Am 26.09.25 erscheint das neue Werk „Feuer und Papier“ von ZSK mit insgesamt 11 Songs und schon jetzt zeigt sich: Das Album verbindet Herz, Haltung und jede Menge Energie.
ZSK, stehen seit den späten 90ern für kompromisslosen Skatepunk mit Haltung. Ursprünglich in Göttingen gegründet, später in Berlin heimisch geworden, hat sich die Band durch unzählige Konzerte und klare Ansagen gegen Rechts eine treue Fanbase erspielt. Nach einer kurzen Auflösung zwischen 2007 und 2011 kehrten sie stärker zurück. Heute füllen sie Clubs und Hallen, spielen oft vor ausverkauftem Haus, und liefern Hits, die genauso politisch wie persönlich sind.
Ein Album voller Punk-Hymnen, das sofort zündet
1. 3 Uhr Nachts
Ein Song über Freundschaft, Vertrauen und das unbedingte „Ich bin für dich da“. Diese Zeilen sind keine Floskeln, sondern ein Versprechen, das ZSK mit Herz transportieren. Musikalisch geht’s direkt nach vorne: treibende Drums, melodische Gitarren und eine Hook, die hängen bleibt. Es ist dieser typische ZSK-Mix aus Härte und Eingängigkeit, der den perfekten Auftakt für das Album bildet. Man fühlt sofort: Hier geht’s nicht nur um Musik, sondern um Zusammenhalt.
2. Wir kommen in deine Stadt
Ein Stück, das wie gemacht ist, um live gespielt zu werden. Schon die ersten Takte schreien nach schwitzigen Clubs, nach Bierduschen und Pogo. Der Text erzählt von Konzertnächten, Chaos und dem Gefühl, nichts zu erwarten, außer das Hier und Jetzt. Voller Energie, augenzwinkernd, aber kompromisslos laut. Wer ZSK schon einmal live gesehen hat, erkennt sich sofort wieder.
3. So viel Gutes
Zwischen all der Wut und dem Druck gibt es hier eine hoffnungsvolle Seite. „So viel Gutes“ wirkt wie ein Gegenpol zu all dem Negativen da draußen. Der Song ruft dazu auf, trotz Krise, Hass und Hetze daran zu glauben, dass bessere Zeiten kommen. Melodisch und hymnisch, vielleicht sogar einer der positivsten ZSK-Songs der letzten Jahre.
4. Feuer & Papier
Der Titelsong ist mehr als nur ein Track. Er ist ein Statement. „Weiter, immer weiter, wir machen weiter und hören nicht auf“ klingt nach einer Bandphilosophie. ZSK feiern nicht die großen Siege, sondern die kleinen Erfolge, das Durchhalten, das Weitermachen. Musikalisch sehr ansprechend und voller Energie. Es ist ein Song, der beim Hören sofort Lust macht, die Faust in die Höhe zu reißen.
5. Tokyo
Ein Ausreißer im besten Sinne. Schnell, rhythmisch, mit einer klaren Botschaft: die Sehnsucht nach einem Ort, der weit weg ist und doch zum Symbol wird. „Wir sehen uns in Tokyo“, das klingt nach Abenteuer, nach Flucht, nach Neuanfang. Besonders stark: der Wechsel zwischen kraftvollen Strophen und einem ruhigen, fast schon verträumten Endteil, der dann wieder in voller Lautstärke explodiert.
6. Keine Liebe für Berlin
Hier zeigt ZSK ihre ironische Seite. Der Song ist eine Art Hassliebe an die Hauptstadt: laut, chaotisch, überfüllt und trotzdem ist Kreuzberg als letzter Ort zum Aushalten. Musikalisch klassischer ZSK-Skatepunk mit schnellen Riffs und bissigen Vocals. Für Berliner vermutlich ein kleiner Stich ins Herz, aber einer, bei dem man trotzdem schmunzeln muss. Sänger und Gitarrist Joshi bringt es auf den Punkt.
„Keine Sorge, wir lieben Berlin. Aber die ganzen Dinge, für die diese Stadt berühmt ist – Fernsehturm, Berlinale, KaDeWe etc. – sind immer komplett an uns vorbeigegangen. Für uns war immer Kreuzberg das Herz der Stadt.“

7. Vielen Dank
Der wohl bissigste Song des Albums. Hier rechnet die Band mit all dem Hass ab, der ihnen tagtäglich entgegenkommt: Drohungen, Hetze, Beleidigungen. Doch statt sich einschüchtern zu lassen, verwandeln sie diese Energie in pure Wut und Musik. Druckvoll, laut, kompromisslos und vielleicht einer der stärksten Songs des Albums. Live dürfte das einer der Momente sein, wo die Menge komplett explodiert.
8. Nicht allein
Eine Hymne für alle, die kämpfen. „Die kriegen uns nie kaputt“ ,eine Zeile, die sofort im Kopf bleibt und zu einem Mantra werden könnte. Es ist ein Song für die Momente, in denen man zweifelt, aber weiß, dass man nicht allein ist. Musikalisch ein perfekter Balanceakt: melodisch gesehen genug, um hängenzubleiben, aber mit genug Härte, um Druck aufzubauen.
9. Leuchtraketen
Der Song startet ungewöhnlich wuchtig, fast schon mit einem Knall. Die Gitarrenriffs sind härter, der Gesang aggressiver, das wirkt wie ein musikalischer Aufschrei. „Leuchtraketen“ steht spürbar für Eskalation und Rebellion. Der Song bringt Abwechslung ins Album und zeigt ZSK von ihrer kompromissloseren Seite.
10. Jede Hand
Kurz und klar auf den Punkt gebracht. „Jede Hand“ ist wie ein Schlag ins Gesicht, aber im positiven Sinne. Keine Spielereien, kein Schnickschnack, sondern ein klarer Ruf: Aufstehen, weitermachen, nicht aufgeben. Es ist einer dieser Songs, die live wahrscheinlich kaum zwei Minuten dauern, aber einen bleibenden Eindruck hinterlassen und für Zusammenhalt steht.
11. Ein Sommer ohne Nazis
Der Abschluss könnte kaum stärker sein. Schon der Titel sagt alles: ein Wunsch, eine Forderung, ein Traum. Politisch eindeutig, musikalisch eingängig. Es ist der perfekte Schlusspunkt, weil er Haltung und Hoffnung vereint. Vielleicht der wichtigste Song des Albums und ein Statement, das ZSK wie keine andere Band so konsequent liefert.

Adriane Vogelgesang
Adriane ist Redakteurin und Fotografin für das Paranoyd Magazin. Sie berichtet leidenschaftlich über Rock, Punk & Metal und ist von Anfang an beim Paranoyd Magazin dabei. Adriane liefert authentische Konzertberichte, Fotos sowie fundierte Reviews und ist bekannt für ihre kritische und unabhängige Berichterstattung, die immer nah am Geschehen in der Szene bleibt.

