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Kanonenfieber: „Soldatenschicksale“ im Albumcheck

Kanonenfieber: Soldatenschicksale im Albumcheck

Mit Soldatenschicksale legen Kanonenfieber kein klassisches neues Studioalbum vor, sondern vielmehr ein bewusst kuratiertes Gesamtwerk, das sich irgendwo zwischen Retrospektive und Aufbruch einordnet. Lediglich zwei neue Songs finden sich auf der Tracklist, der Großteil besteht aus Neuaufnahmen bereits bekannter Stücke. Genau darin liegt jedoch die eigentliche Aussage des Albums:

„Soldatenschicksale“ wirkt weniger wie ein nächster kreativer Entwicklungsschritt, sondern vielmehr wie ein klang gewaltiger Soundtrack zur anstehenden Tour. In der offiziellen Pressemitteilung heißt es: „Ein einzelnes Schicksal, das im Schatten des großen Ganzen (Kriegs) so winzig erscheint, dass es kaum Beachtung findet. Genau hier setzt Soldatenschicksale an. Das Album erzählt von den Einzelschicksalen der im Kampf Gefallenen und bisher Vergessenen.“

Was auf dem Papier bis auf die beiden neuen Singles „Z-Vor!“ und „Heizer Tenner“ zunächst nach wenig Neuem klingt, entfaltet beim Hören eine überraschende Wirkung. Die neu eingespielten Versionen der älteren Songs profitieren hörbar von der weiterentwickelten Produktion und einer noch dichteren Atmosphäre. Wo frühere Fassungen bereits kompromisslos waren, schlagen die neuen Aufnahmen mit zusätzlicher Wucht ein, druckvoller, klarer und emotional näher am narrativen Kern der Band. Die Songs wirken nicht einfach recycelt, sondern neu interpretiert, fast so, als würden sie erstmals ihr volles Potenzial entfalten.

Gerade deshalb funktioniert Soldatenschicksale so gut als Vorbereitung auf die kommende Tour. Das Album fühlt sich an wie eine Kampfansage an die Bühne: ein konzentrierter Querschnitt durch das bisherige Schaffen, geschärft für den Live-Kontext. Wer Kanonenfieber bereits kennt, bekommt vertrautes Material in neuem, brachialem Gewand serviert, und wer die Band noch nicht live erlebt hat, dürfte spätestens nach diesem Album genau das ändern wollen.

Um noch einmal auf die neuen Singles von Soldatenschicksale zu kommen: „Z-Vor!“, und „Heizer Tenner“ sind bei Weitem keine Granaten, aber solide neue Songs von Kanonenfieber, die die Vorfreude auf einen neuen Longplayer der Bamberger wecken. „Soldatenschicksale“ ist kein Album, das überrascht, aber eines, das überzeugt und vor allem Lust auf das macht, was als Nächstes kommt.

Kanonenfieber: Soldatenschicksale im Albumcheck
Photo credit: Stephanie Rifkin @photos_by_tiffany_anne

Kanonenfieber – Soldatenschicksale
Paranoyd Album Check: 7 von 10
Fazit: „Soldatenschicksale“ ist weniger ein neues Kapitel als eine strategische Neuaufstellung: Kanonenfieber nutzen das Album, um ihr bisheriges Material mit maximaler Wucht neu in Stellung zu bringen. Als eigenständiges Release vielleicht ungewohnt, als Soundtrack zur kommenden Tour jedoch äußerst wirkungsvoll.

Kanonenfieber – Soldatenschicksale
Century Media Records – Sony Music
VÖ: 06.02.2026
7

Paranoyd Check

Unbenannt 27 CD Viny Cover 2

Tracklisting

Z-Vor!                                                  
Heizer Tenner                                      
Ubootsperre (2025)                           
Kampf und Sturm (2025)                    
Die Havarie (2025)                              
Der Füsilier I (2025)                           
Der Füsilier II (2025)                           
The Yankee Division March (2025)    
Die Fastnacht der Hölle (2025)           
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Tilo Sief

Tilo ist Fotograf & Redakteur beim Paranoyd Magazin. Dokumentiert Konzerte & Festivals in NRW, BeNeLux & Ruhrgebiet mit Leidenschaft & Präzision. Er bringt eine Menge Erfahrung mit und kennt sich bestens in der Szene aus.

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