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SIGNS OF THE SWARM: “To Rid Myself of Truth” – Deathcore auf Steroiden

SIGNS OF THE SWARM: To Rid Myself of Truth – Deathcore auf Steroiden

SIGNS OF THE SWARM melden sich zurück und ihr neues Album “To Rid Myself of Truth” (VÖ: 22.08.2025) ist etwas mehr als ein gewöhnlicher Deathcore-Release. Klar, die Band bleibt ihrem gnadenlosen Sound treu, doch dieses Mal wird mehr experimentiert: Industrial-Elemente knallen durch die Tracks, Metalcore-Breitseiten mischen sich dezent dazu und die Features sorgen für zusätzliche Würze. Das Ergebnis? Eine Platte, die hart, aber hier und da auch überraschend ist.

Härte trifft auf Industrial-Texturen

Der Opener, titelgebend To Rid Myself of Truth, gibt die Richtung direkt vor: Hier wird nichts weichgespült. Industrial-Elemente verweben sich mit dem Growling, während ein paar Wikinger-Trommeln und knackige Gitarrenriffs das Fundament legen. Textlich geht es tief in die Abgründe von Schuld, Selbsthass und dem Versuch, vor der eigenen Wahrheit zu fliehen. 

Rhythmus und Breaks: härter geht immer

Mit HELLMUSTFEARME steigert sich die Intensität. Ein Gitarrenriff, das in den Schädel dröhnt, und ein Schlagzeug, das keine Gefangenen macht, dominieren den Track. Melodie? Eher Fehlanzeige. Dafür gibt es Breaks, die überraschen und auf Trab halten. SIGNS OF THE SWARM verzichten konsequent auf cleane Vocals, wer hier reinschaut, bekommt nur pure Härte.

SIGNS OF THE SWARM und ihre Features, die ins Mark gehen

Clouded Retinas mit Will Ramos startet entspannt, bevor die gutturalen Ausbrüche übernehmen. Schnelles Schlagzeug, kaum Melodie. Textlich ein Abstieg in Blindheit, Verlust von Klarheit und Orientierung. Ähnlich intensiv ist Iron Sacrament mit Phil Bozeman, das religiöse Motive ins Gegenteil verkehrt: Schuld, Tod und vergebliche Erlösung treffen auf Blut, Fäulnis und Feuer. Bei Fear & Judgment mit 156/Silence and Prison stehen gesellschaftliche Verurteilung, Ignoranz und Heuchelei im Mittelpunkt. Musikalisch wie textlich ist es hier auch düster und hart. 

Härte bis zum Ende, aber mit kleinen Lichtblicken

Auch wenn die Platte vor Härte strotzt, gibt es hier und da kleine Momente der Ruhe. Forcing to Forget startet fast zahm, eine kleine Verschnaufpause zwischen den dunklen, brutalen Tracks. Trotzdem dominiert die gnadenlose Deathcore-Logik: Härte, Geschwindigkeit, dunkle Themen, alles da, was Fans lieben. Ein bisschen Weichheit hätte dem Album zwischendurch gutgetan, doch das ist auch ein bisschen Jammern auf hohem Niveau. 

SIGNS OF THE SWARM / To Rid Myself of Truth
Fazit:
SIGNS OF THE SWARM: Brutal, düster, unnachgiebig! “To Rid Myself of Truth” ist ein klares Statement: SIGNS OF THE SWARM bleiben Deathcore pur, aber erweitern das Genre um industrielle und Metalcore-Einflüsse. Wer auf kompromisslose Härte, experimentelle Ansätze und Features mit Biss steht, wird hier tatsächlich bestens bedient. 
Paranoyd Point Check 7,5/10
7.5


Signs Of The Swarm – “To Rid Myself of Truth
VÖ: 22. August 2025
Century Media Records / Sony Music
7.5

Paranoyd Point Check

SIGNS OF THE SWARM: "To Rid Myself of Truth"

Tracklist:

1. To Rid Myself of Truth   
2. HELLMUSTFEARME   
3. Natural Selection   
4. Scars Upon Scars   
5. Chariot   
6. Clouded Retinas feat. Will Ramos
7. Iron Sacrament feat. Phil Bozeman
8. Forcing to Forget   
9. Sarkazein   
10. Fear & Judgment feat. 156/Silence and Prison
11. Creator

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Mia Lada-Klein

Mia ist Redakteurin beim Paranoyd Magazin. Als absolute Spezialistin für Interviews und Reviews verbindet sie ihr Literaturstudium mit ihrer Leidenschaft für das geschriebene Wort. Mia blickt auf eine langjährige Zusammenarbeit mit diversen Magazinen zurück und ist ein wahrer Interview-Profi, der fundiertes Fachwissen mit authentischen Einblicken in die Musikszene vereint.

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