False Reality wirken wie ein Funken im Pulverfass der Londoner Szene. Obwohl die Band erst 2023 entstanden ist, spürt man in jeder Note das Gewicht jahrelanger Energie, Wut und Erfahrung. Sängerin Rachel Rigby kanalisiert ihre Jugend zwischen schweißnassen Hardcore Clubs in Essex und London in Texte, die mehr liefern, als nur Krach: sie liefern Haltung. Mit Bassist Joe Cornwell kommt elektronische Härte ins Spiel, während Dave Connollys Gitarrenarbeit und die Drums von Louis Dale ein Fundament legen, das direkt aus dem Herzschlag des britischen Undergrounds zu kommen scheint.
„FADED INTENTIONS“ ist ein Debütalbum, das zeigt, wie klar False Reality ihre Richtung kennen und wie laut sie diese vertreten. Die Mitglieder haben unzählige Shows erlebt, gespielt und durchlitten und verwandeln dieses kollektive Wissen in einen Sound, der die Londoner Szene aufrüttelt. In nur zwei Jahren hat die Band Festivals in Großbritannien und Europa erschüttert und sich Bühnen mit Szenegrößen wie Stick To Your Guns, Madball und Speed geteilt. Dieses erste Album ist ein kompromissloser Trip durch Noise, Hardcore und puren Adrenalinrausch und macht deutlich, warum False Reality als eine der wildesten neuen Stimmen des Königreichs gehandelt werden.
Zwölf Songs pure Eskalation
„Faded Intentions“ packt Verrat, Selbstermächtigung und Rache in eine Ladung Hardcore, die konstant wie Gift nachbeisst. Der rote Faden aus Bandname und Albumtitel zieht sich durch jeden Riff und jeden Schlag, während Gitarren und Drums ein unermüdliches Brett abliefern. Rachel feuert ihre Stimme durch den Raum, schreit und shoutet mit absoluter Hingabe und macht klar, dass genau hier ihr Herz schlägt.
Textlich trifft das Album hart und ehrlich, ohne jede Gnade. Zwölf Songs, die für Hardcore Verhältnisse erstaunlich lang ausfallen, aber keinerlei Raum zum Luft holen bieten. Von der ersten Sekunde an gibt es voll auf die zwölf und live wird dieses Debütalbum zweifellos für einen vollständigen Abriss sorgen.
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