
Citizen: Alternative Rock zwischen Emo, Indie und Post-Hardcore
Offizielle Bandseite: Citizen
Citizen aus Michigan gehören zu den Bands, die sich nie dauerhaft auf ein einziges Genre festlegen wollten. Ihre Musik bewegt sich zwischen Alternative Rock, Emo, Indie Rock, Post-Hardcore und Shoegaze. Was dabei zunächst nach einer recht bekannten Kombination klingt, hat bei Citizen über die Jahre eine eigene Handschrift entwickelt: melancholische Melodien, druckvolle Gitarren, atmosphärische Passagen und ein Gesang, der häufig zwischen Zurückhaltung und emotionalem Ausbruch pendelt.
Gegründet wurde Citizen 2009 in Toledo, Ohio, beziehungsweise im Umfeld von Toledo und der angrenzenden Region Michigan. Die Band entstand aus Mitgliedern verschiedener lokaler Gruppen und entwickelte sich zunächst innerhalb der amerikanischen Emo- und Hardcore-Szene. Mit ihrem Debütalbum „Youth“ von 2013 gelang schließlich der Schritt aus dem Underground. Seitdem haben Citizen ihren Sound immer wieder verändert, ohne ihre emotionale Grundstimmung aufzugeben.
Auf „Everybody Is Going to Heaven“ von 2015 wurde der Sound dunkler und experimenteller. „As You Please“ von 2017 verband diese Atmosphäre mit eingängigeren Strukturen. Mit „Life in Your Glass World“ schlug die Band 2021 eine stärker alternative und teilweise elektronische Richtung ein. 2023 folgte „Calling the Dogs“, auf dem Citizen wiederum verschiedene Phasen ihrer bisherigen Karriere miteinander verbinden.
Auch 2026 bleibt die Band aktiv. Citizen gehören inzwischen zu den etablierten Namen der modernen Emo- und Alternative-Rock-Szene und haben sich durch Tourneen mit Bands wie Turnstile, The Wonder Years, The Menzingers und weiteren Acts ein internationales Publikum aufgebaut.
Die Anfänge von Citizen
Die Geschichte von Citizen beginnt Ende der 2000er-Jahre im Raum Toledo. Die Musiker kamen aus unterschiedlichen lokalen Bands und waren mit Punk, Hardcore und Emo vertraut. Aus diesen Einflüssen entwickelte sich zunächst ein Sound, der deutlich stärker im melodischen Hardcore und Emo verankert war.
Zur ursprünglichen Besetzung gehörten Sänger Mat Kerekes, die Gitarristen Eric Hann und Nick Hamm sowie Bassist Jake Duhaime und Schlagzeuger Nick Poulos.
Die ersten Veröffentlichungen entstanden noch klar im Umfeld der damaligen Emo- und Hardcore-Szene. Gleichzeitig zeigte sich bereits, dass Citizen nicht einfach eine weitere melodische Hardcore-Band sein wollten.
Die Gitarren wurden atmosphärischer, die Songs melodischer und die Texte persönlicher.
„Young States“ und die ersten Veröffentlichungen
2011 erschien die EP „Young States“. Die Veröffentlichung machte Citizen erstmals einem größeren Publikum innerhalb der amerikanischen Alternative- und Hardcore-Szene bekannt.
Die Songs waren noch deutlich stärker vom klassischen Emo und Hardcore geprägt als spätere Veröffentlichungen. Trotzdem waren bereits die melancholischen Gitarren und die emotionalen Texte vorhanden, die später zu einem Markenzeichen der Band wurden.
2012 folgte die Split-Veröffentlichung „Citizen / Turnover / Light Years / Misser“ gemeinsam mit Turnover, Light Years und Misser.
Gerade die Verbindung zu Turnover ist interessant, da beide Bands aus einer ähnlichen Szene hervorgingen und später unterschiedliche Wege innerhalb des Alternative- und Emo-Spektrums einschlugen.
„Youth“
2013 erschien mit „Youth“ das erste Studioalbum von Citizen.
Das Album wurde von Will Yip produziert, der später mit zahlreichen Bands aus der modernen Alternative-, Punk- und Hardcore-Szene arbeitete. „Youth“ verband die Härte des früheren Materials mit deutlich melodischeren und atmosphärischeren Momenten.
Songs wie „The Night I Drove Alone“, „How Does It Feel?“ und „Sleep“ entwickelten sich zu wichtigen Titeln der frühen Citizen-Phase.
Vor allem „The Night I Drove Alone“ wurde zu einem der Songs, mit denen viele Hörer die Band bis heute verbinden.
„The Night I Drove Alone“
„The Night I Drove Alone“ gehört zu den bekanntesten Songs von Citizen.
Der Titel verbindet melancholische Gitarren mit einem vergleichsweise ruhigen Aufbau. Der Song besitzt eine starke emotionale Spannung, ohne auf einen übermäßig dramatischen musikalischen Höhepunkt angewiesen zu sein.
Genau diese Zurückhaltung ist typisch für Citizen. Die Band lässt ihren Songs Raum und setzt nicht permanent auf maximale Lautstärke.
Der Song wurde dadurch zu einem wichtigen Beispiel für die melancholische Seite des modernen Emo.
Vom Emo zum Alternative Rock
Mit den folgenden Veröffentlichungen entfernten sich Citizen zunehmend von den Genregrenzen ihrer Anfangsjahre.
Die Band behielt die emotionalen Texte und die melancholische Atmosphäre, experimentierte aber stärker mit Gitarrensounds, Songstrukturen und Produktion.
Statt ausschließlich auf schnelle Punk- und Hardcore-Passagen zu setzen, entstanden zunehmend Midtempo-Songs, atmosphärische Gitarrenflächen und Stücke mit deutlicher Nähe zu Alternative Rock und Indie.
Diese Entwicklung sollte auf „Everybody Is Going to Heaven“ besonders deutlich werden.
„Everybody Is Going to Heaven“
2015 veröffentlichten Citizen ihr zweites Studioalbum „Everybody Is Going to Heaven“.
Das Album war dunkler und teilweise deutlich experimenteller als „Youth“. Die Gitarren klangen schwerer und gleichzeitig atmosphärischer. Auch die Songstrukturen wirkten weniger unmittelbar.
Citizen begannen damit, sich stärker von den Erwartungen ihrer ursprünglichen Szene zu lösen.
Die Platte enthält Songs wie „Cement“, „Numb Yourself“ und „Heaviside“, die unterschiedliche Facetten dieses neuen Sounds zeigen.
„Cement“
„Cement“ gehört zu den markanteren Songs von „Everybody Is Going to Heaven“.
Der Titel arbeitet mit schweren Gitarren und einer düsteren Atmosphäre. Gleichzeitig bleibt die Melodie präsent.
Damit zeigt der Song exemplarisch, wie Citizen ihre Emo-Wurzeln mit einer deutlich erwachsener wirkenden Alternative-Rock-Produktion verbinden.
„As You Please“
2017 folgte mit „As You Please“ das dritte Studioalbum.
Auf der Platte fand Citizen eine neue Balance zwischen Atmosphäre und Eingängigkeit. Die Songs wirken zugänglicher als auf „Everybody Is Going to Heaven“, ohne in den Sound des Debütalbums zurückzufallen.
„Jet“, „In the Middle of It All“, „Flowerchild“ und „I Forgive This Town“ gehören zu den bekanntesten Stücken der Platte.
Die Produktion von Will Yip sorgt dabei für einen warmen, aber gleichzeitig druckvollen Klang.
„Jet“
„Jet“ ist einer der Songs, die die Entwicklung von Citizen besonders gut zeigen.
Die Gitarren besitzen weiterhin Gewicht, werden aber stärker als atmosphärisches Element eingesetzt. Der Gesang steht deutlicher im Mittelpunkt und die Melodien wirken unmittelbarer.
Der Song bewegt sich damit genau an der Schnittstelle zwischen Emo und Alternative Rock.
„Flowerchild“
„Flowerchild“ zeigt eine etwas andere Seite der Band.
Der Song besitzt eine warme Atmosphäre und verbindet die melancholische Grundstimmung von Citizen mit einer vergleichsweise offenen Produktion.
Auch hier geht es weniger darum, möglichst hart zu klingen. Vielmehr steht die Stimmung des Songs im Mittelpunkt.
„Life in Your Glass World“
2021 erschien „Life in Your Glass World“.
Mit diesem Album gingen Citizen noch einen Schritt weiter. Die Band integrierte stärker elektronische Elemente, Synthesizer und tanzbare Rhythmen in ihren Alternative-Rock-Sound.
Das Ergebnis war eine der deutlichsten stilistischen Veränderungen ihrer Karriere.
Stücke wie „I Want to Kill You“, „Blue Sunday“, „Death Dance Approximately“ und „Black and Red“ zeigen die neue Richtung.
Gleichzeitig bleiben die melancholische Grundstimmung und die emotionale Direktheit erhalten.
„I Want to Kill You“
Der provokant betitelte Song „I Want to Kill You“ gehört zu den auffälligeren Stücken von „Life in Your Glass World“.
Musikalisch setzt Citizen auf einen treibenden Rhythmus und eine moderne Produktion. Die Band klingt hier weniger nach klassischem Emo und stärker nach einer Alternative-Rock-Gruppe, die elektronische Elemente selbstverständlich in ihr Songwriting integriert.
„Blue Sunday“
„Blue Sunday“ gehört zu den atmosphärischeren Songs des Albums.
Der Titel verbindet elektronische Elemente mit Gitarren und einer melancholischen Melodie. Dadurch entsteht ein Sound, der deutlich weiter vom ursprünglichen Hardcore-Ansatz entfernt ist.
Gerade solche Songs zeigen, warum Citizen auch für Hörer interessant sind, die mit klassischem Emo nur wenig anfangen können.
„Calling the Dogs“
2023 veröffentlichten Citizen ihr fünftes Studioalbum „Calling the Dogs“.
Das Album verbindet die verschiedenen Phasen der Bandgeschichte. Die Gitarren sind wieder stärker präsent, gleichzeitig bleiben die elektronischen und atmosphärischen Elemente aus „Life in Your Glass World“ erhalten.
Songs wie „If You’re Lonely“, „Hyper Trophy“, „When I Let You Down“ und „Can’t Take It Slow“ zeigen diese Mischung.
„Calling the Dogs“ wirkt dadurch wie eine Zusammenfassung der musikalischen Entwicklung von Citizen, ohne einfach ältere Ideen zu wiederholen.
„If You’re Lonely“
„If You’re Lonely“ gehört zu den emotional zugänglicheren Songs von „Calling the Dogs“.
Der Song setzt auf eine klare Melodie und eine Produktion, die Gitarren und Gesang miteinander verbindet, ohne eine der beiden Seiten zu überladen.
Wie bei vielen Citizen-Songs steht dabei eine melancholische Grundstimmung im Zentrum.
„When I Let You Down“
„When I Let You Down“ zeigt die Band von ihrer melodischeren Seite.
Der Song verbindet einen eingängigen Refrain mit Gitarren, die zwischen Alternative Rock und Emo liegen. Die Produktion wirkt modern, ohne die organische Atmosphäre der Band aufzugeben.
Die Stimme von Mat Kerekes
Mat Kerekes ist eine der wichtigsten Konstanten in der Geschichte von Citizen.
Seine Stimme ist nicht auf klassische Rockposen ausgelegt. Stattdessen arbeitet er häufig mit einer eher zurückgenommenen, teilweise brüchigen Gesangsweise.
Gerade diese Zurückhaltung passt zu den Texten der Band. Emotionen werden nicht permanent herausgeschrien, sondern häufig über Melodie, Tonfall und Atmosphäre vermittelt.
Dadurch besitzen viele Citizen-Songs eine intime Wirkung, selbst wenn die Band gleichzeitig mit großen Gitarrenwänden arbeitet.
Die Texte von Citizen
Inhaltlich beschäftigen sich Citizen häufig mit Beziehungen, Einsamkeit, Selbstzweifeln, Entfremdung und persönlichen Konflikten.
Die Texte sind dabei weniger als klassische Rockgeschichten aufgebaut. Stattdessen wirken sie häufig wie Momentaufnahmen oder Gedankenfragmente.
Diese persönliche Ebene war bereits auf „Youth“ vorhanden und zieht sich durch die gesamte Diskografie.
Auch die späteren Alben bleiben emotional, obwohl sich die musikalische Sprache deutlich verändert hat.
Die Besetzung
Citizen bestehen aktuell aus Sänger und Gitarrist Mat Kerekes, Gitarrist Nick Hamm, Bassist Eric Hann und Schlagzeuger Eric Soucy.
Mat Kerekes ist dabei das bekannteste Gesicht der Band und seit den Anfangsjahren als Sänger beteiligt.
Die Besetzung hat sich im Laufe der Bandgeschichte mehrfach verändert. Diese Veränderungen gingen häufig mit musikalischen Entwicklungen einher.
Citizen und die Emo-Szene
Citizen werden häufig der sogenannten „Emo Revival“-Bewegung zugerechnet, die Anfang der 2010er-Jahre zahlreiche Bands aus dem Untergrund wieder stärker ins öffentliche Interesse brachte.
Zusammen mit Bands wie Title Fight, Turnover, Modern Baseball und The World Is a Beautiful Place & I Am No Longer Afraid to Die gehörten Citizen zu einer Generation, die Elemente des Emo mit Indie, Punk und Alternative Rock neu interpretierte.
Citizen unterschieden sich dabei zunehmend durch ihre Bereitschaft, den eigenen Sound zu verändern.
Citizen und Turnover
Die Verbindung zu Turnover reicht bis in die frühen Jahre zurück. Beide Bands teilten sich bereits auf der Split-Veröffentlichung von 2012 eine Veröffentlichung.
Später entwickelten sich beide Gruppen musikalisch weiter. Turnover bewegten sich zunehmend in Richtung Dream Pop und Indie, während Citizen ihre Mischung aus Alternative Rock, Emo und elektronischen Elementen ausbauten.
Die gemeinsame Geschichte macht beide Bands zu interessanten Beispielen dafür, wie vielfältig sich die amerikanische Emo-Szene der 2010er-Jahre entwickelt hat.
Citizen und die großen Tourneen
Citizen haben im Laufe ihrer Karriere zahlreiche Tourneen gespielt und dabei Bühnen mit wichtigen Bands aus Punk, Emo, Hardcore und Alternative Rock geteilt.
Zu den Acts, mit denen die Band unterwegs war, gehören unter anderem Turnstile, The Wonder Years, The Menzingers, Balance and Composure, Basement und Knuckle Puck.
Durch diese Tourneen konnten Citizen ihr Publikum kontinuierlich erweitern.
Citizen live
Live funktionieren Citizen vor allem über Atmosphäre und Dynamik.
Die Band kann einen Song zunächst zurückhaltend beginnen und anschließend eine große Gitarrenwand aufbauen. Diese Dynamik ist ein wesentlicher Bestandteil ihrer Konzerte.
Anders als bei klassischen Hardcore-Shows steht nicht permanent die körperliche Eskalation im Mittelpunkt. Citizen erzeugen ihre Wirkung stärker über Stimmung, Lautstärke und die emotionale Verbindung zwischen Publikum und Songs.
Gerade bekannte Stücke wie „The Night I Drove Alone“ können dabei eine besondere Reaktion auslösen.
Citizen in Deutschland
Auch in Deutschland haben Citizen über die Jahre eine treue Fangemeinde aufgebaut.
Die Band war mehrfach auf europäischen Tourneen unterwegs und spielte sowohl eigene Shows als auch Festivals und Supporttouren.
Durch die Mischung aus Emo, Alternative Rock und Indie funktionieren Citizen dabei in unterschiedlichen Konzertumfeldern.
Citizen und die Entwicklung des Emo
Citizen gehören zu einer Generation von Bands, die dazu beigetragen haben, Emo wieder stärker mit alternativer Gitarrenmusik zu verbinden.
Während Emo in den 2000er-Jahren teilweise stark mit einem bestimmten visuellen und musikalischen Stil verbunden wurde, ging die neue Generation wesentlich offener mit dem Begriff um.
Citizen können melancholische Musik machen, ohne klassische Emo-Klischees bedienen zu müssen. Genau diese Offenheit ist ein wichtiger Grund für ihre langfristige Relevanz.
Der Einfluss von Shoegaze und Dream Pop
Auf den späteren Veröffentlichungen sind zunehmend Einflüsse aus Shoegaze und Dream Pop zu hören.
Gitarren werden nicht nur als rhythmisches Instrument eingesetzt, sondern erzeugen Klangflächen. Hall und Effekte sorgen für zusätzliche Tiefe.
Gleichzeitig bleiben die Songs strukturiert genug, um als Alternative Rock zu funktionieren.
Diese Verbindung aus Songorientierung und Atmosphäre gehört zu den interessantesten Elementen des Citizen-Sounds.
Citizen und moderne Produktion
Die Produktion spielt in der Geschichte von Citizen eine wichtige Rolle.
Produzenten wie Will Yip halfen dabei, den Sound der Band weiterzuentwickeln, ohne dessen emotionale Direktheit zu verlieren.
Gerade auf „Life in Your Glass World“ wird deutlich, wie stark Citizen inzwischen auch mit elektronischen Sounds und modernen Produktionstechniken arbeiten.
Die Band hat dadurch bewiesen, dass eine Gruppe aus dem Emo- und Punk-Umfeld ihren Sound erweitern kann, ohne die eigene Identität zu verlieren.
Citizen und „I Can See You From Here“
Auch im Paranoyd Magazin wurde Citizen bereits mit einer aktuellen Veröffentlichung aufgegriffen.
Citizen legen mit „I Can See You From Here“ den nächsten Vorboten auf „Halcyon Blues“ vor
Der Song zeigt erneut die Fähigkeit der Band, melancholische Atmosphäre mit modernen Alternative-Rock-Elementen zu verbinden.
Die Entwicklung von „Youth“ bis „Calling the Dogs“
Betrachtet man die Diskografie von Citizen als Ganzes, wird eine deutliche Entwicklung sichtbar.
„Youth“ steht für die frühe Emo- und Hardcore-Phase. „Everybody Is Going to Heaven“ öffnet den Sound in Richtung dunkler Alternative-Musik. „As You Please“ findet eine Balance zwischen diesen beiden Welten.
„Life in Your Glass World“ geht anschließend deutlich stärker in Richtung elektronischer Alternative Rock, während „Calling the Dogs“ mehrere dieser Einflüsse miteinander verbindet.
Citizen haben damit nie versucht, denselben Sound zweimal aufzunehmen.
Die wichtigsten Veröffentlichungen
- Young States – EP (2011)
- Citizen / Turnover / Light Years / Misser – Split (2012)
- Youth – Album (2013)
- Everybody Is Going to Heaven – Album (2015)
- As You Please – Album (2017)
- Life in Your Glass World – Album (2021)
- Calling the Dogs – Album (2023)
Die wichtigsten Songs
- The Night I Drove Alone
- How Does It Feel?
- Sleep
- Cement
- Numb Yourself
- Heaviside
- Jet
- In the Middle of It All
- Flowerchild
- I Forgive This Town
- I Want to Kill You
- Blue Sunday
- Death Dance Approximately
- If You’re Lonely
- Hyper Trophy
- When I Let You Down
- Can’t Take It Slow
Was Citizen besonders macht
Citizen haben eine seltene Fähigkeit: Die Band kann sich musikalisch verändern, ohne dass ihre emotionale Identität verloren geht.
Ein Fan von „Youth“ erkennt auch auf „Calling the Dogs“ noch die gleiche Grundstimmung. Gleichzeitig liegen zwischen den beiden Platten zehn Jahre musikalischer Entwicklung.
Das funktioniert, weil Citizen nicht an einem bestimmten Gitarrensound oder einem bestimmten Genre festhalten. Konstant bleiben vielmehr die Melancholie, die persönliche Perspektive und die Fähigkeit, starke Melodien mit atmosphärischen Gitarren zu verbinden.
Fazit
Citizen gehören zu den interessantesten Bands, die aus der amerikanischen Emo-Szene der frühen 2010er-Jahre hervorgegangen sind.
Mit „Youth“ schuf die Band ein Debüt, das ihre Hardcore- und Emo-Wurzeln deutlich hörbar machte. Danach folgte jedoch keine Wiederholung dieses Erfolgsrezepts. „Everybody Is Going to Heaven“ wurde dunkler, „As You Please“ melodischer und „Life in Your Glass World“ öffnete die Tür zu elektronischen und tanzbaren Alternative-Sounds.
„Calling the Dogs“ verbindet anschließend viele dieser Entwicklungen miteinander.
Genau darin liegt die Stärke von Citizen. Die Band lässt sich nicht auf nostalgischen Emo reduzieren und ist gleichzeitig weit davon entfernt, ihre Vergangenheit abzuschütteln. Zwischen melancholischen Gitarren, Alternative Rock, Indie, Shoegaze und elektronischen Elementen entsteht ein Sound, der sich immer wieder verändert und trotzdem eindeutig nach Citizen klingt.
Wer Citizen bisher nur als Emo-Band kennt, bekommt deshalb spätestens bei den späteren Alben ein deutlich anderes Bild. Und wer die Band erst mit „Life in Your Glass World“ entdeckt hat, findet in „Youth“ wiederum die raueren Wurzeln dieser Entwicklung.
Citizen sind damit eine Band, deren Diskografie weniger wie eine gerade Linie als wie eine fortlaufende Suche nach neuen Ausdrucksformen funktioniert. Genau das macht sie auch Jahre nach ihrer Gründung interessant.
FAQ zu Citizen
Wer sind Citizen?
Citizen sind eine Alternative-Rock- und Emo-Band aus dem Raum Toledo, Ohio/Michigan. Ihre Musik verbindet Emo, Alternative Rock, Indie, Post-Hardcore und Shoegaze.
Wann wurden Citizen gegründet?
Citizen wurden 2009 gegründet.
Woher kommen Citizen?
Die Band stammt aus dem Raum Toledo im US-Bundesstaat Ohio beziehungsweise dem angrenzenden Michigan.
Wer ist der Sänger von Citizen?
Mat Kerekes ist der Sänger von Citizen.
Welchen Musikstil spielen Citizen?
Citizen verbinden Emo, Alternative Rock, Indie Rock, Post-Hardcore und Shoegaze. Auf späteren Veröffentlichungen kommen außerdem elektronische Elemente hinzu.
Wie heißt das Debütalbum von Citizen?
Das Debütalbum heißt „Youth“ und erschien 2013.
Was ist der bekannteste Song von Citizen?
Zu den bekanntesten Songs gehört „The Night I Drove Alone“ vom Album „Youth“.
Wie viele Studioalben haben Citizen veröffentlicht?
Citizen haben bislang fünf Studioalben veröffentlicht: „Youth“ (2013), „Everybody Is Going to Heaven“ (2015), „As You Please“ (2017), „Life in Your Glass World“ (2021) und „Calling the Dogs“ (2023).
Was ist „Life in Your Glass World“?
„Life in Your Glass World“ ist das vierte Studioalbum von Citizen und erschien 2021. Es integriert deutlich stärker elektronische Elemente und tanzbare Rhythmen in den Alternative-Rock-Sound der Band.
Was ist „Calling the Dogs“?
„Calling the Dogs“ ist das fünfte Studioalbum von Citizen und erschien 2023. Es verbindet verschiedene Elemente aus der bisherigen Entwicklung der Band.
Wer produziert die Alben von Citizen?
Will Yip spielte als Produzent eine wichtige Rolle bei mehreren Veröffentlichungen der Band, darunter „Youth“ und „As You Please“.
Welche Bands sind ähnlich wie Citizen?
Je nach Phase ihrer Karriere lassen sich Citizen mit Bands wie Turnover, Title Fight, Basement, Balance and Composure oder The World Is a Beautiful Place & I Am No Longer Afraid to Die vergleichen.
Was verbindet Citizen mit Turnover?
Citizen und Turnover veröffentlichten 2012 gemeinsam mit Light Years und Misser eine Split-Veröffentlichung. Beide Bands entwickelten sich später musikalisch in unterschiedliche Richtungen.
Spielen Citizen noch live?
Ja. Citizen sind weiterhin live aktiv und treten auf eigenen Tourneen, Festivals und als Support anderer Alternative-, Punk- und Rockbands auf.
Was ist typisch für den Sound von Citizen?
Typisch sind melancholische Melodien, atmosphärische Gitarren, persönliche Texte und eine Mischung aus Emo und Alternative Rock. Auf späteren Alben kommen elektronische und Shoegaze-Einflüsse hinzu.
Marc Blessing
Marc ist Webmaster, Chefredakteur und Fotograf des Paranoyd Magazins. Als Spezialist für Rock und Metal News sowie Hausfotograf des LKA Longhorns verbindet er Szenekenntnis mit technischem Know-how. Er liefert authentische Konzertberichte, professionellen Content und prägt seit Beginn Qualität, Glaubwürdigkeit und digitale Stärke des Paranoyd Magazins.


