Miss May I

Miss May I: Metalcore zwischen Härte, Melodie und persönlicher Entwicklung

Offizielle Bandseite: Miss May I

Miss May I gehören zu den Bands, die den modernen Metalcore der späten 2000er-Jahre entscheidend mitgeprägt haben. Aus einer Gruppe Jugendlicher aus Troy, Ohio, entwickelte sich eine Band, die mit aggressiven Gitarren, markanten Breakdowns, melodischen Refrains und den charakteristischen Wechseln zwischen Shouts und cleanem Gesang international auf sich aufmerksam machte. Was bei den ersten Veröffentlichungen noch stark nach klassischem Metalcore und Post-Hardcore klang, wurde über die Jahre zu einem eigenständigen Sound, der Härte und Melodie miteinander verbindet.

Gegründet wurden Miss May I Mitte der 2000er-Jahre in Troy, Ohio. Die Musiker waren zu diesem Zeitpunkt noch Schüler. Sänger Levi Benton, Schlagzeuger Jerod Boyd und die Gitarristen Justin Aufdemkampe und B.J. Stead gehörten zur ursprünglichen Besetzung. Bassist und Sänger Ryan Neff war ebenfalls Teil der frühen Bandgeschichte und kehrte nach einer zwischenzeitlichen Abwesenheit wieder zurück.

Mit ihrem Debütalbum „Apologies Are for the Weak“ gelang Miss May I 2009 ein bemerkenswerter Einstieg. Die Band war noch sehr jung, spielte aber bereits auf professionellem Niveau und verband technische Gitarrenarbeit mit aggressivem Gesang und eingängigen Strukturen. Das Album erreichte Platz 76 der Billboard 200 und machte Miss May I innerhalb kurzer Zeit zu einem wichtigen Namen der amerikanischen Metalcore-Szene.

Auf „Monument“, „At Heart“, „Rise of the Lion“, „Deathless“, „Shadows Inside“ und „Curse of Existence“ entwickelte die Band ihren Sound weiter. Dabei blieb die Grundidee immer erhalten: Metalcore sollte hart sein, aber gleichzeitig Songs hervorbringen, die auch über den Breakdown hinaus funktionieren.

2026 beginnt für Miss May I ein neues Kapitel. Nach „Curse of Existence“ kündigte die Band mit „No Place For Me“ ihr achtes Studioalbum an. Die Platte erscheint am 2. Oktober 2026 über Solid State Records. Mit „Sanctuary“, „Pray for Silence“ und „Die on the Vine“ haben Miss May I bereits einen Vorgeschmack auf das neue Album gegeben.

Die Gründung von Miss May I

Die Geschichte von Miss May I beginnt in Troy, Ohio. Die Musiker waren noch Teenager, als sie die Band gründeten und erste Songs schrieben. Anders als viele Bands, die erst nach jahrelanger Erfahrung ihren eigenen Stil finden, entwickelten Miss May I ihre musikalische Identität bereits während ihrer Schulzeit.

Die frühe Besetzung bestand unter anderem aus Levi Benton, Jerod Boyd, Justin Aufdemkampe, B.J. Stead und Ryan Neff. Die Band spielte zunächst vor allem lokale Shows und veröffentlichte erste selbstproduzierte Aufnahmen.

Die Kombination aus Hardcore-Energie, Metal-Riffs und melodischen Elementen passte perfekt zur damaligen Entwicklung der amerikanischen Metalcore-Szene.

Mit zunehmender Aufmerksamkeit wurden die ersten Tourneen möglich. Aus der lokalen Band wurde innerhalb kurzer Zeit eine Formation mit nationalen Ambitionen.

„Vows for a Massacre“

Zu den frühen Veröffentlichungen von Miss May I gehörte die EP „Vows for a Massacre“.

Die Songs entstanden in einer Phase, in der die Band ihren Stil noch entwickelte. Die Musik war rauer als auf den späteren Alben und orientierte sich stark an den Hardcore- und Metalcore-Wurzeln der Gruppe.

Die EP ist vor allem deshalb interessant, weil sie zeigt, wie jung die Musiker bei ihren ersten Aufnahmen waren.

Nur wenige Jahre später sollten dieselben Musiker mit professionellen Produktionen und großen Tourneen international bekannt werden.

Der Plattenvertrag mit Rise Records

2008 unterschrieben Miss May I bei Rise Records.

Das Label war zu dieser Zeit eine wichtige Adresse für moderne Heavy Music und hatte bereits Bands wie The Devil Wears Prada im Programm.

Für Miss May I bedeutete der Vertrag den entscheidenden Schritt aus der lokalen Szene hinaus.

Die Band konnte nun professionell produzieren und ihre Musik einem deutlich größeren Publikum zugänglich machen.

„Apologies Are for the Weak“

2009 erschien das Debütalbum „Apologies Are for the Weak“.

Die Platte wurde von Joey Sturgis produziert, der zu dieser Zeit zu den prägenden Produzenten des modernen Metalcore gehörte.

Das Album verband aggressive Gitarren, schnelle Schlagzeugpassagen und Breakdowns mit melodischen Hooks. Levi Bentons Shouts standen im Mittelpunkt, während die Instrumentalisten für eine technische und gleichzeitig sehr direkte musikalische Grundlage sorgten.

Der Erfolg des Albums kam nicht aus dem Nichts. Miss May I hatten sich bereits durch Tourneen und erste Veröffentlichungen eine Fangemeinde aufgebaut.

Mit dem Debüt gelang jedoch der entscheidende Sprung in die nationale Metalcore-Szene.

„Forgive and Forget“

„Forgive and Forget“ gehört zu den bekanntesten Songs aus der frühen Phase von Miss May I.

Der Song wurde außerdem auf dem Soundtrack zum Horrorfilm „Saw VI“ verwendet.

Damit erreichte die Musik der damals noch jungen Band auch ein Publikum außerhalb der klassischen Metalcore-Szene.

Die Verbindung aus aggressiven Vocals, schnellen Gitarren und einem eingängigen Songaufbau machte „Forgive and Forget“ zu einem guten Beispiel für die musikalische Richtung des Debüts.

„Monument“

2010 folgte „Monument“.

Das zweite Album knüpfte an die Härte des Debüts an, wirkte aber deutlich ausgereifter.

Produzent Joey Sturgis arbeitete erneut mit der Band zusammen. Die Gitarren wurden präziser, die Songs abwechslungsreicher und die melodischen Elemente stärker in die Arrangements integriert.

„Relentless Chaos“, „Rust“, „Our Kings“ und „Masses of a Dying Breed“ gehören zu den wichtigsten Songs der Platte.

„Monument“ erreichte Platz 76 der Billboard 200 und wurde zu einem wichtigen Album innerhalb der frühen Metalcore-Karriere von Miss May I.

„Relentless Chaos“

„Relentless Chaos“ ist einer der Songs, die den klassischen Miss-May-I-Sound besonders deutlich repräsentieren.

Das Stück verbindet aggressive Gitarren mit einem treibenden Rhythmus und den markanten Shouts von Levi Benton.

Gleichzeitig besitzt der Song eine klare Struktur, die ihn auch live besonders wirkungsvoll macht.

Die Energie dieses Titels steht exemplarisch für die Phase, in der Miss May I zu einer festen Größe im amerikanischen Metalcore wurden.

„At Heart“

2012 veröffentlichten Miss May I ihr drittes Studioalbum „At Heart“.

Die Band begann darauf, ihre musikalische Palette weiter zu öffnen.

Die Gitarren blieben schwer und die Breakdowns ein wichtiger Bestandteil des Sounds. Gleichzeitig wurden die Songs melodischer und teilweise hymnischer.

„Hey Mister“, „Ballad of a Broken Man“, „Hey Mister“ und „Leech“ gehören zu den bekanntesten Titeln der Platte.

„At Heart“ zeigte damit eine Band, die sich nicht ausschließlich auf die Erfolgsformel der ersten beiden Alben verlassen wollte.

„Hey Mister“

„Hey Mister“ gehört zu den bekanntesten Songs von Miss May I.

Der Song kombiniert aggressive Metalcore-Passagen mit einem eingängigen Refrain und zeigt die melodischere Seite der Band.

Gerade dieser Wechsel zwischen Härte und Melodie sollte in den folgenden Jahren zu einem festen Bestandteil des Miss-May-I-Sounds werden.

„Rise of the Lion“

2014 erschien „Rise of the Lion“.

Das Album markierte eine weitere Entwicklung in Richtung eines größeren und melodischeren Sounds.

Die Gitarren blieben massiv, gleichzeitig wirkten die Refrains größer und die Produktion moderner.

„Gone“, „Echoes“, „You Want Me“ und „Hero with No Name“ gehören zu den Songs der Platte.

„Rise of the Lion“ wurde von Terry Date produziert, der bereits mit zahlreichen großen Metal- und Rockbands gearbeitet hatte.

„Gone“

„Gone“ gehört zu den emotionaleren Songs von „Rise of the Lion“.

Der Titel zeigt, dass Miss May I ihre Musik zunehmend auch über Atmosphäre und Melodie funktionieren ließen.

Die aggressive Grundlage blieb erhalten, wurde aber durch einen größeren melodischen Anteil ergänzt.

„Deathless“

2015 folgte „Deathless“.

Das Album führte die Entwicklung von „Rise of the Lion“ fort, setzte aber wieder stärker auf die härtere Seite der Band.

Die Gitarren wirken druckvoll, die Breakdowns sind deutlich präsent und Levi Bentons Vocals stehen stärker im Vordergrund.

„I.H.E.“, „Deathless“, „Bastards Left Behind“ und „Arise“ gehören zu den wichtigen Songs des Albums.

„I.H.E.“

„I.H.E.“ steht für „I Hate Everything“ und gehört zu den aggressiveren Songs von „Deathless“.

Der Titel zeigt die wütende Seite von Miss May I und verbindet diese mit der präzisen Produktion der Band.

Die Gitarrenarbeit ist technisch, ohne die direkte Wirkung eines klassischen Metalcore-Songs zu verlieren.

„Shadows Inside“

2017 erschien „Shadows Inside“.

Mit dem Album wechselte die Band zu SharpTone Records und begann damit ein neues Kapitel.

Musikalisch wurden die Songs teilweise moderner und melodischer, ohne die Metalcore-Basis aufzugeben.

Der Titelsong „Shadows Inside“ und „Lost in the Grey“ gehören zu den bekanntesten Stücken.

„Lost in the Grey“

„Lost in the Grey“ wurde als eine der Singles aus der „Shadows Inside“-Phase veröffentlicht.

Der Song zeigt die melodische Seite der Band und verbindet diese mit schweren Gitarren.

Gerade der Kontrast zwischen cleanem Gesang und den aggressiveren Passagen macht den Titel zu einem typischen Beispiel für die Entwicklung von Miss May I.

„Curse of Existence“

2022 erschien „Curse of Existence“.

Das Album führte die Band zurück zu einem besonders druckvollen Metalcore-Sound.

Die Produktion wirkt modern und massiv, während die Songs wieder stärker auf schwere Gitarren und aggressive Vocals setzen.

„Unconquered“, „Bleeding Me Dry“, „Savior“, „Earth Shaker“ und „Free Fall“ gehören zu den zentralen Songs.

Mit „Curse of Existence“ zeigten Miss May I, dass sie auch nach mehr als 15 Jahren noch neue Energie in ihren Sound bringen konnten.

„Unconquered“

„Unconquered“ gehört zu den Songs, die die härtere Seite von „Curse of Existence“ repräsentieren.

Massive Gitarren treffen auf aggressive Vocals und einen druckvollen Rhythmus.

Gleichzeitig besitzt der Song einen klaren Refrain, der die melodische DNA der Band bewahrt.

„Bleeding Me Dry“

„Bleeding Me Dry“ setzt ebenfalls auf die Kombination aus Härte und Melodie.

Der Song beschäftigt sich mit emotionaler Erschöpfung und dem Gefühl, von einer belastenden Situation ausgelaugt zu werden.

Damit passt der Titel thematisch gut in die Entwicklung der Band, die persönliche Konflikte zunehmend direkter verarbeitet.

Das Ende einer Ära und die neue Besetzung

2024 veränderte sich die Besetzung von Miss May I deutlich.

Die langjährigen Gitarristen B.J. Stead und Justin Aufdemkampe verließen die Band nach vielen Jahren.

Damit endete eine Besetzungsphase, die seit den frühen Tagen der Gruppe bestanden hatte.

Levi Benton, Jerod Boyd und Ryan Neff blieben erhalten. Elisha Mullins übernahm die Gitarrenposition und wurde zunächst als Live-Musiker eingesetzt, bevor sie Teil der festen Besetzung wurde.

Der Wechsel bedeutete einen Einschnitt, aber nicht das Ende der Band.

Elisha Mullins

Elisha Mullins ist die Gitarristin der aktuellen Besetzung von Miss May I.

Ihr Einstieg fällt in eine Phase, in der die Band ohnehin an neuem Material arbeitete.

Damit ist Mullins Teil des neuen Kapitels, das mit „No Place For Me“ 2026 beginnt.

Die neue Besetzung verbindet die langjährige Erfahrung von Benton, Boyd und Neff mit einer neuen musikalischen Perspektive.

„Pray For Silence“

2025 meldeten sich Miss May I mit „Pray For Silence“ zurück.

Der Song leitete die neue Ära der Band ein und machte deutlich, dass Miss May I ihre Metalcore-Wurzeln nicht abgelegt haben.

Die Gitarren sind druckvoll, die Vocals aggressiv und die Produktion modern.

Gleichzeitig besitzt der Song eine klare melodische Struktur.

Das Paranoyd-Magazin berichtete über die Veröffentlichung:

MISS MAY I melden sich mit „Pray For Silence“ zurück und starten in eine neue Ära!

„Die on the Vine“

2026 folgte „Die on the Vine“ als weiterer Vorgeschmack auf das kommende Album.

Der Song knüpft an die aggressive Seite von „Pray For Silence“ an, erweitert den Sound aber um weitere melodische und atmosphärische Elemente.

Mit den beiden Singles wurde deutlich, dass „No Place For Me“ nicht als bloße Wiederholung früherer Miss-May-I-Alben gedacht ist.

„Sanctuary“

Im Juli 2026 veröffentlichten Miss May I „Sanctuary“ und kündigten gleichzeitig ihr neues Album „No Place For Me“ an.

Der Song beschäftigt sich mit dem Wunsch nach Sicherheit und der Erkenntnis, dass man selbst dafür sorgen kann, diesen sicheren Ort unmöglich zu machen.

Levi Benton beschreibt den Song als Auseinandersetzung mit einem persönlichen Kreislauf, den er nach eigener Aussage bereits seit langer Zeit kennt.

Musikalisch verbindet „Sanctuary“ atmosphärische Passagen mit der für Miss May I typischen Härte.

„No Place For Me“

Am 2. Oktober 2026 erscheint „No Place For Me“, das achte Studioalbum von Miss May I.

Die Platte wird über Solid State Records veröffentlicht.

Das Album soll laut Benton eine sehr persönliche Reise darstellen. Es geht um Erfahrungen, Erkenntnisse und die Frage, wer man selbst eigentlich ist.

Damit rückt die persönliche Ebene stärker in den Vordergrund.

Die Tracklist umfasst zehn Songs:

  • Sanctuary
  • Portrait of Pain
  • Hand Me A Halo
  • Pray for Silence
  • Death Threat
  • Die on the Vine
  • Fire Falls
  • Bury Me Down
  • Ashes Of The Altar
  • Highbrow Thieves

Die bereits veröffentlichten Songs „Sanctuary“, „Pray for Silence“ und „Die on the Vine“ geben einen ersten Eindruck von der musikalischen Richtung des Albums.

„Hand Me A Halo“

„Hand Me A Halo“ gehört ebenfalls zum neuen Album „No Place For Me“.

Der Titel ist ein weiterer Hinweis darauf, dass Miss May I 2026 nicht nur auf die reine Härte setzen.

Die neue Musik verbindet die bekannte Metalcore-Basis mit einer emotionaleren und atmosphärischeren Herangehensweise.

Miss May I und persönliche Texte

Die Texte von Miss May I haben sich im Laufe der Bandgeschichte weiterentwickelt.

Während die frühen Veröffentlichungen häufig von der für Metalcore typischen Konfrontation mit Wut, Konflikten und persönlichen Problemen geprägt waren, wurde die Perspektive mit zunehmendem Alter der Musiker differenzierter.

„No Place For Me“ scheint diese Entwicklung besonders deutlich fortzusetzen.

Statt nur nach außen zu zeigen, wer oder was für bestimmte Probleme verantwortlich ist, beschäftigt sich Levi Benton stärker mit der eigenen Rolle und den eigenen Entscheidungen.

Der typische Miss-May-I-Sound

Der Sound von Miss May I basiert auf mehreren Elementen, die sich durch ihre Karriere ziehen.

Dazu gehören tiefe und melodische Gitarrenriffs, schnelle Schlagzeugpassagen, Breakdowns und aggressive Shouts.

Gleichzeitig spielen eingängige Refrains eine wichtige Rolle.

Diese Kombination machte die Band schon auf „Apologies Are for the Weak“ interessant und wurde über die folgenden Alben immer weiter verfeinert.

Miss May I und Melodie

Obwohl Miss May I oft über ihre Härte wahrgenommen werden, war Melodie von Beginn an ein wichtiger Bestandteil der Musik.

Die Band verwendet melodische Gitarrenlinien, klare Refrains und atmosphärische Passagen, um einen Kontrast zu den aggressiven Vocals zu erzeugen.

Genau dieser Wechsel sorgt dafür, dass die Songs nicht wie reine Breakdown-Sammlungen funktionieren.

Miss May I live

Miss May I haben seit ihren Anfangsjahren einen großen Teil ihrer Karriere auf Tour verbracht.

Die Band spielte unter anderem mit The Devil Wears Prada, We Came as Romans, Pierce the Veil, Carnifex und zahlreichen weiteren Metalcore- und Hardcore-Acts.

Auch die Vans Warped Tour gehörte zu den wichtigen Stationen der frühen Karriere.

Die Live-Erfahrung ist ein wichtiger Bestandteil des Miss-May-I-Sounds. Die Songs sind auf direkte Wirkung ausgelegt und funktionieren besonders gut in Clubs und auf Festivalbühnen.

Miss May I in Deutschland

Deutschland gehört seit vielen Jahren zu den europäischen Märkten, in denen Miss May I regelmäßig auftreten.

Bereits 2024 kündigte die Band eine kleinere Deutschland-Tour an.

MISS MAY I kommen auf kleine Konzertreise nach Deutschland

Die kleinere Clubtour war besonders interessant, weil sie die Band in einer wesentlich direkteren Atmosphäre zeigte als große Festivalauftritte.

Miss May I und Crystal Lake

2026 verbinden Miss May I ihre Rückkehr mit einer Co-Headline-Tour gemeinsam mit der japanischen Metalcore-Band Crystal Lake.

Die „Crystal Lake & Miss May I Co-Headline-Tour 2026“ bringt zwei unterschiedliche Generationen des modernen Metalcore zusammen.

Während Miss May I zu den prägenden amerikanischen Bands der späten 2000er gehören, stehen Crystal Lake für eine jüngere, stark international ausgerichtete Generation.

Das Paranoyd-Magazin hat die Tour bereits angekündigt:

Crystal Lake & Miss May I: Co-Headline-Tour 2026 bringt Metalcore-Power in die Clubs

Miss May I und die Metalcore-Szene

Miss May I gehören zu jener Generation von Bands, die Metalcore Ende der 2000er aus der Underground-Szene in größere Hallen und auf Festivals brachten.

Gemeinsam mit Bands wie August Burns Red, The Devil Wears Prada, Parkway Drive, We Came as Romans und später zahlreichen weiteren Gruppen prägten sie eine Phase, in der Metalcore eine enorme internationale Reichweite entwickelte.

Miss May I unterschieden sich dabei durch ihre Kombination aus melodischen Gitarren und aggressiven Vocals.

Miss May I und August Burns Red

Miss May I tourten bereits mehrfach mit August Burns Red.

Beide Bands verbindet ein technisch anspruchsvoller Metalcore-Stil, wobei August Burns Red stärker auf komplexe Gitarrenstrukturen setzen, während Miss May I ihre Songs stärker über eingängige Refrains und Kontraste zwischen Shouts und Melodie definieren.

Die gemeinsame Tourgeschichte zeigt, wie eng beide Bands mit der Entwicklung des amerikanischen Metalcore verbunden sind.

Miss May I und The Devil Wears Prada

The Devil Wears Prada gehörten ebenfalls zu den Bands, mit denen Miss May I in ihrer frühen Karriere gemeinsam unterwegs waren.

Beide Gruppen standen bei Rise Records und wurden Teil derselben amerikanischen Metalcore-Welle.

Die Verbindung zwischen den Bands zeigt, wie stark sich die Szene in den späten 2000er-Jahren gegenseitig unterstützte.

Die wichtigsten Alben von Miss May I

  • Apologies Are for the Weak (2009)
  • Monument (2010)
  • At Heart (2012)
  • Rise of the Lion (2014)
  • Deathless (2015)
  • Shadows Inside (2017)
  • Curse of Existence (2022)
  • No Place For Me (2026)

Die bekanntesten Songs von Miss May I

  1. Forgive and Forget
  2. Relentless Chaos
  3. Hey Mister
  4. Apologies Are for the Weak
  5. Our Kings
  6. Masses of a Dying Breed
  7. Gone
  8. Deathless
  9. I.H.E.
  10. Shadows Inside
  11. Lost in the Grey
  12. Unconquered
  13. Bleeding Me Dry
  14. Pray for Silence
  15. Die on the Vine
  16. Sanctuary
  17. Hand Me A Halo

Die Bedeutung von „Apologies Are for the Weak“

„Apologies Are for the Weak“ bleibt eines der wichtigsten Alben von Miss May I.

Die Platte erschien zu einem Zeitpunkt, an dem sich Metalcore in den USA stark entwickelte und eine neue Generation von Bands internationale Aufmerksamkeit erhielt.

Miss May I waren dabei noch sehr jung, konnten aber bereits mit einer professionellen Produktion und einem klaren eigenen Stil überzeugen.

Viele der Songs funktionieren auch heute noch als direkte Verbindung zu den frühen Jahren der Band.

Die Entwicklung über mehr als 15 Jahre

Die Geschichte von Miss May I zeigt, wie sich eine Metalcore-Band über eine ungewöhnlich lange Zeit verändern kann, ohne ihre Identität aufzugeben.

„Apologies Are for the Weak“ und „Monument“ stehen für die aggressive Frühphase. „At Heart“ und „Rise of the Lion“ öffneten den Sound stärker in Richtung Melodie. „Deathless“ brachte wieder mehr Härte, während „Shadows Inside“ und „Curse of Existence“ die Produktion jeweils an ihre Zeit anpassten.

Mit „No Place For Me“ beginnt 2026 ein neues Kapitel.

Miss May I heute

2026 stehen Miss May I vor einer besonderen Situation. Nach den Besetzungswechseln der vergangenen Jahre beginnt mit „No Place For Me“ gleichzeitig eine neue musikalische Phase.

Levi Benton, Jerod Boyd und Ryan Neff bilden weiterhin das Fundament der Band. Mit Elisha Mullins steht eine neue Gitarristin im Line-up.

Das kommende Album soll persönlicher ausfallen und gleichzeitig die musikalische Härte der Band bewahren.

Mit „Sanctuary“, „Pray for Silence“ und „Die on the Vine“ haben Miss May I bereits gezeigt, dass sie weiterhin auf schwere Gitarren und aggressive Vocals setzen, dabei aber auch atmosphärische und melodische Momente stärker herausarbeiten.

Das Vermächtnis von Miss May I

Miss May I gehören zu einer Generation von Metalcore-Bands, deren Musik weit über die ursprüngliche Szene hinaus bekannt wurde.

Die Band begann als Gruppe von Schülern in Troy, Ohio, veröffentlichte erste selbstproduzierte Aufnahmen und stand wenige Jahre später auf großen internationalen Bühnen.

„Apologies Are for the Weak“ und „Monument“ legten den Grundstein. Spätere Alben wie „At Heart“, „Rise of the Lion“, „Deathless“, „Shadows Inside“ und „Curse of Existence“ zeigten, dass Miss May I nicht bei einem einzigen Sound stehen bleiben wollten.

2026 steht nun mit „No Place For Me“ eine neue Phase bevor.

Interessant ist dabei vor allem, dass die Band nach fast zwei Jahrzehnten nicht versucht, ihre Vergangenheit einfach zu kopieren. Die neue Musik greift zwar auf die bekannten Metalcore-Elemente zurück, beschäftigt sich aber gleichzeitig stärker mit persönlichen Erfahrungen und Selbstreflexion.

Genau darin liegt die Stärke von Miss May I: Die Band kann ihre Geschichte respektieren, ohne ausschließlich von ihr zu leben. Zwischen den frühen Breakdowns und den neuen, atmosphärischeren Songs liegen fast zwei Jahrzehnte musikalischer Entwicklung – und trotzdem ist sofort zu erkennen, wann ein Song von Miss May I kommt.

FAQ zu Miss May I

Wer sind Miss May I?
Miss May I sind eine US-amerikanische Metalcore-Band aus Troy, Ohio. Die Band gehört zu den prägenden Formationen der amerikanischen Metalcore-Szene der späten 2000er-Jahre.

Wann wurden Miss May I gegründet?
Miss May I wurden 2006 in Troy, Ohio, gegründet. Die Musiker waren damals noch Schüler.

Wer ist der Sänger von Miss May I?
Levi Benton ist der Sänger und Frontmann von Miss May I.

Wer spielt Schlagzeug bei Miss May I?
Jerod Boyd gehört zu den Gründungsmitgliedern und spielt Schlagzeug.

Wer spielt Bass bei Miss May I?
Ryan Neff spielt Bass und übernimmt außerdem cleanen Gesang.

Wer spielt Gitarre bei Miss May I?
Elisha Mullins gehört zur aktuellen Besetzung und spielt Gitarre. Die langjährigen Gitarristen B.J. Stead und Justin Aufdemkampe verließen die Band 2024.

Welche Musik machen Miss May I?
Miss May I spielen Metalcore mit Einflüssen aus Hardcore, Post-Hardcore, Thrash Metal und melodischem Metal.

Was ist das bekannteste Album von Miss May I?
„Apologies Are for the Weak“ von 2009 und „Monument“ von 2010 gehören zu den bekanntesten Alben der Band und prägten ihre frühe Karriere.

Wann erschien „Apologies Are for the Weak“?
Das Debütalbum erschien 2009 über Rise Records.

Wann erschien „Curse of Existence“?
„Curse of Existence“ erschien 2022 und war das siebte Studioalbum der Band.

Wann erscheint „No Place For Me“?
Das achte Studioalbum „No Place For Me“ erscheint am 2. Oktober 2026 über Solid State Records.

Welche Songs von Miss May I sind besonders bekannt?
Zu den bekanntesten Songs gehören „Forgive and Forget“, „Relentless Chaos“, „Hey Mister“, „Gone“, „Deathless“, „Shadows Inside“, „Lost in the Grey“, „Unconquered“, „Pray for Silence“, „Die on the Vine“ und „Sanctuary“.

Was ist „Sanctuary“?
„Sanctuary“ ist eine 2026 veröffentlichte Single von Miss May I und zugleich der Eröffnungssong des kommenden Albums „No Place For Me“.

Bei welchem Label sind Miss May I?
Miss May I veröffentlichen „No Place For Me“ 2026 über Solid State Records.

Spielen Miss May I 2026 in Deutschland?
Ja. Miss May I sind 2026 unter anderem im Rahmen der Co-Headline-Tour mit Crystal Lake in Europa unterwegs.

Sind Miss May I noch aktiv?
Ja. Miss May I sind weiterhin aktiv, veröffentlichen 2026 ihr achtes Studioalbum und spielen internationale Konzerte.

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Marc Blessing paranoyd

Marc Blessing

Marc ist Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für Rock und Metal News sowie Hausfotograf des LKA Longhorns verbindet er Szenekenntnis mit technischem Know-how. Er liefert authentische Konzertberichte, professionellen Content und prägt seit Beginn Qualität, Glaubwürdigkeit und digitale Stärke des Paranoyd Magazins.

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