die Verbindung zwischen Ronnie Atkins, Ken Hammer und dem Publikum weiterhin funktionierte.

Pretty Maids 2026

2026 sind Pretty Maids wieder regelmäßig auf Bühnen unterwegs.

Das aktuelle Line-up besteht aus Ronnie Atkins am Gesang, Ken Hammer an der Gitarre, Rene Shades am Bass, Allan Tschicaja am Schlagzeug sowie Chris Laney an Gitarre und Keyboard.

Bei einem Konzert im Juli 2026 standen unter anderem „Mother of All Lies“, „Kingmaker“, „Back to Back“, „Red, Hot and Heavy“, „Pandemonium“, „Face the World“, „Rodeo“, „Little Drops of Heaven“, „Future World“ und „Love Games“ auf der Setlist.

Damit deckt das Liveprogramm einen großen Teil der Bandgeschichte ab.

Ein neues Album für 2027

Am 1. September 2026 kam die Nachricht, auf die viele Fans gewartet hatten: Pretty Maids arbeiten offiziell an einem neuen Studioalbum.

Die Veröffentlichung ist für 2027 geplant. Es wird das erste neue Studioalbum seit „Undress Your Madness“ von 2019 sein.

Produziert wird die kommende Platte von Jacob Hansen. Der dänische Produzent ist unter anderem für seine Arbeit mit Bands wie Volbeat, Amaranthe, Epica, Primal Fear und Evergrey bekannt.

Die Zusammenarbeit ist deshalb besonders interessant, weil Hansen sowohl mit modernen Metalproduktionen als auch mit melodischem Hard Rock vertraut ist.

Noch sind keine Details zu Songtiteln oder dem genauen Veröffentlichungstermin bekannt. Klar ist jedoch, dass Pretty Maids damit ein neues Kapitel ihrer Geschichte aufschlagen.

Ronnie Atkins und Ken Hammer

Die Geschichte von Pretty Maids ist untrennbar mit Ronnie Atkins und Ken Hammer verbunden.

Hammer war von Beginn an der zentrale Gitarrist und Songwriter der Band. Atkins wurde zum charakteristischen Sänger und zur Stimme von Pretty Maids.

Über mehr als vier Jahrzehnte haben beide zahlreiche Besetzungswechsel überstanden und damit eine bemerkenswerte Konstanz geschaffen.

Gerade bei einer Band mit einer so langen Geschichte ist diese Verbindung ungewöhnlich.

Der Gesang von Ronnie Atkins

Ronnie Atkins besitzt eine Stimme, die sowohl im klassischen Heavy Metal als auch im melodischen Hard Rock funktioniert.

Er kann aggressive Passagen mit kraftvollem Gesang bedienen, ist aber ebenso überzeugend bei Balladen und großen Melodien.

Diese Vielseitigkeit war ein entscheidender Faktor für den Sound von Pretty Maids.

Viele Songs der Band leben nicht ausschließlich von den Gitarren. Atkins‘ Stimme gibt ihnen eine klare melodische Identität.

Ken Hammer und die Gitarren

Ken Hammer ist das zweite konstante Element der Band.

Sein Gitarrenspiel verbindet klassische Metalriffs mit melodischen Leads. Dabei stehen Pretty Maids selten für besonders technische Gitarrenakrobatik. Entscheidend sind vielmehr die Riffs, Hooks und Songstrukturen.

Diese Herangehensweise hat dafür gesorgt, dass Songs wie „Future World“ oder „Back to Back“ auch Jahrzehnte später noch funktionieren.

Keyboards als wichtiger Bestandteil

Ein weiterer Bestandteil des Pretty-Maids-Sounds sind die Keyboards.

Während klassische Heavy-Metal-Bands häufig ausschließlich auf Gitarren setzten, nutzten Pretty Maids schon früh Keyboardflächen, um ihren Songs zusätzliche Tiefe zu geben.

Die Keyboards übernehmen dabei nicht zwangsläufig die Hauptrolle. Häufig unterstützen sie die Atmosphäre oder verstärken die großen Refrains.

Gerade diese Kombination aus Gitarren und Keyboards ist ein Grund dafür, warum die Band oft dem melodischen Hard Rock und Melodic Metal zugerechnet wird.

Pretty Maids und die großen Bühnen

Pretty Maids waren im Laufe ihrer Karriere mit zahlreichen bekannten Rock- und Metalbands unterwegs.

Sie standen unter anderem im Umfeld von Black Sabbath, Deep Purple, Alice Cooper und Saxon auf der Bühne.

1987 gehörten sie außerdem zum Line-up der deutschen Ausgabe des Monsters of Rock in Nürnberg, bei der Deep Purple als Headliner auftraten.

Auch Festivals wie Wacken Open Air und Bang Your Head gehörten zu den Stationen der Band.

Die Verbindung zu Deutschland

Deutschland spielt in der Geschichte von Pretty Maids eine wichtige Rolle.

Die Band konnte hier früh ein großes Publikum aufbauen und war regelmäßig auf deutschen Bühnen unterwegs.

Das Verhältnis zwischen Pretty Maids und ihren deutschen Fans ist über die Jahrzehnte stabil geblieben. Auch nach der längeren Pause blieb das Interesse an der Band erhalten.

Das erklärt, warum Pretty Maids weiterhin regelmäßig in Deutschland und anderen europäischen Ländern auftreten.

Pretty Maids und Japan

Auch Japan ist seit vielen Jahren ein wichtiger Markt für Pretty Maids.

Die Band verfügt dort über eine besonders treue Anhängerschaft und veröffentlichte mit „Maid in Japan – Future World Live 30 Anniversary“ sogar ein Livealbum, das die Bedeutung des japanischen Publikums für die Band unterstreicht.

Japanische Metal- und Hard-Rock-Fans haben Pretty Maids über Jahrzehnte begleitet.

Der typische Pretty-Maids-Sound

Der Sound der Band lässt sich auf einige zentrale Elemente reduzieren: schwere Gitarren, melodische Gesangslinien, Keyboards, große Refrains und eine Mischung aus Härte und Eingängigkeit.

Genau diese Kombination sorgt dafür, dass Pretty Maids zwischen mehreren Genres funktionieren.

Die Band kann auf einem Metal-Festival auftreten, ohne wie eine klassische Power-Metal-Band zu klingen. Gleichzeitig ist der Hard-Rock-Anteil stark genug, um auch außerhalb der Metalszene zu funktionieren.

Die wichtigsten Studioalben

  • Red, Hot and Heavy – 1984
  • Future World – 1987
  • Jump the Gun – 1990
  • Sin-Decade – 1992
  • Stripped – 1993
  • Scream – 1994
  • Spooked – 1997
  • Anything Worth Doing Is Worth Overdoing – 1999
  • Carpe Diem – 2000
  • Planet Panic – 2002
  • Wake Up to the Real World – 2006
  • Pandemonium – 2010
  • Motherland – 2013
  • Louder Than Ever – 2014
  • Kingmaker – 2016
  • Undress Your Madness – 2019

Die wichtigsten Songs

  • Future World
  • Love Games
  • Back to Back
  • Red, Hot and Heavy
  • Please Don’t Leave Me
  • Savage Heart
  • Hell on High Heels
  • Little Drops of Heaven
  • Mother of All Lies
  • Nuclear Boomerang
  • My Soul to Take
  • Face the World
  • Kingmaker
  • Pandemonium

Warum Pretty Maids bis heute funktionieren

Pretty Maids haben etwas geschafft, das vielen Bands ihrer Generation nicht gelungen ist: Sie haben ihren Kernsound bewahrt, ohne ausschließlich von Nostalgie zu leben.

Natürlich gehören „Future World“ und „Back to Back“ zu den Songs, die auf keinem Rückblick fehlen dürfen. Gleichzeitig haben Pretty Maids auch in den 2000er- und 2010er-Jahren neue Musik veröffentlicht und ihren Sound weiterentwickelt.

Die Band muss deshalb nicht ausschließlich über ihre frühen Klassiker definiert werden.

Gerade die Alben „Pandemonium“, „Motherland“, „Kingmaker“ und „Undress Your Madness“ zeigen, dass Pretty Maids auch Jahrzehnte nach ihrer Gründung noch in der Lage waren, modernen melodischen Hard Rock zu schreiben.

Pretty Maids und die Zukunft

Das für 2027 angekündigte Studioalbum verändert die Perspektive auf die aktuelle Phase der Band noch einmal deutlich.

Nach der Rückkehr auf die Bühne wäre ein neues Album der nächste logische Schritt gewesen. Nun ist dieser Schritt offiziell bestätigt.

Dass Jacob Hansen die Produktion übernimmt, sorgt zusätzlich für Spannung. Seine Erfahrung mit modernen Metalproduktionen könnte dem klassischen Pretty-Maids-Sound neue Impulse geben.

Gleichzeitig wird entscheidend sein, wie Ken Hammer und Ronnie Atkins die lange Pause musikalisch verarbeitet haben.

Nach mehr als vier Jahrzehnten Bandgeschichte müssen Pretty Maids niemandem mehr beweisen, dass sie ihren eigenen Stil beherrschen. Das kommende Album kann deshalb vor allem zeigen, wie dieser Stil im Jahr 2027 klingt.

Fazit

Pretty Maids sind eine der langlebigsten Hard-Rock-Bands Europas. Seit der Gründung 1981 in Horsens hat sich die Band durch zahlreiche Besetzungswechsel, musikalische Trends und schwierige Phasen bewegt, ohne ihre eigene Identität aufzugeben.

Mit „Red, Hot and Heavy“ legten Pretty Maids 1984 den Grundstein. „Future World“ machte sie 1987 international zu einem wichtigen Namen im melodischen Heavy Metal und Hard Rock. Danach folgten zahlreiche weitere Alben, die unterschiedliche Seiten der Band zeigten.

Der große kommerzielle Durchbruch blieb zwar aus, doch dafür entwickelte sich eine außergewöhnlich loyale Fangemeinde. Besonders in Deutschland und Japan besitzt die Band bis heute einen festen Platz in der Rock- und Metalszene.

Die Rückkehr auf die Bühne 2024 war deshalb mehr als nur ein weiteres Comeback. Sie zeigte, dass die Songs von Pretty Maids auch nach Jahrzehnten noch funktionieren.

2026 ist aus dem Comeback inzwischen ein neues Kapitel geworden. Pretty Maids spielen wieder Konzerte und arbeiten offiziell an einem neuen Studioalbum, das 2027 erscheinen soll.

Damit steht die Band erneut vor einer spannenden Phase. Ronnie Atkins und Ken Hammer führen Pretty Maids weiterhin an, während mit Rene Shades, Allan Tschicaja und Chris Laney drei weitere Musiker für die aktuelle Besetzung stehen.

Ob das kommende Album den klassischen Sound von „Future World“ mit einer modernen Produktion verbindet oder neue Wege einschlägt, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch: Nach mehr als 40 Jahren sind Pretty Maids noch lange nicht bereit, ihre Gitarren endgültig einzupacken.

FAQ zu Pretty Maids

Wer sind Pretty Maids?
Pretty Maids sind eine dänische Hard-Rock- und Heavy-Metal-Band aus Horsens. Die Gruppe wurde 1981 gegründet und wird vor allem für ihre Mischung aus schweren Gitarren, großen Melodien und eingängigen Refrains bekannt.

Wann wurden Pretty Maids gegründet?
Pretty Maids wurden 1981 in Horsens, Dänemark, gegründet.

Wer sind die Gründer von Pretty Maids?
Gitarrist Ken Hammer gründete Pretty Maids 1981. Ronnie Atkins wurde anschließend zum Sänger und zu einer der wichtigsten Figuren der Band.

Wer ist der Sänger von Pretty Maids?
Ronnie Atkins ist der Sänger von Pretty Maids und seit den frühen Jahren der Band deren charakteristische Stimme.

Wer ist der Gitarrist von Pretty Maids?
Ken Hammer ist der Gitarrist und eines der Gründungsmitglieder von Pretty Maids.

Welches ist das bekannteste Album von Pretty Maids?
„Future World“ aus dem Jahr 1987 gilt als eines der bekanntesten und wichtigsten Alben der Band.

Was ist der bekannteste Song von Pretty Maids?
„Future World“ gehört zu den bekanntesten Songs der Band. Ebenfalls große Bekanntheit erlangten „Please Don’t Leave Me“, „Back to Back“ und „Little Drops of Heaven“.

Ist „Please Don’t Leave Me“ ein Song von Pretty Maids?
Pretty Maids machten „Please Don’t Leave Me“ durch ihre eigene Version zu einem ihrer bekanntesten Songs. Das Stück wurde ursprünglich von John Sykes und Phil Lynott geschrieben.

Welches ist das aktuelle Album von Pretty Maids?
Das bislang letzte Studioalbum ist „Undress Your Madness“ aus dem Jahr 2019.

Kommt ein neues Pretty-Maids-Album?

Ja. Am 1. September 2026 wurde offiziell bestätigt, dass Pretty Maids an einem neuen Studioalbum arbeiten. Die Veröffentlichung ist für 2027 geplant.

Wer produziert das neue Pretty-Maids-Album?

Das für 2027 geplante Album wird von Jacob Hansen produziert.

Wann kehrten Pretty Maids auf die Bühne zurück?

Nach einer fast fünfjährigen Pause kehrten Pretty Maids 2024 auf die Bühne zurück. Ein geheimes Warm-up-Konzert fand am 16. Juni 2024 unter dem Namen KINGMAKERS statt. Der offizielle Comeback-Auftritt folgte am 20. Juni 2024 beim Copenhell Festival in Kopenhagen.

Welche Musik machen Pretty Maids?

Pretty Maids spielen melodischen Hard Rock und Heavy Metal. Ihr Sound verbindet schwere Gitarrenriffs mit Keyboards, melodischem Gesang und großen Refrains.

Welche Bands haben Pretty Maids beeinflusst?

Zu den wichtigen Einflüssen gehören die New Wave of British Heavy Metal sowie klassische Hard-Rock-Bands wie Deep Purple und Thin Lizzy.

Welche Bands haben Pretty Maids auf Tour begleitet?

Pretty Maids standen im Laufe ihrer Karriere unter anderem im Umfeld von Black Sabbath, Deep Purple, Alice Cooper und Saxon auf der Bühne.

Haben Pretty Maids beim Monsters of Rock gespielt?

Ja. Pretty Maids traten 1987 bei der deutschen Ausgabe des Monsters of Rock in Nürnberg auf.

Haben Pretty Maids beim Wacken Open Air gespielt?

Ja. Pretty Maids traten unter anderem 2002 und 2013 beim Wacken Open Air auf.

Wie viele Studioalben haben Pretty Maids veröffentlicht?

Bis einschließlich „Undress Your Madness“ aus dem Jahr 2019 veröffentlichten Pretty Maids 16 Studioalben. Das für 2027 geplante neue Album soll diese Diskografie erweitern.

Woher kommen Pretty Maids?

Pretty Maids kommen aus Horsens in Dänemark.

Marc Blessing paranoyd

Marc Blessing

Marc ist Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für Rock und Metal News sowie Hausfotograf des LKA Longhorns verbindet er Szenekenntnis mit technischem Know-how. Er liefert authentische Konzertberichte, professionellen Content und prägt seit Beginn Qualität, Glaubwürdigkeit und digitale Stärke des Paranoyd Magazins.

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