Mit voller Kraft voraus: Argorok zünden auf „Omen“ ein episches Feuer

Argorok "Omen" Albumreview, Paranoyd Magazin

Heute, am 12.06.2026, veröffentlichen Argorok ihr neues Album Omen. Ich hatte die Gelegenheit, bereits vorab in das Album hineinzuhören, und möchte euch einen kleinen Einblick geben.

Wer ist Argorok?

Argorok ist eine Epic-Death-Metal-Band aus Dresden, die 2020 gegründet wurde. Noch im selben Jahr erschien ihr Debütalbum Usurpator. Mit deutschen Texten und einer Mischung aus Deathmetal, Folk-, Symphonic-, Gothic- und Industrial-Elementen hat sich die Band schnell einen eigenen, unverkennbaren Sound geschaffen. Heute besteht die Band aus Bill am Bass, Andy und Eric an den Gitarren, Hayrass am Schlagzeug sowie Boa am Mikrofon.

Wie klingt Omen?

Schon nach den ersten Minuten wird klar: Argorok haben sich weiterentwickelt. Das Album Omen wirkt deutlich reifer, durchdachter und atmosphärischer als zuvor. Die Songs entfalten mehr Tiefe, gehen stärker unter die Haut und schaffen es, Härte und Emotion gekonnt miteinander zu verbinden. Das Album umfasst vier Songs und jeder davon erzählt seine eigene Geschichte.

1. Ambrosia eröffnet das Album mit einer düsteren, beinahe mystischen Atmosphäre, bevor der typische Argorok-Sound mit voller Kraft einsetzt. Die markante Stimme zieht den Hörer sofort in ihren Bann. Inhaltlich erzählt der Song die Geschichte eines finsteren Alchemisten, der in seinem Labor nach dem Lebenselixier und der Unsterblichkeit sucht. Okkulte Rituale, exotische Zutaten und verbotene Experimente verschmelzen zu einer faszinierenden Mischung aus Mystik, Wissenschaft und Machtstreben.

2. Enklave (feat. Aello) Mit Enklave folgt einer der stärksten Songs des Albums. Die Geschichte handelt von einer Figur, die von Angst, Wut und den Schatten ihrer Vergangenheit geprägt ist. Auf der Suche nach Sicherheit errichtet sie symbolisch eine „Festung aus Obsidian“, hinter deren Mauern Misstrauen und Isolation wachsen. Düstere Bilder von schwarzen Toren, blutroten Bannern und einem zerfallenden Königreich zeichnen das Bild eines selbst gewählten Exils. Besonders stark ist hier das Zusammenspiel aus den dunklen Growls und den klaren Gesangspassagen von Aello. Dadurch entwickelt der Song eine intensive Atmosphäre und bleibt lange im Ohr, ein absoluter Höhepunkt des Albums.

3. Stadt der Tränen beginnt vergleichsweise ruhig und nachdenklich, bevor der Gesang mit voller Wucht einsetzt. Der Song entwickelt sich zu einer epischen Hymne über Hoffnung, Wiederaufbau und Durchhaltewillen. Trotz Verwüstung, Leid und persönlicher Opfer kämpft der Protagonist unbeirrt für die Erneuerung einer gefallenen Stadt und für den Aufbruch in eine bessere Zukunft. Die Mischung aus Melancholie und Kraft macht diesen Song besonders eindrucksvoll.

4. Götterdämmerung Der Abschluss des Albums trägt den Titel Götterdämmerung. Rhythmisch, mystisch und mit einer stetig wachsenden Intensität entfaltet der Song nach und nach seine ganze Stärke. Der treibende Rhythmus sorgt dafür, dass man automatisch mit dem Kopf nickt. Thematisch erwartet den Hörer eine epische Endzeitgeschichte über die Wiederkehr göttlicher Wesen, die gleichzeitig Erlöser und

Mit voller Kraft voraus: Argorok zünden auf Omen ein episches Feuer
Credit: InSanity
Argorok -Omen
Fazit
Mit „Omen“ liefern Argorok ein starkes und sehr stimmiges Album ab. Die Band hat sich in den vergangenen Jahren hörbar weiterentwickelt und präsentiert sich heute reifer, abwechslungsreicher und atmosphärisch dichter als je zuvor. Die vier Songs bieten düstere Geschichten, epische Momente und jede Menge musikalische Wucht. Wer deutschen Deathmetal mit Folk-, Symphonic- und Industrial-Einflüssen mag, sollte sich dieses Album unbedingt vormerken. Von mir gibt es für Omen ganz klar einen Daumen nach oben.
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adriane

Adriane Vogelgesang

Adriane ist Redakteurin und Fotografin für das Paranoyd Magazin. Sie berichtet leidenschaftlich über Rock, Punk & Metal und ist von Anfang an beim Paranoyd Magazin dabei. Adriane liefert authentische Konzertberichte, Fotos sowie fundierte Reviews und ist bekannt für ihre kritische und unabhängige Berichterstattung, die immer nah am Geschehen in der Szene bleibt.

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