Sleeping With Sirens begeistern mit 12 Songs auf „An Ending In Itself“

Sleeping With Sirens, Albumreview An Ending In Itself, Paranoyd Magazin, Post-Hardcore

Am 12. Juni 2026 veröffentlichten Sleeping With Sirens ihr mittlerweile achtes Studioalbum „An Ending In Itself“. Gleichzeitig markiert die Platte die Rückkehr zu Rise Records, wo die Band bereits mit dem Album „Feel“ zu Hause war. Für die Produktion zeichnete erneut Will Yip verantwortlich, der bereits mit Bands wie Turnstile, Circa Survive und Movements gearbeitet hat.

Die aktuelle Besetzung besteht aus Kellin Quinn (Gesang), Nick Martin (Gitarre), Justin Hills (Bass), Matty Best (Schlagzeug) sowie Gitarrist Tony Pizzuti, der inzwischen fest zur Band gehört.

Passend zum Album erschien außerdem das Musikvideo zur Single „House Of Matches“. Inhaltlich beschäftigt sich der Song mit persönlichen Schwierigkeiten und emotionalen Turbulenzen.

„‚House Of Matches‘ ist das letzte Musikvideo, das wir aus unserem neuen Album ‚An Ending In Itself‘ veröffentlichen. Es war großartig, mit Hilfe von Max Moore drei Videos zu produzieren, die miteinander verknüpft sind. Wir könnten nicht stolzer auf die Arbeit sein, die in dieses Album geflossen ist. Viel Spaß!“, sagt Lead-Sänger Kellin.

44 Minuten voller Energie und Emotionen

„An Ending In Itself“ hat es definitiv in sich. Bereits die ersten Songs zeigen, wie gut Sleeping With Sirens aktuell aufeinander abgestimmt sind. Kellin Quinn liefert eine starke gesangliche Leistung ab und bewegt sich mühelos zwischen kraftvollen Passagen und nachdenklicheren Momenten. Gleichzeitig sorgt die Produktion dafür, dass jede Nuance ihren Platz bekommt.

Insgesamt warten zwölf Songs mit einer Spielzeit von rund 44 Minuten auf die Hörer. Das Album schafft es dabei, von Anfang bis Ende spannend zu bleiben. Sleeping With Sirens setzen auf eine Mischung aus kraftvollen Rockmomenten, starken Gesangslinien und einer modernen Produktion, die den Songs viel Raum zur Entfaltung gibt. Jeder Track bringt seine eigene Stimmung mit, wodurch die Platte abwechslungsreich bleibt und über die gesamte Laufzeit fesselt.

Sleeping With Sirens überzeugen auf „An Ending In Itself“
Credit: Travis Shinn

Zwischen Selbstzweifeln, Verlust und Hoffnung

Inhaltlich setzt sich „An Ending In Itself“ intensiv mit persönlichen Krisen, inneren Konflikten und den Herausforderungen des Lebens auseinander. Immer wieder geht es um den Umgang mit Rückschlägen, Selbstzweifeln und emotionalen Belastungen. Gleichzeitig schwingt in vielen Songs aber auch der Gedanke mit, trotz aller Schwierigkeiten weiterzumachen und neue Perspektiven zu finden.

Bis zum zehnten Song geht es nahezu durchgehend mit viel Energie voran. Erst mit „Looking Back At Me“ wird das Album etwas ruhiger und melancholischer. Sleeping with Sirens nehmen sich hier bewusst Zeit für leisere Töne, ohne dabei an Intensität zu verlieren.

Wer beim abschließenden „Storm Clouds“ mit einem zurückhaltenden Ausklang rechnet, wird allerdings überrascht. Der Song deutet kurz eine ruhigere Richtung an, bevor Sleeping With Sirens noch einmal alles auf den Tisch legen. Dadurch endet das Album genauso überzeugend, wie es begonnen hat.

Fazit

Mit „An Ending In Itself“ liefern Sleeping With Sirens ein Album ab, das von vorn bis hinten überzeugt. Die Songs sind abwechslungsreich, die Produktion bewegt sich auf hohem Niveau und Kellin Quinn zeigt einmal mehr, warum seine Stimme seit Jahren zu den Markenzeichen der Band gehört.

Besonders gelungen ist die Balance zwischen emotionalen Themen und mitreißenden Songs. Das Album nimmt seine Hörer mit auf eine Reise durch Zweifel, Herausforderungen und Hoffnung, ohne dabei jemals den Spannungsbogen zu verlieren.

Tine

Tine Blessing

Tine ist die Inhaberin und Chefredakteurin des Paranoyd Magazins. Als Herz und Kopf des Magazins hält sie alle Fäden zusammen, schreibt leidenschaftliche Reviews und berichtet über aktuelle Szene-News. Zudem ist sie als Konzertfotografin schwerpunktmäßig im Raum Stuttgart aktiv.

Paranoyd Magazin