Guilt Trip

Guilt Trip: Manchester Hardcore trifft auf Metal und brutale Riffs

Offizielle Bandseite: Guilt Trip

Guilt Trip kommen aus Manchester und haben sich in den vergangenen Jahren von einer Band aus der britischen Hardcore-Untergrundszene zu einem international beachteten Namen entwickelt. Ihr Sound lebt von wuchtigen Gitarren, aggressiven Vocals, massiven Breakdowns und einer deutlichen Vorliebe für klassischen Metal. Gleichzeitig bleibt die Energie des Hardcore jederzeit spürbar. Genau diese Mischung macht Guilt Trip zu einer Band, die sich nicht sauber in nur eine Schublade stecken lässt.

Seit ihrer Gründung Mitte der 2010er-Jahre hat die Band ihren Stil Schritt für Schritt weiterentwickelt. Auf die frühen Veröffentlichungen folgten ausgedehnte Tourneen, Festivalauftritte und Supportshows mit etablierten Namen der Hardcore- und Metalszene. Mit „River of Lies“ erschien 2019 das erste Studioalbum, bevor „Severance“ 2023 einen deutlichen Schritt nach vorne markierte. 2026 folgte mit „Armour Of Angels“ das dritte Album und gleichzeitig ein neues Kapitel: Guilt Trip unterschrieben bei Roadrunner Records und gingen anschließend auf ihre bislang größte Headline-Tour durch Großbritannien und Europa.

Musikalisch bleiben Guilt Trip dabei ihrer Grundidee treu. Die Band verbindet den körperlichen Druck des Hardcore mit Riffs, die ebenso gut aus einer klassischen Metal-Produktion stammen könnten. Dazu kommen Einflüsse aus Thrash Metal, Metalcore und Nu Metal. Das Ergebnis ist Musik, die weniger zum stillen Zuhören als zum Bewegen gedacht ist. Breakdowns, Stop-and-Go-Passagen und wuchtige Grooves liefern das Material für die Circle Pits und Moshpits, die bei den Konzerten der Band längst zum festen Bestandteil geworden sind.

Guilt Trip aus Manchester

Manchester ist eine Stadt mit einer langen musikalischen Geschichte. Neben Indie, Punk und Alternative Rock besitzt auch die Hardcore-Szene der nordenglischen Metropole eine eigene Identität. Guilt Trip sind fest in diesem Umfeld verwurzelt.

Die Band entstand 2015 und entwickelte sich zunächst innerhalb der britischen Hardcore-Szene. Dabei ging es von Anfang an nicht darum, möglichst glatt oder massentauglich zu klingen. Guilt Trip setzten auf harte Riffs, aggressive Energie und eine direkte Verbindung zwischen Band und Publikum.

Diese Herkunft ist bis heute hörbar. Auch größere Produktionen und internationale Tourneen haben nichts daran geändert, dass Guilt Trip ihre Musik für einen Raum denken, in dem Menschen gemeinsam ausrasten können.

Metallic Hardcore als Fundament

Guilt Trip werden häufig als Metallic-Hardcore-Band bezeichnet. Der Begriff beschreibt ihren Sound ziemlich gut, weil die Band zwei musikalische Welten miteinander verbindet.

Auf der einen Seite steht Hardcore mit seiner unmittelbaren Energie, den kurzen explosiven Passagen und den schweren Breakdowns. Auf der anderen Seite stehen Metal-Riffs, Gitarrensoli und ein deutlich ausgeprägtes Interesse an unterschiedlichen Spielarten harter Gitarrenmusik.

Besonders auffällig ist dabei, dass Guilt Trip ihre Metal-Einflüsse nicht nur als kleine Würze einsetzen. Die Gitarrenarbeit ist ein wesentlicher Bestandteil ihrer Songs. Chugging-Riffs treffen auf schnelle Passagen, Harmonien, künstliche Flageoletts und immer wieder auf Soli, die deutlich über den klassischen Hardcore-Ansatz hinausgehen.

Dadurch entsteht ein Sound, der gleichzeitig roh und technisch wirkt.

Die frühen Jahre

In ihren Anfangsjahren arbeiteten sich Guilt Trip über die britische Hardcore-Szene nach oben. Die Band spielte zahlreiche Shows und sammelte Erfahrungen auf Tour, bevor die ersten größeren Veröffentlichungen für mehr Aufmerksamkeit sorgten.

2016 erschien die EP „Unrelenting Force“. Sie markierte einen wichtigen frühen Schritt in der Entwicklung der Band und zeigte bereits die Richtung, in die sich Guilt Trip bewegen wollten.

Die Songs waren aggressiv, riffbetont und auf maximale Wirkung im Livekontext ausgelegt. Gleichzeitig war bereits zu erkennen, dass die Musiker ihre musikalischen Möglichkeiten erweitern wollten.

„Unrelenting Force“

Mit „Unrelenting Force“ bekam Guilt Trip innerhalb der britischen Hardcore-Szene zusätzliche Aufmerksamkeit.

Die EP verband die rohe Energie des Hardcore mit einer ausgeprägten Metal-Kante. Dabei ging es weniger um technische Selbstdarstellung als um die Wirkung der Riffs.

Guilt Trip entwickelten daraus eine eigene musikalische Sprache: ein Song konnte plötzlich von einem schnellen Riff in einen massiven Groove kippen, bevor die Band wieder das Tempo anzog.

Diese Dynamik sollte auch auf den späteren Alben eine wichtige Rolle spielen.

„River of Lies“

2019 erschien mit „River of Lies“ das erste Studioalbum von Guilt Trip.

Das Album entstand nach einer längeren Entwicklungsphase, in der die Band auch Besetzungsänderungen und eine komplette Überarbeitung des Materials durchlief. Am Ende stand eine Platte, die den bisherigen Weg der Band konsequent zusammenfasste.

„River of Lies“ war stärker im Hardcore verwurzelt, zeigte aber bereits die metallischen Ambitionen der Band. Die Gitarren standen im Mittelpunkt, während die Songs durch harte Breakdowns und aggressive Vocals ihre unmittelbare Wirkung erhielten.

Das Album half Guilt Trip dabei, über die lokale Szene hinaus bekannt zu werden. Die Band spielte anschließend zunehmend internationale Shows und baute sich ihre Fangemeinde vor allem über Konzerte und Tourneen auf.

Vom Underground auf größere Bühnen

Ein wichtiger Bestandteil der Entwicklung von Guilt Trip war das Touren.

Die Band arbeitete sich nicht über einen einzelnen viralen Moment nach oben, sondern spielte sich Schritt für Schritt durch die Szene. Supportshows, Festivals und eigene Konzerte brachten Guilt Trip mit immer größeren Publikumsgruppen zusammen.

Dabei teilten sie sich Bühnen mit Bands aus unterschiedlichen Bereichen des modernen Heavy Music. Besonders die Nähe zu Gruppen wie Malevolence, Sylosis und anderen Vertretern des britischen Hardcore- und Metal-Undergrounds spielte eine wichtige Rolle.

Mit zunehmender Bekanntheit wurden auch größere Festivals auf Guilt Trip aufmerksam.

„Severance“

2023 erschien mit „Severance“ das zweite Studioalbum von Guilt Trip.

Die Platte war ein deutlicher Entwicklungsschritt gegenüber „River of Lies“. Die Songs wirkten kompakter, die Produktion größer und die Gitarren noch ausgefeilter.

Gleichzeitig blieb die grundlegende DNA der Band erhalten. Guilt Trip machten weiterhin Musik, die nach Hardcore klingt, aber ihre Inspiration deutlich aus dem Metal bezieht.

„Severance“ umfasst zwölf Songs und verbindet kurze, aggressive Stücke mit etwas längeren Kompositionen. Die Band arbeitet dabei stark mit Kontrasten zwischen Geschwindigkeit und Groove.

Die Songs auf „Severance“

Das Album beginnt mit „Fallen at My Feet“ und geht anschließend direkt in „Surrounded by Pain“ über. Mit „Eyes Wide Shut“ folgt ein weiterer kompakter Song, bevor „Sweet Dreams“ gemeinsam mit LANDMVRKS eine zusätzliche Facette in die Platte bringt.

„Reaching Paradise“, „Tearing Your Life Away“ und „Broken Wings“ führen den aggressiven Grundkurs fort. Besonders „Tearing Your Life Away“ entwickelte sich zu einem der bekannteren Songs der Band.

„The Gates“ entstand mit Beteiligung von Malevolence und Rough Justice und verbindet mehrere Strömungen der britischen Hardcore-Szene.

Auf „Sanctified“ ist Lower Than Atlantis beteiligt. Mit „Hell Will Replace the Rain“, „Severance“ und „Dusk“ schließt die Platte ihre zweite Hälfte ab.

„Tearing Your Life Away“

„Tearing Your Life Away“ steht beispielhaft für den Stil von Guilt Trip.

Der Song besitzt einen klaren Groove, aggressive Vocals und einen Aufbau, der darauf ausgelegt ist, live möglichst direkt zu funktionieren. Die Band setzt dabei nicht auf komplizierte Songstrukturen, sondern auf einzelne Riffs, die sich sofort festsetzen.

Gerade diese Direktheit ist ein wesentlicher Bestandteil des Guilt-Trip-Sounds.

„Sweet Dreams“ mit LANDMVRKS

Die Zusammenarbeit mit LANDMVRKS bei „Sweet Dreams“ zeigt, dass Guilt Trip auch über die klassische Hardcore-Szene hinaus Kontakte geknüpft haben.

LANDMVRKS bringen ihre eigene Metalcore-DNA in den Song ein. Dadurch entsteht eine Verbindung zwischen der britischen Hardcore-Szene und der modernen europäischen Metalcore-Landschaft.

Die Kooperation passt damit zu einer Band, deren Musik ohnehin zwischen mehreren Genres unterwegs ist.

„The Gates“ mit Malevolence und Rough Justice

„The Gates“ ist eine weitere wichtige Kooperation auf „Severance“.

Malevolence gehören zu den Bands, mit denen Guilt Trip musikalisch besonders eng verbunden sind. Beide Gruppen kommen aus der britischen Heavy-Music-Szene und kombinieren Hardcore mit modernen Metal-Elementen.

Rough Justice erweitert die Zusammenarbeit zusätzlich um eine weitere Hardcore-Perspektive.

Der Song funktioniert damit nicht nur als Einzelstück, sondern auch als Momentaufnahme einer Szene, in der Musiker und Bands regelmäßig miteinander arbeiten.

„Severance“ als Wendepunkt

Mit „Severance“ erreichten Guilt Trip eine größere internationale Aufmerksamkeit. Die Band hatte bereits vorher eine loyale Fangemeinde aufgebaut, doch das Album brachte sie deutlich stärker in den Fokus der internationalen Heavy-Music-Szene.

Tourneen, Festivals und immer größere Shows folgten.

Gleichzeitig wurde deutlich, dass Guilt Trip nicht mehr ausschließlich als Underground-Band wahrgenommen werden wollten. Die Musik war groß genug für größere Bühnen geworden, ohne ihre Härte einzubüßen.

Die Verbindung zu Malevolence

Guilt Trip und Malevolence werden häufig gemeinsam genannt, wenn es um die Entwicklung der modernen britischen Metallic-Hardcore-Szene geht.

Beide Bands verbinden klassische Hardcore-Energie mit Metal-Riffs und massiven Breakdowns. Beide Gruppen haben sich zudem über Jahre aus der Szene heraus entwickelt, statt von Anfang an als große Festivalbands aufzutreten.

Die Verbindung wurde auch durch gemeinsame Tourneen und Veröffentlichungen sichtbar.

Für Guilt Trip war das Umfeld um Malevolence ein wichtiger Teil des Weges von der Underground-Band zu einem international wahrgenommenen Act.

Guilt Trip und Roadrunner Records

2025 folgte ein wichtiger Schritt in der Karriere von Guilt Trip: Die Band unterschrieb bei Roadrunner Records.

Das Label besitzt eine lange Geschichte im Metal und war beziehungsweise ist Heimat zahlreicher international erfolgreicher Bands. Für Guilt Trip bedeutete der Vertrag einen weiteren Schritt aus dem Underground heraus.

Gleichzeitig war die Wahl des Labels durchaus passend. Roadrunner Records steht für harte Gitarrenmusik und hat über Jahrzehnte Bands unterstützt, die Metal mit anderen Stilrichtungen verbunden haben.

Mit Guilt Trip kam nun eine Band hinzu, deren Musik Hardcore, Metalcore, Thrash und moderne Metal-Einflüsse miteinander verbindet.

„Armour Of Angels“

Am 5. Juni 2026 erschien „Armour Of Angels“, das dritte Studioalbum von Guilt Trip.

Die Platte markiert einen weiteren Schritt nach vorne. Die Band klingt größer und kontrollierter, ohne den Druck ihrer früheren Veröffentlichungen zu verlieren.

Gleichzeitig erweitert Guilt Trip ihren Sound an einigen Stellen. Neben den bekannten Hardcore- und Metal-Einflüssen sind auf dem Album auch Elemente zu hören, die stärker in Richtung Nu Metal und moderner Groove-orientierter Metalproduktion gehen.

Das Album enthält zwölf Songs und dauert etwas mehr als eine halbe Stunde. Guilt Trip nutzen diese relativ kompakte Spielzeit, um die Energie hochzuhalten.

„One By One“

„One By One“ eröffnet „Armour Of Angels“ und macht sofort klar, wohin die Reise geht.

Nach einer kurzen Einleitung setzt die Band auf massive Gitarren und einen treibenden Rhythmus. Der Song wirkt wie ein direkter Startschuss für die folgenden 30 Minuten.

Die Gitarrenarbeit von Jak Maden und Sam Baker steht dabei deutlich im Vordergrund. Zwischen den schweren Riffs tauchen Harmonien und kurze Solopassagen auf, die dem Song zusätzliche Bewegung geben.

„Blood Atonement“

„Blood Atonement“ setzt die aggressive Grundstimmung fort und zeigt gleichzeitig eine stärker ausgearbeitete Gitarrenarbeit.

Der Song verbindet Geschwindigkeit mit schweren Grooves und besitzt genau jene Dynamik, die Guilt Trip auch auf der Bühne auszeichnet.

Die Gitarren bleiben dabei dominant, während der Rhythmus immer wieder neue Impulse setzt.

„Cut From God“

Mit „Cut From God“ wird es besonders kompromisslos.

Der Song gehört zu den Stücken, die das Livepotenzial von „Armour Of Angels“ besonders deutlich machen. Schwere Riffs treffen auf Breakdowns und aggressive Vocals.

Guilt Trip nutzen dabei einen klassischen Hardcore-Trick: Die Musik wird immer wieder so weit zurückgenommen, dass der anschließende Schlag umso härter wirkt.

„Dirt“ und „Veins“

„Dirt“ und „Veins“ gehören zu den Songs auf „Armour Of Angels“, in denen die moderneren Einflüsse der Band stärker hervortreten.

Hier lassen sich Elemente erkennen, die an die groove-orientierte Seite des Nu Metal erinnern. Guilt Trip übernehmen diese Einflüsse jedoch nicht einfach, sondern verbinden sie mit ihrem bestehenden Hardcore-Fundament.

Gerade dadurch wirken die Songs nicht wie ein kompletter Stilwechsel, sondern wie eine Erweiterung des bisherigen Sounds.

„Angel Eyes“

„Angel Eyes“ gehört mit seiner kurzen Spielzeit zu den kompakteren Stücken des Albums.

Der Song setzt auf einen direkten Aufbau und konzentriert sich auf Groove, Druck und die markante Stimme von Jay Valentine.

Wie viele Guilt-Trip-Songs braucht auch „Angel Eyes“ nicht viel Zeit, um seine Wirkung zu entfalten.

„No Love Lost“

„No Love Lost“ wurde bereits vor der Albumveröffentlichung als Single veröffentlicht.

Der Song verbindet die bekannten Guilt-Trip-Elemente mit einem besonders direkten Refrain und einer Produktion, die deutlich auf große Bühnen ausgerichtet ist.

Das dazugehörige Musikvideo trug zusätzlich dazu bei, den Song vor der Veröffentlichung von „Armour Of Angels“ bekannt zu machen.

„Burn“

Auch „Burn“ gehört zu den Stücken, die den Kern des Albums besonders gut zusammenfassen.

Das Gitarrenspiel reicht von schweren Chugs bis zu schnelleren Passagen und zeigt, wie stark Guilt Trip ihre Metal-Einflüsse mittlerweile in den eigenen Sound integriert haben.

Die zweite Hälfte des Songs bietet zudem Raum für eine auffälligere Gitarrenarbeit.

„Suffer Me“

„Suffer Me“ gehört zu den härteren Momenten auf „Armour Of Angels“.

Die Gitarren arbeiten mit massiven Riffs und aggressiven Übergängen, während Jay Valentines Gesang die Songs mit einer hohen Intensität nach vorne treibt.

Der Track ist ein gutes Beispiel dafür, warum Guilt Trip auch für Metal-Fans interessant sind, die mit klassischem Hardcore bislang wenig anfangen konnten.

„Resurrected“ mit Sonny Sandoval

Eine besondere Zusammenarbeit findet sich bei „Resurrected“.

Auf dem Song ist Sonny Sandoval von P.O.D. als Gast zu hören. Damit treffen zwei Generationen schwerer Gitarrenmusik aufeinander.

P.O.D. haben seit den 1990er-Jahren gezeigt, wie Hardcore, Metal, Hip-Hop und Alternative Rock miteinander verbunden werden können. Sandovals Beteiligung passt deshalb überraschend gut zu Guilt Trip, die selbst immer wieder Grenzen zwischen Hardcore, Metal und moderneren Sounds überschreiten.

„Resurrected“ gehört damit zu den interessantesten Kooperationen der bisherigen Guilt-Trip-Diskografie.

„The Banner Of Heaven“

Mit „The Banner Of Heaven“ endet „Armour Of Angels“.

Der Song bietet noch einmal die komplette Bandbreite des Albums: schwere Gitarren, aggressive Vocals, Groove und eine Produktion, die Guilt Trip endgültig aus dem kleinen Club heraus in größere Hallen führt.

Der Abschluss wirkt dabei nicht wie ein Ausstieg aus dem bisherigen Sound, sondern wie eine Zusammenfassung dessen, was die Band in den Jahren zuvor entwickelt hat.

Die Besetzung von Guilt Trip

Guilt Trip bestehen in der aktuellen Besetzung aus Sänger Jay Valentine, den Gitarristen Jak Maden und Sam Baker, Bassistin Lily Kilcoyne sowie Schlagzeuger Tom Aimson.

Besonders die beiden Gitarren spielen eine zentrale Rolle im Sound der Band. Maden und Baker sorgen für die Kombination aus schweren Riffs, Hardcore-Grooves und metallischen Leads, während Bass und Schlagzeug das Fundament für die Breakdowns bilden.

Jay Valentine steht mit seinem aggressiven Gesang im Mittelpunkt der Songs und prägt die direkte Wirkung der Band.

Guilt Trip live

Die Live-Shows sind ein wesentlicher Bestandteil der Identität von Guilt Trip.

Ihre Konzerte sind auf körperliche Energie ausgelegt. Circle Pits, Moshpits und ein Publikum, das permanent in Bewegung ist, gehören zum normalen Bild bei ihren Shows.

Das funktioniert vor allem deshalb, weil die Songs diese Energie nicht nur im Studio erzeugen. Die Breakdowns sind so gebaut, dass sie live sofort eine Reaktion auslösen.

Guilt Trip müssen auf der Bühne deshalb nicht künstlich größer wirken. Ihre Musik erledigt einen großen Teil dieser Arbeit selbst.

Festivals und internationale Shows

Mit wachsender Bekanntheit spielte Guilt Trip zunehmend auf großen europäischen Festivals.

Die Band trat unter anderem beim Download Festival und beim Hellfest auf. Solche Auftritte brachten sie vor ein Publikum, das weit über die klassische Hardcore-Szene hinausgeht.

Auch gemeinsame Tourneen mit Bands wie While She Sleeps, Malevolence und Sylosis halfen dabei, Guilt Trip einer größeren Rock- und Metal-Fangemeinde vorzustellen.

Die Entwicklung zeigt, wie stark sich die Grenzen zwischen Hardcore und Metal in den vergangenen Jahren verändert haben.

Guilt Trip und die Rebellion Tour

Auch im Paranoyd Magazin wurde Guilt Trip bereits im Zusammenhang mit der Rebellion Tour IX angekündigt.

Rebellion Tour IX – 2025 mit Madball, Speed, Guilttrip, Death Before Dishonor und Lies

Die Tour brachte Guilt Trip mit Bands wie Madball, Speed und Death Before Dishonor zusammen und zeigte damit, wie fest die Band inzwischen im internationalen Hardcore-Netzwerk verankert ist.

Guilt Trip in München

Auch vom Auftritt der Rebellion Tour in München berichtete das Paranoyd Magazin.

Madball, Speed, Guilt Trip, Death Before Dishonor und Lies! – Backstage München | 04.03.2025

Die Kombination der Bands machte deutlich, in welchem musikalischen Umfeld Guilt Trip unterwegs sind. Zwischen klassischem New-York-Hardcore, moderner britischer Metallic-Hardcore-Szene und jüngeren Hardcore-Bands nimmt Guilt Trip eine eigene Position ein.

Guilt Trip mit Architects

Eine weitere wichtige Verbindung gab es bei der Tour mit Architects.

Architects Konzert Zürich 2025 mit Brutus und Guilt Trip – Pure Metalcore Eskalation im The Hall

Der Auftritt in Zürich zeigte Guilt Trip in einem deutlich größeren Metalcore-Kontext. Zusammen mit Architects und Brutus traf die Band auf ein Publikum, das bereits mit modernen, schweren Gitarrensounds vertraut war.

Solche Konzerte sind für Guilt Trip wichtig, weil sie die Band aus dem engeren Hardcore-Rahmen herausführen, ohne dass sich ihr musikalischer Kern verändert.

Guilt Trip und die britische Hardcore-Szene

Guilt Trip gehören zu einer Generation britischer Bands, die Hardcore wieder stärker mit Metal verbinden.

Während sich Hardcore und Metalcore in den 2000er-Jahren teilweise stark auseinanderentwickelten, greifen zahlreiche jüngere Bands wieder auf die ursprüngliche Verbindung zurück. Guilt Trip stehen dabei für eine besonders riffbetonte Variante.

Ihre Musik klingt nicht nach einer nostalgischen Kopie. Stattdessen nehmen sie Elemente aus verschiedenen Jahrzehnten und setzen sie in einen modernen Produktionsrahmen.

Einflüsse zwischen Hatebreed und Machine Head

Die musikalische DNA von Guilt Trip reicht von Hardcore bis zu klassischem und modernem Metal.

Auf der Hardcore-Seite lassen sich Einflüsse erkennen, wie sie auch bei Hatebreed oder älteren New-York-Hardcore-Bands zu finden sind. Auf der Metal-Seite spielen Bands wie Machine Head eine Rolle, insbesondere wenn es um schwere Riffs, Groove und aggressive Gitarrenarbeit geht.

Auch moderne Bands wie Malevolence zeigen, wie diese verschiedenen Einflüsse miteinander verbunden werden können.

Guilt Trip machen daraus allerdings ihre eigene Variante, die stark von der britischen Hardcore-Szene geprägt ist.

Die Bedeutung der Breakdowns

Breakdowns sind bei Guilt Trip nicht bloß ein Stilmittel am Ende eines Songs.

Sie strukturieren viele ihrer Stücke und sorgen für die körperliche Dynamik, die ihre Live-Shows auszeichnet.

Ein guter Guilt-Trip-Breakdown funktioniert wie ein musikalischer Schalter: Das Tempo verändert sich, die Gitarren werden schwerer und das Publikum reagiert unmittelbar.

Gerade diese Verbindung zwischen Songwriting und Livewirkung gehört zu den größten Stärken der Band.

Guilt Trip und die Entwicklung zum internationalen Act

Die Karriere von Guilt Trip zeigt, wie eine Band aus einer lokalen Szene heraus international wachsen kann, ohne ihre ursprüngliche Identität aufzugeben.

Von den ersten Shows in Manchester über „Unrelenting Force“ und „River of Lies“ bis zu „Severance“ und „Armour Of Angels“ war die Entwicklung schrittweise.

Jede Veröffentlichung brachte eine neue Ebene hinzu. Gleichzeitig blieb die Grundidee erhalten: harte Riffs, aggressive Vocals, Groove und die Energie des Hardcore.

Der Vertrag mit Roadrunner Records und die größere internationale Präsenz sind deshalb weniger ein kompletter Neustart als die nächste Stufe einer Entwicklung, die bereits Jahre zuvor begonnen hat.

Die Headline-Tour 2026

2026 gingen Guilt Trip auf ihre bislang größte UK- und Europa-Headline-Tour.

Die Tour startete im Oktober in Birmingham und führte über Glasgow, London, Southampton, Manchester und Bristol anschließend auf das europäische Festland. Auch mehrere deutsche Städte stehen auf dem Tourplan, darunter Bochum, Würzburg, Hamburg, Berlin, Leipzig und München.

Als Support sind Judiciary, Justice For The Damned und Long Goodbye dabei.

Für Guilt Trip ist diese Tour ein weiterer wichtiger Schritt. Aus den Supportshows vergangener Jahre wird damit eine eigene Konzertreise, bei der die Band selbst im Mittelpunkt steht.

Guilt Trip 2026

Mit „Armour Of Angels“ haben Guilt Trip 2026 ihr bislang größtes Album veröffentlicht. Gleichzeitig ist die Band an einem Punkt angekommen, an dem sie nicht mehr nur als Geheimtipp der britischen Hardcore-Szene wahrgenommen wird.

Roadrunner Records, große Festivals, internationale Tourneen und eine stetig wachsende Fangemeinde sprechen für eine Band, die den nächsten Schritt bereits gemacht hat.

Musikalisch bleiben Guilt Trip dabei erstaunlich konsequent. Sie versuchen nicht, aus dem Hardcore auszubrechen, sondern erweitern ihn um Metal, Groove und moderne Produktion.

Die wichtigsten Veröffentlichungen

  • Unrelenting Force – EP (2016)
  • River of Lies – Album (2019)
  • Rain City – EP (2021)
  • Severance – Album (2023)
  • God Forgives – EP (2026)
  • Armour Of Angels – Album (2026)

Die wichtigsten Songs

  • Tearing Your Life Away
  • Eyes Wide Shut
  • Sweet Dreams
  • The Gates
  • Broken Wings
  • Severance
  • One By One
  • Blood Atonement
  • Cut From God
  • Dirt
  • Angel Eyes
  • Veins
  • No Love Lost
  • Burn
  • Suffer Me
  • Resurrected
  • The Banner Of Heaven

Warum Guilt Trip interessant bleiben

Guilt Trip funktionieren vor allem deshalb, weil die Band ihre musikalischen Einflüsse nicht versteckt.

Hardcore, Thrash Metal, Metalcore und Nu Metal dürfen nebeneinander existieren. Die Band versucht nicht, eine möglichst reine Genredefinition zu erfüllen. Stattdessen zählt die Wirkung der Songs.

Das macht Guilt Trip auch für unterschiedliche Hörergruppen interessant. Hardcore-Fans finden die Energie und die Breakdowns, Metal-Fans bekommen Riffs und Soli, während Anhänger moderner Metalcore-Produktionen mit der großen Produktion etwas anfangen können.

Am Ende bleibt die Musik trotzdem eindeutig Guilt Trip.

Fazit

Guilt Trip haben sich ihren Platz nicht durch einen schnellen Hype erarbeitet. Die Band aus Manchester hat sich über Jahre durch die Hardcore-Szene gespielt, Veröffentlichungen aufgebaut und ihre Musik kontinuierlich weiterentwickelt.

„River of Lies“ machte 2019 deutlich, welches Potenzial in der Band steckt. „Severance“ brachte 2023 den entscheidenden Schritt nach vorne und öffnete Guilt Trip die Türen zu größeren Festivals, Tourneen und einem internationalen Publikum.

Mit „Armour Of Angels“ ist 2026 nun das bislang ambitionierteste Kapitel erschienen. Die Band klingt größer, ohne ihre Härte einzubüßen. Roadrunner Records bietet dafür den passenden Rahmen, während Songs wie „One By One“, „Cut From God“, „Burn“ und „Suffer Me“ weiterhin genau das liefern, wofür Guilt Trip stehen: schwere Riffs, aggressive Vocals und genug Druck für einen komplett eskalierenden Pit.

Gleichzeitig zeigen Songs wie „Dirt“, „Veins“ und „Resurrected“ mit Sonny Sandoval, dass die Band bereit ist, ihren Sound weiter auszubauen.

Guilt Trip sind damit ein gutes Beispiel dafür, wie modern Hardcore heute klingen kann, wenn eine Band ihre Wurzeln nicht verleugnet und trotzdem keine Angst vor Metal und anderen Einflüssen hat. Manchester bleibt dabei der Ausgangspunkt, aber längst nicht mehr die Grenze. Guilt Trip sind inzwischen auf internationalen Bühnen angekommen – und die Entwicklung ist noch lange nicht abgeschlossen.

FAQ zu Guilt Trip

Wer sind Guilt Trip?
Guilt Trip sind eine Hardcore- und Metal-Band aus Manchester, England. Die Band verbindet Hardcore mit Metal, Thrash, Metalcore und weiteren Einflüssen.

Wann wurden Guilt Trip gegründet?
Guilt Trip wurden 2015 in Manchester gegründet.

Welchen Musikstil spielen Guilt Trip?
Guilt Trip werden vor allem als Metallic Hardcore beziehungsweise Hardcore-Metal-Band bezeichnet. In ihrer Musik finden sich außerdem Einflüsse aus Thrash Metal, Metalcore und Nu Metal.

Wie heißt das aktuelle Album von Guilt Trip?
Das aktuelle Studioalbum heißt „Armour Of Angels“.

Wann erschien „Armour Of Angels“?
„Armour Of Angels“ erschien am 5. Juni 2026 über Roadrunner Records.

Wie viele Alben haben Guilt Trip veröffentlicht?
Guilt Trip haben bislang drei Studioalben veröffentlicht: „River of Lies“ (2019), „Severance“ (2023) und „Armour Of Angels“ (2026).

Wer singt bei Guilt Trip?
Der Sänger von Guilt Trip ist Jay Valentine.

Wer spielt Gitarre bei Guilt Trip?
Jak Maden und Sam Baker spielen Gitarre.

Wer spielt Bass und Schlagzeug?
Lily Kilcoyne spielt Bass und Tom Aimson Schlagzeug.

Mit wem arbeitet Guilt Trip auf „Resurrected“ zusammen?
Auf „Resurrected“ ist Sonny Sandoval von P.O.D. als Gast zu hören.

Mit welchen Bands haben Guilt Trip bereits zusammen gespielt?
Guilt Trip waren unter anderem mit Malevolence, Sylosis, Architects, While She Sleeps und weiteren Bands aus der Hardcore- und Metal-Szene unterwegs.

Was ist „Severance“?
„Severance“ ist das zweite Studioalbum von Guilt Trip und erschien am 22. September 2023.

Was ist „River of Lies“?
„River of Lies“ ist das Debütalbum von Guilt Trip und wurde 2019 veröffentlicht.

Bei welchem Label sind Guilt Trip?
Guilt Trip stehen seit 2025 bei Roadrunner Records unter Vertrag.

Woher kommen Guilt Trip?
Guilt Trip stammen aus Manchester in England und sind eng mit der dortigen Hardcore-Szene verbunden.

Spielen Guilt Trip 2026 live?
Ja. 2026 spielen Guilt Trip eine umfangreiche UK- und Europa-Headline-Tour. Dabei stehen unter anderem mehrere Konzerte in Deutschland auf dem Tourplan.

Marc Blessing paranoyd

Marc Blessing

Marc ist Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für Rock und Metal News sowie Hausfotograf des LKA Longhorns verbindet er Szenekenntnis mit technischem Know-how. Er liefert authentische Konzertberichte, professionellen Content und prägt seit Beginn Qualität, Glaubwürdigkeit und digitale Stärke des Paranoyd Magazins.

KOMMENDE TOURDATEN

22 Oktober 2026 – Bochum, Zeche Bochum
24 Oktober 2026 – Würzburg, Posthallen
25 Oktober 2026 – Hamburg, Gruenspan
26 Oktober 2026 – Berlin, SO 36
28 Oktober 2026 – Leipzig, Täubchenthal
29 Oktober 2026 – München, Technikum
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