Mit SHOCK TO THE SYSTEM (PART TWO) setzen Daughtry ihren Siegeszug fort und beweisen, dass sie auch nach über 15 Jahren im Business nichts an Relevanz und Durchschlagskraft verloren haben. Die neue EP erscheint am 12. September über Big Machine Rock und zeigt die Band in absoluter Bestform. Schon die erste Vorabsingle The Day I Die hat angedeutet, dass ein neuer Abschnitt eingeläutet wird.
DAUGHTRY haben sich als feste Größe in der Rockszene etabliert und gehören zu den erfolgreichsten Rockacts des 21. Jahrhunderts. Die Band konnte bereits mehrere Platin- und Gold-Auszeichnungen erzielen, erreichte zweimal die Spitze der Billboard 200, füllte weltweit Konzerthallen und verkaufte bislang über 9 Millionen Alben sowie mehr als 25 Millionen Singles.
Shock To The System (Part One) markierte für die Band gleich mehrere Höhepunkte. Mit der Single Artificial erreichte DAUGHTRY erstmals Platz 1 der Active Rock Charts, kurz darauf gelang mit Pieces bereits der zweite Spitzenplatz. Das Projekt erhielt zudem breite Anerkennung, unter anderem von Magazinen wie Billboard und Spin, die vor allem die spürbare Intensität sowie die mutige kreative Weiterentwicklung dieser Phase hervorhoben.
Chris selbst sagt über die neue EP:
„Shock To The System handelt davon, sich den Dingen zu stellen, die wir lange verdrängt haben, und die Weckrufe anzunehmen, die uns zwingen, tiefer zu gehen und ehrlich zu sein“, erklärt Chris Daughtry. „Diese Songs haben in mir als Songwriter und als Mensch etwas ausgelöst. Part Two ist das Ergebnis dieser Reise.“
Ein Auftakt voller Gänsehaut und Botschaften
Die EP startet ganz ruhig mit einem sanften Klavierintro Seeds, das dann nahtlos in Divided übergeht. Kaum setzt Chris Daughtrys Stimme ein, bekomme ich sofort Gänsehaut. Ich höre DAUGHTRY schon seit seinen Anfängen, als Chris 2006 bei American Idol den vierten Platz belegte, und habe ihn live schon zweimal gesehen – jedes Mal wieder beeindruckend, was für ein musikalisches Potenzial in diesem Mann steckt.
Divided ist aber nicht nur stimmlich stark. Der Song setzt ein klares Statement gegen Mauern der Reichen und Mächtigen und ruft dazu auf, Grenzen einzureißen und sich nicht spalten zu lassen. Ein kraftvoller Einstieg in die EP mit einer Message, die sofort hängenbleibt. DAUGHTRY starten hier direkt mit voller Energie und zeigen, dass sie nicht nur Hymnen, sondern auch Statements schreiben können.
The Day I Die von Daughtry haut wirklich sofort rein. Die Single, die am 25. April 2025 als erster Vorgeschmack auf Shock to the System (Part Two) veröffentlicht wurde, setzt die Story von Shock to the System (Part One) nahtlos fort, ohne sich selbst zu wiederholen. Der Song ist unglaublich emotional und intensiv, man spürt regelrecht die inneren Kämpfe, von denen Chris singt: Verlust, dunkle Gedanken und der Drang nach Freiheit.
Ich persönlich finde, dass gerade diese Mischung aus roher Verletzlichkeit und kraftvoller Rockenergie den Track so besonders macht. Man wird mitgenommen auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die einen gleichzeitig runterzieht und wieder hochzieht. Die Stimme von Chris transportiert dabei alles: Schmerz, Wut, Hoffnung – alles auf einmal.
Zwischen Wut, Melancholie und Heilung
The Bottom startet direkt mit klaren Beats und hebt sich damit sofort von den ersten beiden Songs ab, ohne dabei den rockigen Kern zu verlieren. Die Message des Songs ist klar: ganz unten zu sein, aber die Kraft zu haben, sich wieder nach oben zu kämpfen. Chris überträgt diesen Mut und diesen Willen direkt durch seine Stimme auf die Hörer. Aufgeben ist hier schlicht keine Option.
Mit Terrified geht es dann „erschreckend“ weiter. Kennt ihr dieses Gefühl, wenn andere Menschen euch so lange reizen, bis wirklich das Biest in euch rauskommt? Genau dieses Erlebnis kennt auch Chris und packt es in einen wütenden, rockigen Song, der sofort Kopfkino auslöst. Man spürt die Spannung, die Aggression und gleichzeitig eine unglaubliche Energie, die einen mitreißt und nicht mehr loslässt.
Kommen wir zu den letzten beiden Songs der EP, Razor und Antidote. Razor startet gleich melancholisch, und Chris seine Stimme bohrt sich sofort wieder tief ins Ohr. Im Refrain explodiert der Song förmlich, die Gitarren brennen sich ein, das Schlagzeug dominiert kraftvoll, und alles zusammen unterstützt seine starke Stimme. Man sitzt da und denkt sofort: „Nein, die EP darf doch jetzt gleich nicht schon vorbei sein!“ Zeilen wie “Cut me like a Razor” schneiden tief, aber auf eine Art, die die emotionalen Wunden gleichzeitig heilt.
Antidote ist dagegen sanft, getragen von Chris seiner wahnsinnig eindringlichen Stimme, die einen fast umarmt. Und wieder sitze ich da, Gänsehaut pur, und fühle den Song, statt ihn nur zu hören. Es geht um Schmerz, um Trennung, um das Loslassen. Und wer könnte das besser transportieren als DAUGHTRY? Der Track beendet die EP auf eine Weise, die berührt, nachklingt und noch lange im Herzen bleibt.
Anfang 2026 kehren DAUGHTRY gemeinsam mit Alter Bridge und Sevendust für eine Europatour zurück. Derzeit begleiten sie Creed auf deren US-Tour.
Daughtry live:
15.01.2026 – Hamburg, Sporthalle
25.01.2026 – Berlin, Columbiahalle
30.01.2026 – Wien, Gasometer
05.02.2026 – Zürich, The Hall
17.02.2026 – Oberhausen, Turbinenhalle
20.02.2026 – München, Zenith
Tickets und weitere Infos unter: www.eventim.de/artist/alter-bridge/

Tine Blessing
Tine ist die Inhaberin und Chefredakteurin des Paranoyd Magazins. Als Herz und Kopf des Magazins hält sie alle Fäden zusammen, schreibt leidenschaftliche Reviews und berichtet über aktuelle Szene-News. Zudem ist sie als Konzertfotografin schwerpunktmäßig im Raum Stuttgart aktiv.
