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Lionheart bleiben auf Angriffskurs: „Valley Of Death II“ im Review

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Mit „Valley Of Death II“ bringen die Kalifornier von LIONHEART am 09.01.2026 ihr insgesamt neuntes Studioalbum heraus. Seit ihrer Gründung im Jahr 2004 gab es für das Quintett um Sänger Rob Watson nur eine Richtung: nach vorne. Zahllose Auftritte, intensives Touren und der endgültige Durchbruch im Jahr 2014 mit „Welcome to the West Coast“ machten Lionheart zu einer festen Größe im Hardcore.

Ihr Sound verbindet die Aggressivität und Rap Parts des Oldschool Hardcore mit einem moderneren, deutlich groovigeren Ansatz und verleiht der Band so einen klaren eigenständigen Stil. Seit 2016 und dem Album „Love Don’t Live Here“ wurden auch die Texte persönlicher und düsterer, Rob Watson thematisiert darin zunehmend seine eigene mentale Gesundheit.

Mit „Valley Of Death II“ wollen LIONHEART die Messlatte weiter nach oben legen. Das Album umfasst zehn Songs und wartet mit Features von Kublai Khan und A Day To Remember auf. Zudem starten sie das Jahr 2026 mit einer Europatour zum Release des Albums gemeinsam mit Madball, Gideon und Slope.

Mit „Bulletproof“ startet das Album mit einem LIONHEART typischen Sound. Ein grooviges Gitarrenriff, gefolgt von Robs leicht rap angehauchten Vocals und einer Strophe, die nur von Bass, Drums und Gesang getragen wird. Der Song geht aggressiv und groovig nach vorne treibend los, genau das, was man von LIONHEART erwartet. Keine Überraschung, aber trotzdem eigenständig genug, um nicht als Abklatsch zu dienen. Live dürfte der Track für zahlreiche Moshpits sorgen, besonders der Breakdown zum Ende hin, scheint genau dafür konzipiert zu sein.

Direkt im Anschluss folgt mit „Chewing Through The Leash“ das Feature mit Kublai Khan und man hört hier deutlich, dass die Texaner ihre Spuren hinterlassen haben. Der Song ist spürbar stumpfer und stark an den Sound von Kublai Khan angelehnt. Matt Honeycutts bellende Stimme inklusive buchstäblichem Bellen dürfte Fans beider Bands gleichermaßen begeistern. Mit „Ice Cold“ wird der brachialere Sound auch ohne Feature fortgesetzt. Düsterer, mit mehr Gangshouts und Breakdowns, orientiert sich der Song klar an der Richtung von „Chewing Through The Leash“.

Lionheart bleiben auf Angriffskurs: Valley Of Death II im Review
Offizielles Pressefoto – Lionheart

Zwischen Groove, Härte und kompromisslosem Hardcore

Beim Titeltrack „Valley Of Death II“ kehrt die Band wieder stärker zu ihrem typisch groovigen und aggressiven Sound zurück. Dennoch wird auch hier deutlich, dass LIONHEART in erster Linie eine Liveband sind. Bestimmte Parts, wie der Refrain, sind klar für die Bühne und die lautstarke Unterstützung der Fans ausgelegt.

Roll Call“ setzt auf hardcoretypische Gangshouts und Breakdowns, ist mit einer Länge von 1:28 Minuten jedoch der kürzeste Song des Albums. Wie im Hardcore üblich, überschreitet kaum ein Track die drei Minuten Marke. Dafür gibt es kein Geschnörkel und kein künstliches Aufblähen, sondern Songs, die direkt und kompromisslos mitten ins Gesicht treffen, genau so, wie man es von LIONHEART und dem Genre insgesamt kennt. Auch die vorab veröffentlichte Single „Salt the Earth“ bildet hier keine Ausnahme. LIONHEART verzichten auf Spielereien und feuern den Song ohne Umwege auf den Hörer ab.

Zum Abschluss folgt mit „Death Grip“ ein weiteres Feature, diesmal mit A Day To Remember. Im Gegensatz zu „Chewing Through The Leash“ ist der Einfluss der Gastband hier deutlich geringer. Der Song bleibt klar im LIONHEART Stil, ist mit 1:45 Minuten für meinen Geschmack jedoch leider etwas zu kurz geraten.

Lionheart, Valley of Death II, Albumreview, Paranoyd Magazin

Lionheart – „Valley Of Death II“
Paranoyd Album-Check: 7/10
Bei einer Gesamtspielzeit von 23:17 Minuten wirkt die Bezeichnung “Full Length Album” dennoch etwas befremdlich, da die Laufzeit insgesamt sehr kurz ausfällt. Drei bis vier Songs mehr hätten dem Album gutgetan. Gleichzeitig wäre es aber auch nicht der Stil von Lionheart, einfach zusätzliche Songs zu schreiben, nur um die Spielzeit künstlich zu verlängern. Fans erwartet hier der typische Lionheart Sound mit Groove, Aggression, Gangshouts und Rob Watsons markanten, an Rap angelehnten Vocals. Eine Neuerfindung des eigenen Sounds ist „Valley Of Death II“ nicht, klingt aber auch keineswegs nach Einheitsbrei. Mit Songs wie „Chewing Through The Leash“ und „Ice Cold“ lassen sich dennoch neue Ansätze im Lionheart Sound erkennen.


Lionheart
Valley Of Death II
Arising Empire
9 January 2026
7

Paranoyd Point Check

kevin

Kevin Richter

Kevin, Fotograf und Redakteur für das Paranoyd Magazin. Er blickt auf eine fundierte Erfahrung durch die Zusammenarbeit mit diversen Musikmagazinen zurück und ist derzeit festes Mitglied der Paranoyd-Redaktion. Kevin verbindet den geschulten Blick für den Moment mit journalistischer Präzision, um authentische Konzertberichte und visuell beeindruckenden Content für die Szene zu schaffen.

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