MASSENDEFEKT feiern 25 Jahre – und hauen mit neuem Album ein Statement raus!

MASSENDEFEKT feiern 25 Jahre – und hauen mit neuem Album ein Statement raus!

Am 11. September 2026 veröffentlichen MASSENDEFEKT ein neues Album, das schlicht den Namen „Massendefekt“ trägt. Zwölf Songs sollen zeigen, wo MASSENDEFEKT heute nach sage und schreibe 25 Jahren und zahlreichen Alben stehen.

25 Jahre MASSENDEFEKT. Zehn Alben. Und ein Moment, in dem sich eine Band entscheiden kann: Rückblick oder Aufbruch.

MASSENDEFEKT entscheiden sich ganz klar für Letzteres. Dass das neue Album den eigenen Namen trägt, kommt dabei nicht von ungefähr. „Massendefekt“ ist kein Best of und auch kein nostalgischer Blick zurück, sondern vielmehr ein Statement. Es geht um das, was die Band seit einem Vierteljahrhundert ausmacht: Haltung, Freundschaft und die Lust, gemeinsam auf der Bühne zu stehen.

Auch das Artwork greift diesen Gedanken auf. Vier Gesichter verschmelzen zu einem und stehen damit für Zusammenhalt, Entwicklung und die gemeinsame Geschichte der vergangenen 25 Jahre.

Einige Tracks dürften euch bereits bekannt sein, da sie vorab veröffentlicht wurden. Ich hatte das Vergnügen und durfte mir bereits die komplette Platte reinziehen. Für das Review habe ich mir allerdings ganz bewusst nur vier bislang unveröffentlichte Songs herausgepickt. Ein bisschen Spannung für den Rest des Albums soll schließlich noch bleiben.

Vier Songs, vier ganz unterschiedliche Seiten

Welche Strategie wird hier wohl gefahren? Richtig, die „Exit Strategie“. So heißt der erste Song der neuen Scheibe und der nimmt von Anfang an ordentlich Fahrt auf, die er über die komplette Länge beibehält. Wenn sich das bei den weiteren Songs genauso fortsetzt, dann kann das Album eigentlich nur ein Kracher werden.

„20 Minuten“ beschäftigt sich mit einem Gedanken, den sich bestimmt das eine oder andere ältere Semester schon einmal gemacht hat: Manchmal braucht es gerade einmal 20 Minuten, um alles zu versauen, und anschließend 20 Jahre, um alles wieder aufzubauen. Für manche dürfte der Song ziemlich genau ins Schwarze treffen. Mich lädt er auf jeden Fall zum Nachdenken ein.

Bei „Papageientaucher“ führt uns der Rhythmus durch den Song. Hier finden sich einige coole musikalische Elemente und Takte. Ich bin allerdings ehrlich: Mich nimmt das Lied leider nicht wirklich mit.

Ganz anders sieht es bei „Kippenlänge“ aus. Welcher Raucher kennt es nicht? Man trifft sich noch auf eine „Kippenlänge“. Oder es heißt: „Bleib doch noch ein bisschen, auf eine Kippe, einen Drink oder vielleicht auch zwei.“

Der Song ist etwas langsamer und passt für mich zu genau diesen Abenden, an denen man einfach noch zusammensitzen und die Zeit miteinander genießen möchte. Manchmal wünscht man sich eben, dass die andere Person, der Freund oder die Freundin, einfach noch ein wenig bleibt. Und sei es „nur“ für eine Kippenlänge.

Ich habe mich bewusst für diese vier noch nicht veröffentlichten Tracks entschieden, denn die eingefleischten Fans dürften die bereits erschienenen Songs kennen. Und etwas Spannung auf den Rest soll für die nächsten Tage schließlich noch bestehen bleiben.

Zusammenhalt, Freundschaft und klare Haltung

Nach 25 Jahren Bandgeschichte und zehn Alben zeigt „Massendefekt“ ziemlich gut, was diese Band seit einem Vierteljahrhundert ausmacht und wie sie sich über all die Jahre entwickelt hat. Es geht um Zusammenhalt, Freundschaft, die Lust, gemeinsam auf der Bühne zu stehen, und natürlich darum, die Fans zu begeistern.

MASSENDEFEKT selbst sagen über die Entstehung des Albums: „Bei der Produktion gab es keinen Masterplan, wir wollten die Songs einfach machen, auf die wir Bock hatten.“ Und genau das macht die Platte am Ende auch so facettenreich.

Auch ihre klare Haltung behalten MASSENDEFEKT bei. Die Jungs positionieren sich weiterhin unmissverständlich gegen Nazis, Rassismus, Sexismus und Homophobie. Eine Haltung, die bereits seit Jahren ein fester Bestandteil der Band ist und die gerade in der heutigen Zeit wichtig bleibt.

Zum 25. Geburtstag gibt es außerdem noch etwas Besonderes: Eine limitierte Doppelvinyl bringt neben dem neuen Album ein zweites Werk mit zwölf Neuinterpretationen von MASSENDEFEKT-Songs mit. Dafür haben sich befreundete Bands und langjährige Weggefährten jeweils einen Song geschnappt und ihm ihre ganz eigene Handschrift verpasst.

Vorgaben oder Grenzen gab es dabei keine. Dadurch sollen bekannte MASSENDEFEKT-Songs teilweise noch einmal in einem völlig neuen Licht erscheinen. Welche Künstler mit dabei sind, wird nach und nach bekanntgegeben.

Fazit

Ich selbst finde das komplette Album sehr ausdrucksstark und abwechslungsreich. Mal gibt es Humor, aber gleichzeitig haben die Songs immer wieder eine klare Haltung. Thematisch geht es viel um Beziehungen, das emotionale Wohlbefinden und um Sehnsüchte, die einen mit den eigenen Gedanken auch gerne einmal abschweifen lassen.

Nicht jeder Song holt mich dabei gleichermaßen ab, wie beispielsweise „Papageientaucher“. Dafür gibt es auf „Massendefekt“ genug andere Momente, die bei mir hängen geblieben sind. Die Scheibe ist auf jeden Fall sehr hörenswert und wird sicherlich viele Fans begeistern. Nach 25 Jahren haben MASSENDEFEKT jedenfalls noch jede Menge Lust auf ihre Musik und vor allem auf die Bühne.

Ich wünsche euch viel Spaß bei jedem einzelnen Konzert, das ihr mit dieser Platte spielen werdet. Ihr rockt das Ding!

MASSENDEFEKT - MASSENDEFEKT Albumcover
MASSENDEFEKT – MASSENDEFEKT
  1. Exit Strategie
  2. Brandung
  3. 20 Minuten
  4. Allein
  5. Revolution x Alltag
  6. Voll daneben, halb OK!
  7. Papageientaucher
  8. Unbedingt verpassen (feat. Dritte Wahl)
  9. Sag mir wie
  10. Theater
  11. Zu Alt für Rock 'n' Roll
  12. Kippenlänge
MASSENDEFEKT
S/T
MD Records / Warner 
VÖ: 11.09.2026
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Lisa Godau

Lisa Redakteurin und Social-Media-Managerin beim Paranoyd Magazin. Sie bringt ihre Leidenschaft für die Szene in fundierte Reviews ein und ist die treibende Kraft hinter der Facebook-Community. Durch ihr Community-Management stärkt Lisa den direkten Austausch mit den Lesern und sorgt dafür, dass die Inhalte von Paranoyd dort landen, wo die Fans zu Hause sind.

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